Ahsan Manzil

Ahsan Manzil

Dhaka

80/10090 min

Ahsan Manzil, gelegen in Kumartoli am Buriganga-Fluss in Dhaka, Bangladesch, ist ein prächtiger Palast im indo-sarazenischen Baustil. Er diente im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert als offizieller Wohnsitz und Verwaltungszentrum des Nawab von Dhaka. Der Palast ist in zwei große Bereiche unterteilt: den Rangmahal mit der Kuppel, dem Zeichnungssalon, dem Kartenzimmer, der Bibliothek, dem Staatszimmer und den Gästezimmern; sowie den Andarmahal, der den Ballsaal, den Vorratsraum, den Versammlungssaal, den Truhenraum, den Speisesaal, das Musikzimmer und die Wohnräume beherbergt. Seine Kuppel, die wie ein Lotusknospen-Sprössling gestaltet ist, ragt 27 Meter hoch und zeigt detailreiche Ziegelarbeiten sowie architektonische Innovation. Historisch war sie ein politisches Zentrum, in dem die All India Muslim League entstand. Heute wird das Gebäude als Museum im Bangladesh National Museum bewahrt und zeigt Exponate aus dem Umfeld der Nawab-Familie sowie zur sozial- und machtpolitischen Geschichte von Dhaka. Die Lage direkt am Fluss und die Veranden bieten malerische Ausblicke und machen Ahsan Manzil zu einem einzigartigen kulturellen Wahrzeichen im Old Dhaka.

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Tipp: Besucher sollten Ahsan Manzil zwischen Samstag und Mittwoch von 9:30 bis 15:00 Uhr einplanen; dabei beachten, dass der Kartenverkauf um 14:30 Uhr endet. Donnerstags ist der Palast geschlossen. Am Freitag dauern die Besuchszeiten bis in den Abend, wobei der Kartenverkauf entsprechend endet. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online über die offizielle Website zu kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden – besonders in der Hochsaison. Geführte Touren können das Erlebnis durch fundierte historische Einblicke deutlich bereichern.

Interessante Fakten

  • Die Kuppel von Ahsan Manzil ist so gestaltet, dass sie einer Lotusknospe ähnelt: mit einem komplexen achteckigen Sockel und einer Höhe von 27,13 Metern.
  • Der Palast war die Geburtsstätte der All India Muslim League, einer bedeutenden politischen Partei in der Geschichte Südasiens.
  • Eine hölzerne Brücke verbindet die beiden Hauptgebäude, Rangmahal und Andarmahal, in der ersten Etage.
  • Der Palast wurde 1888 durch einen Tornado schwer beschädigt und später nach dem Erdbeben von 1897 (Assam) repariert.
  • Ursprünglich gehörte zum Grundstück ein französisches Handelshaus, bevor es zum Wohnsitz der Nawabs wurde.

Geschichte

Ursprünglich gehörte das Gelände in der Mogulzeit Sheikh Enayetullah, der den Rang Mahal errichtete.

1830

Das Anwesen wechselte mehrmals den Besitzer, unter anderem war es im Besitz französischer Händler, bevor Khwaja Alimullah es 1830 kaufte.

1859

Der heutige Palast wurde zwischen 1859 und 1872 unter Khwaja Abdul Ghani erbaut, der ihn nach seinem Sohn Ahsan Manzil nannte.

1888

1888 erlitt der Palast durch einen Tornado schwere Schäden und wurde nach einem Erdbeben im Jahr 1897 repariert.

1952

Nach der staatlichen Übernahme 1952 verfiel er, bis 1985 Renovierungsarbeiten begannen, die 1992 zur Wiedereröffnung als Museum im Bangladesh National Museum führten.

Ortsführer

1
Rangmahal1859–1872
Martin and Company (Bauunternehmen)

Der östliche Flügel des Palasts mit der imposanten Kuppel, dem Zeichnungssalon, dem Kartenzimmer, der Bibliothek, dem Staatszimmer sowie zwei Gästezimmern. Er zeigt eine elegante indo-sarazenische Architektur und beherbergt wichtige historische Exponate.

2
Andarmahal1859–1872
Martin and Company (Bauunternehmen)

Der westliche Flügel mit dem Ballsaal, dem Vorratsraum, dem Versammlungssaal, dem Truhenraum, dem Speisesaal, dem Musikzimmer und den Wohnquartieren. Besonders hervorzuheben sind die gewölbten Decken sowie die farbigen Keramikkacheln in den Speise- und Versammlungshallen.

3
Palastkuppel

Die zentrale Kuppel von Ahsan Manzil, die 27,13 Meter hoch ist. Sie hat eine einzigartige achteckige Basis, die durch Ziegelwerk und Squinchen entsteht und der Kuppel das Aussehen einer Lotusknospe verleiht.