Armenische Kirche der Heiligen Auferstehung

Armenische Kirche der Heiligen Auferstehung

Dhaka

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Die Armenische Kirche der Heiligen Auferstehung liegt im Stadtteil Armanitola im alten Dhaka, Bangladesch, und gilt als bedeutendes architektonisches und kulturelles Denkmal. Sie wurde 1781 auf einem Grundstück errichtet, das der Armenier Agaminus Catchik gestiftet hatte. Die Kirche spiegelt damit die historische Präsenz der Armenier wider, die im 17. und 18. Jahrhundert vor allem in den Handel mit Jute und Leder nach Dhaka kamen. Architektonisch ist die zweistöckige Kirche 230 Meter lang; sie hat Rundbogenfenster und -türen, einen quadratischen Turm mit einer charakteristischen „shonkhonil“-Minarett-Krone und Innenkunstwerke des Künstlers Charles Port. Zur Anlage gehören eine Kanzel, Sitzbereiche, ein Taufraum mit einem Taufbecken aus Marmor sowie Verandabereiche. Historisch wurde die Kirche einst von einem Uhrturm begleitet, dessen Glocke noch mehrere Meilen weit hörbar war, bis sie 1897 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Außerdem beherbergt sie einen alten armenischen Friedhof mit über 350 Grablegen – darunter markante Statuen und Inschriften. Trotz des Rückgangs der armenischen Gemeinde blieb die Kirche durch engagierte Bemühungen erhalten, unter anderem durch Mikel Housep Martirossian im 20. Jahrhundert. Heute wird sie als religiöse und historische Stätte des kulturellen Erbes unter Bangladeschs Department of Archaeology geführt und ist tagsüber für Besucher geöffnet. Der Ort empfing außerdem Mother Teresa während ihres Besuchs in Dhaka im Jahr 1996 – ein Hinweis auf die anhaltende spirituelle und kulturelle Bedeutung der Kirche.

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Tipp: Besuchen Sie die Armenische Kirche tagsüber, wenn sie für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Früh morgens oder am späten Nachmittag – besonders in den kühleren Jahreszeiten – sorgt für ein angenehmes Erlebnis. Wenn Sie vorher geführte Touren buchen oder sich über die Geschichte der Kirche informieren, wird Ihr Besuch noch bereichernder. Der Zugang ist in der Regel unkompliziert, prüfen Sie aber vor Ort, ob besondere Veranstaltungen oder Restaurierungsarbeiten stattfinden. Ermäßigungen können für Studierende oder Gruppen verfügbar sein; erkundigen Sie sich lokal. Fotografieren ist erlaubt, aber bitte seien Sie respektvoll gegenüber Gläubigen und der Heiligkeit des Ortes.

Interessante Fakten

  • Die Glocke des Uhrturms war einst bis zu vier Meilen weit zu hören; Einheimische nutzten sie, um ihre Uhren zu stellen.
  • Mother Teresa hielt sich während ihres Besuchs in Dhaka im Jahr 1996 auf dem Kirchgelände auf.
  • Die Kirche besitzt Gemälde von Charles Port, die zusätzlich einen künstlerischen Wert als Teil des kulturellen Erbes schaffen.
  • Der Friedhof enthält über 350 Grablegen, darunter eine Statue, die aus Kolkata gekauft wurde und die Ehefrau von Catchik Avatik Thomas zeigt – mit der Inschrift „Best of Husband“ („Bester Ehemann“).
  • Die Kirche ist mit einem einzigartigen „shonkhonil“-Minarett gekrönt – eine besondere Art indischer Minarette, die Respekt symbolisiert.

Geschichte

Die armenische Präsenz in Dhaka begann im 17.

Jahrhundert, als Armenier unter persischer Herrschaft wegen des Handels nach Bengal migrierten.

1781

Die Armenische Kirche wurde 1781 auf einem armenischen Friedhof errichtet und markierte damit das religiöse und soziale Zentrum der Gemeinde.

1897

Kurz danach wurde ein Uhrturm ergänzt, der jedoch 1897 durch ein Erdbeben zerstört wurde.

Im Laufe des 19.

Jahrhunderts wurden Armenier im Jutehandel besonders einflussreich und machten die Branche in der Region mit.

Die Kirche überstand Phasen der Vernachlässigung – vor allem blieb sie in den 1980er-Jahren durch Mikel Housep Martirossian erhalten, sodass sie bis in die Moderne hinein weiterbestehen konnte.

Heute steht sie als geschützte Kulturerbestätte da und spiegelt das Erbe der armenischen Diaspora in Bangladesch wider.

Ortsführer

1
Haupthalle für das Gebet1781

Der zentrale Bereich, in dem die Gebete der Gemeinde sowie religiöse Zeremonien stattfinden, mit einer Kanzel, die von Geländern eingefasst ist, und Sitzbereichen, die durch hölzerne Zäune getrennt sind. Es ist das Herzstück der spirituellen Aktivitäten der Kirche.

2
Quadratischer Turm mit Shonkhonil-MinarettLate 18th century

Ein markanter quadratischer Turm, gekrönt mit einem „shonkhonil“-Minarett – ein Symbol für Respekt und für den besonderen architektonischen Einfluss aus Indien. Der Turm ist ein auffälliges Merkmal der Kirchenaußenfassade.

3
Armenischer FriedhofPre-1781

Ein angrenzender Friedhof mit über 350 Gräbern – er dient als geschichtliches Zeugnis der armenischen Gemeinde in Dhaka. Dazu gehören bekannte Grabsteine und Statuen, etwa die Statue „Best of Husband“ („Bester Ehemann“).

4
Gemälde von Charles Port
Charles Port

Kunstwerke in der Kirche von Charles Port, die zum kulturellen und künstlerischen Erbe der Kirche beitragen.

Kontakt

Telefon: 01730-738151