
Chhoto Sona-Moschee
Rajshahi
Die Chhoto Sona-Moschee in der Rajshahi Division von Bangladesch ist ein bemerkenswertes Beispiel der bengalischen Sultanatsarchitektur aus dem späten 15. bis frühen 16. Jahrhundert. Zwischen 1493 und 1519 wurde sie während der Herrschaft von Sultan Alauddin Husain Shah erbaut – von Majlis Mansur Wali Muhammad bin Ali. Die Moschee besaß ursprünglich fünfzehn Kuppeln, die einst mit Gold vergoldet waren; daher ihr Name, der „Kleine Goldene Moschee“ bedeutet. Die rechteckige Anlage misst etwa 25 mal 16 Meter und ist aus Ziegeln und Stein gebaut. Das große Innere ist durch steinerne Pfeiler in drei Seitenschiffe unterteilt und trägt fünfzehn kuppelartige Bauteile. Zur Architektur gehören geschwungene Gesimse mit steinernen Rinnen sowie mehrere bogige Eingangstüren; an der Westwand befinden sich halbkreisförmige Mihrabs. Trotz der Schäden durch das Erdbeben von 1897 blieb bei der anschließenden Restaurierung viel von ihrer Eleganz erhalten. Der Innenhof zeigte einst kunstvolle Rundornamente aus blau-weißem Mosaik; heute werden sie in einem nahegelegenen Gästehaus aufbewahrt. Auf dem Gelände gibt es außerdem Sarkophag-Grabstätten, von denen man annimmt, dass sie dem Erbauer der Moschee und seinem Vater gehören. Heute gehört die Chhoto Sona-Moschee zu den besterhaltenen Monumenten ihrer Epoche und steht unter dem Schutz der „Department of Archaeology“ von Bangladesch. Besucher kommen wegen ihrer historischen und architektonischen Bedeutung.
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Tipp: Besuchen Sie die Moschee in der Trockenzeit, um Regen in der Monsunzeit zu vermeiden und den Außenbereich sowie das Gelände entspannt genießen zu können. Tickets sind möglicherweise vor Ort erhältlich; für Auskünfte zu geführten Touren oder Besucherinformationen lohnt sich ein Check bei der „Department of Archaeology“. Frühmorgendliche Besuche sorgen oft für eine ruhige Atmosphäre und besseres Licht für Fotos. Ermäßigungen für Schüler/Studierende oder Gruppen können über offizielle Kanäle verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Ursprünglich war die Moschee mit fünfzehn Kuppeln geschmückt, die mit Goldblatt bedeckt waren – daher der Name „Kleine Goldene Moschee“.
- •Der Innenhof zeigte kunstvolle Rundornamente aus blau-weißem Mosaik, die freigelegt und in einem nahegelegenen Gästehaus aufbewahrt wurden.
- •Die Gräber auf dem Moscheegelände gelten als Ruhestätten des Erbauers der Moschee, Wali Muhammad, und seines Vaters Ali.
- •Die Moschee gilt als „Juwel der Sultanatsarchitektur“ und als eines der eindrucksvollsten Beispiele bengalischer Sultanatsmonumente.
- •Das Erdbeben von 1897 verursachte große Schäden, darunter den Einsturz einiger Kuppeln und Mauern; die Moschee wurde jedoch im frühen 20. Jahrhundert restauriert.
Geschichte
Die Chhoto Sona-Moschee wurde zwischen 1493 und 1519 unter der Herrschaft von Sultan Alauddin Husain Shah errichtet und von Majlis Mansur Wali Muhammad bin Ali in Auftrag gegeben.
In der Zeit des Bengal Sultanate entwickelte sie sich zu einem bedeutenden religiösen und architektonischen Monument.
1897 führte ein verheerendes Erdbeben zum teilweisen Einsturz von Kuppeln und Mauern, woraufhin Restaurierungsarbeiten begannen, die bis 1907 abgeschlossen waren.
Seitdem wird die Moschee als wichtige Stätte des kulturellen Erbes unter dem Schutz der „Department of Archaeology“ von Bangladesch erhalten.
Ortsführer
Östliches Tor und Fassade15th-16th century
Die Ostseite der Moschee hat fünf bogige Türdurchgänge, die in die Gebetshalle führen. Ursprünglich gehörten sie zur Außenwand und zum Torbereich; nach den Erdbebenschäden wurde dieser Bereich wiederhergestellt.
Innenraum der Gebetshalle15th-16th century
Im Inneren ist die Moschee durch zwei Reihen steinerner Pfeiler in drei Seitenschiffe unterteilt. Sie tragen fünfzehn kuppelartige Bauteile – darunter chauchala-Gewölbe und umgedrehte kuppelförmige, tumblerartige Kuppeln –, was die bengalische Sultanatsarchitektur besonders gut veranschaulicht.
Mihrabs an der Westwand15th-16th century
Fünf halbkreisförmige Mihrabs entsprechen den östlichen Türdurchgängen. Ursprünglich waren sie mit Steinverzierungen dekoriert, doch im Laufe der Zeit sind viele Steine verschwunden.
Rundornamente aus Mosaik im Innenhof15th-16th century
Die freigelegten blau-weißen Rundornamente aus Mosaik mit unterschiedlich gemusterten Designs gehörten ursprünglich zum Innenhof der Moschee und werden heute in einem nahegelegenen Gästehaus aufbewahrt.
Plattform der Sarkophag-Grabstätten15th-16th century
Eine steinerne Plattform östlich des Moscheetors enthält zwei Sarkophag-Grabstätten, die mit Koranversen beschriftet sind. Man geht davon aus, dass sie der Ruheplatz des Erbauers der Moschee und seines Vaters sind.