Tempelkomplex Puthia

Tempelkomplex Puthia

Rajshahi

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Der Tempelkomplex Puthia im Distrikt Rajshahi in Bangladesch ist vor allem dafür bekannt, im Land die größte Sammlung historischer hinduistischer Tempel zu beherbergen. Er wurde vorwiegend von der Puthia Raj-Familie errichtet – einflussreichen Zamindaren und Wohltätern. Der Komplex zeigt eine abwechslungsreiche Reihe von Tempeln mit Terrakotta-Ornamenten sowie einer Mischung verschiedener architektonischer Stile, darunter die markanten Stile Jor-bangla und Pancha Ratna. Der Komplex liegt um den Shyam Sagar-See herum und ist vom Shiv Sagar-Graben umschlossen – das trägt zur ruhigen Atmosphäre bei. Zu den bedeutenden Tempeln zählen der Pancha Ratna Govinda Temple, der Lord Krishna gewidmet ist und mit Terrakotta-Darstellungen der Krishna-Radha-Romantik geschmückt ist, sowie der Bhubaneshwar Shiva Temple – der größte Shiva-Tempel in Bangladesch. Berühmt ist er für seine fünf Türme (Spire) und das größte schwarze Basalt-Shiva-Linga des Landes. Weitere wichtige Tempel im Komplex sind der Jagannath Temple, der Chota Anhik Mandir, Chauchala Chhota Govinda Mandir, Bara Anhik Mandir und Choto Shiv Mandir – alle mit jeweils eigenen architektonischen Merkmalen und künstlerischen Details. Zum Komplex gehören außerdem der Rajbari-Palast und das Dol Mancha-Pavillon, die das königliche Erbe der Puthia-Zamindare widerspiegeln. Trotz historischer Herausforderungen – etwa Schäden während des 1971 Liberation War und Bedrohungen durch nahegelegene Entwicklungen – ist der Komplex bis heute ein unverzichtbares kulturelles und architektonisches Juwel für Bangladesch.

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Tipp: Besucher sollten ihre Besichtigung am besten bei Tageslicht planen, um die filigranen Terrakotta-Kunstwerke und die Tempelarchitektur vollständig zu würdigen. Früh morgens oder am späten Nachmittag gibt es angenehmes Wetter und ein weicheres Licht für Fotos. Es empfiehlt sich, die lokalen Öffnungszeiten zu prüfen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, um mehr über die Geschichte und die Symbolik der Tempel zu erfahren. Konkrete Ticketpreise werden zwar nicht genannt, aber der Kauf von Tickets im Voraus oder in Kombination mit lokalen Heritage-Touren kann bequem sein. Angemessene, respektvolle Kleidung wird empfohlen, da der Ort sowohl eine Stätte des Gebets als auch ein kulturelles Erbe ist.

Interessante Fakten

  • Der Bhubaneshwar Shiva Temple enthält das größte schwarze Basalt-Shiva-Linga in Bangladesch, das Versuchen, es während des 1971 Liberation War zu versetzen oder zu zerstören, standhielt.
  • Der Pancha Ratna Govinda Temple ist Lord Krishna gewidmet und zeigt Terrakotta-Kunstwerke, die Krishna und die göttliche Liebesromanze Radhas darstellen.
  • Der Tempelkomplex Puthia hat in Bangladesch die größte Anzahl historischer Tempel und präsentiert eine Vielzahl architektonischer Stile – darunter Jor-bangla und Pancha Ratna.
  • Der Komplex ist von einem Graben namens Shiv Sagar umgeben und um einen See namens Shyam Sagar angelegt – das unterstreicht die landschaftliche Schönheit.

Geschichte

Der Tempelkomplex Puthia geht auf das Zamindari-Anwesen zurück, das die Puthia Raj-Familie im 16.

Jahrhundert begründete – nach der Landvergabe durch den Mogul-Kaiser Jahangir.

Die Tempel wurden hauptsächlich im 18.

und 19.

Jahrhundert errichtet und spiegeln damit den religiösen Glauben und den Wohlstand der königlichen Familie wider.

Der Komplex entwickelte sich zu einem Zentrum hinduistischen Gottesdienstes und kulturellen Lebens in der Region.

1947

Nach der Teilung Indiens im Jahr 1947 wurde das Zamindari-System von der pakistanischen Regierung abgeschafft, was zur Beschlagnahmung hinduistischer Besitztümer führte und die königliche Familie nach Indien umsiedeln ließ.

Trotz dieser Veränderungen haben die Tempel überlebt und gelten heute als geschützte Baudenkmäler – sie bewahren das architektonische und kulturelle Erbe der Puthia Raj-Familie.

Ortsführer

1
Pancha Ratna Govinda Temple1823-1895
Queen of Puthia

Ein prächtiger Tempel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, der Lord Krishna gewidmet ist. Besonders hervorzuheben sind die Architektur im Pancha-Ratna-Stil und die exquisiten Terrakotta-Ornamente mit Darstellungen von Krishna-Radha-Geschichten.

2
Bhubaneshwar Shiva Temple1823
Rani Bhubonmoyee Devi

Der größte Shiva-Tempel in Bangladesch, 1823 von Rani Bhubonmoyee Devi erbaut. Er verfügt über fünf Türme (Spire) mit mehreren Nebentürmchen und beherbergt das größte schwarze Basalt-Shiva-Linga im Land.

3
Jagannath Temple

Ein zweistöckiger, achteckiger Tempel, der dem hinduistischen Gott Jagannath gewidmet ist und direkt neben dem Bhubaneshwar Shiva Temple liegt.

4
Chota Anhik Mandir

Ein kleiner Tempel im do-chala-Stil, der nahe dem Pancha Ratna Govinda Temple liegt.

5
Chauchala Chhota Govinda Mandir1790s-1800s

Ein Tempel aus dem späten 18. bis frühen 19. Jahrhundert. Er zeichnet sich durch die char-chala-Architektur aus und zeigt Terrakotta-Tafeln mit Darstellungen von Vishnus zehn Avataren, Szenen aus dem Ramayana sowie Geschichten rund um Radha-Krishna.

6
Bara Anhik Mandir

Ein Tempel mit einem gemischten bengalischen Architekturstil, der do chala- und char chala-Elemente kombiniert. Einzigartig in Bangladesch – abgesehen von einem weiteren Tempel im Distrikt Faridpur.

7
Choto Shiv Mandir

Ein kleiner Shiva-Tempel im char-chala-Stil, der sich hinter dem Puthia Rajbari befindet. An seiner Vorderseite sind filigrane Terrakotta-Ornamente zu sehen.