Grand Place

Photo by Ngoc Hoang on Unsplash (@nhungoc1508)

Grand Place

Bruxelles-Capitale: Région de

90/10090 min

Der Grand Place, auch bekannt als Grote Markt, ist der historische zentrale Platz von Brüssel (Belgien). Berühmt ist er für seine großartigen barocken Gildehäuser, das flämisch-gotische Rathaus der Stadt sowie das neogotische „Maison du Roi“ (Königshaus), in dem das Brüsseler Stadtmuseum untergebracht ist. Mit etwa 68 auf 110 Metern ist der Platz komplett gepflastert und ringsum von Gebäuden umgeben, die an die reiche Handels- und politische Geschichte der Stadt erinnern. Entstanden ist der Platz im 11. Jahrhundert als Markt in der Nähe einer Festung auf der Insel Saint-Géry, und im Laufe der Zeit entwickelte er sich zum politischen und kommerziellen Herzen Brüssels. 1695 wurde der Platz im Verlauf der französischen Bombardierung im Neunjährigen Krieg schwer verwüstet – übrig blieben nur die Fassade und der Turm des Rathauses. Die anschließende Rekonstruktion im harmonischen flämisch-italienischen Barockstil verlieh dem Platz sein heutiges, atemberaubendes Aussehen. Heute zählt der Grand Place zum UNESCO-Welterbe und ist Schauplatz spektakulärer Events wie dem zweijährlichen Blumen-Teppich, festlichen Weihnachtsmärkten und kulturellen Feiern – damit ist er das eindrucksvollste Wahrzeichen und ein Muss in Brüssel.

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Tipp: Besuchen Sie den Grand Place am frühen Morgen oder späten Abend, um seine Schönheit ohne Menschenmassen zu genießen. Für das zweijährliche Blumen-Teppich-Event im August in geraden Jahren sollten Sie Unterkunft und Tickets unbedingt frühzeitig buchen, da die Nachfrage sehr hoch ist. Seit 1990 ist der Platz verkehrsfrei, was das Erlebnis für Besucher noch verbessert. Für einen Museumseintritt im Königshaus sind unter Umständen Ermäßigungen verfügbar. Nutzen Sie nahegelegene öffentliche Verkehrsmittel wie die Premetro-Station Bourse - Grand-Place oder Bus-Haltestellen, um bequem anzukommen.

Interessante Fakten

  • Der Grand Place ist seit 1998 UNESCO-Welterbe.
  • Der Rathausturm wird von einer vergoldeten Statue des Heiligen Michael gekrönt, der einen Drachen erschlägt.
  • Alle zwei Jahre im August gibt es auf dem Platz einen riesigen Blumen-Teppich aus Hunderttausenden von Begonien.
  • Der Platz wurde 1695 während der Bombardierung durch französische Truppen fast vollständig zerstört – nur der Turm und die Fassade des Rathauses blieben verschont.
  • Das Königshaus, ursprünglich ein Brothandelsmarkt, beherbergt heute das Brüsseler Stadtmuseum mit umfangreichen Sammlungen, die die Geschichte der Stadt darstellen.

Geschichte

Der Grand Place entstand im 11.

Jahrhundert als offener Marktplatz in der Nähe einer von Charles, Herzog von Unterlothringen, auf der Insel Saint-Géry errichteten Festung.

Zunächst hieß er Nedermerckt oder Lower Market und diente als Handelszentrum nahe dem Fluss Senne.

Im 15.

Jahrhundert begann der Bau des Rathauses – ein deutliches Zeichen für urbane Macht in der Zeit der burgundischen Herrschaft.

1695

Der Platz wurde 1695 im Zuge der französischen Bombardierung weitgehend zerstört, aber in den folgenden Jahren im flämisch-italienischen Barockstil wiederaufgebaut.

Im 18.

Jahrhundert gingen die Gilden zurück und der Platz verfiel, doch ab Mitte des 19.

Jahrhunderts führten Restaurierungsmaßnahmen, die von den Stadtbehörden angestoßen wurden, zu einer Wiederbelebung seines kulturellen Werts.

1990

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verkehr 1990 vom Platz verbannt – so wurde der Charakter als Fußgängerzone wiederhergestellt und seine Bedeutung als Kultur- und Treffpunkt gestärkt.

Ortsführer

1
Rathaus (Hotel de Ville)1402-1455

Ein beeindruckendes gotisches Gebäude, das 1402 begonnen wurde und von einem 96 Meter hohen Turm überragt wird, der eine vergoldete Statue des Erzengels Michael trägt. Es diente als politisches Herz Brüssels und überstand die Bombardierung von 1695 größtenteils unbeschadet.

2
Königshaus (Maison du Roi oder Broodhuis)13. Jahrhundert Ursprünge; wiederaufgebaut im 19. Jahrhundert
Antoon II Keldermans (für das Design aus dem 16. Jahrhundert)

Ursprünglich ein hölzerner Brothandelsmarkt, der 1405 durch ein steinernes Gebäude ersetzt wurde, später im 19. Jahrhundert im neogotischen Stil wiederaufgebaut. Heute beherbergt es das Brüsseler Stadtmuseum mit Gemälden, Tapisserien, Skulpturen und historischen Exponaten.

3
GildehäuserWiederaufbau im späten 17. Jahrhundert

Den Platz umsäumen prachtvolle barocke Gildehäuser, die nach der Bombardierung von 1695 wiederaufgebaut wurden. Diese Bauten stehen für Reichtum und Ansehen der mittelalterlichen Gilden und wurden im flämisch-italienischen Barockstil mit aufwendig gestalteten Fassaden errichtet.

Kontakt

Telefon: 02 513 89 40