Naturschutzgebiet Zaqatala

Naturschutzgebiet Zaqatala

Zaqatala

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Das Naturschutzgebiet Zaqatala wurde 1929 gegründet und erstreckt sich über mehr als 28.800 Hektar in den südlichen Ausläufern der Berge des Großen Kaukasus in Aserbaidschan. Das Schutzgebiet bietet eine reiche Vielfalt an Pflanzen, darunter über 900 Pflanzenarten, die ein Sechstel der Flora Aserbaidschans repräsentieren, sowie weitläufige Laubwälder mit vorherrschenden Eichen-, Buchen-, Hainbuchen- und Kastanienbäumen. Einige Buchen werden 200–250 Jahre alt und erreichen Höhen von 30 Metern. Zur Tierwelt gehören seltene und geschützte Arten wie Luchs, Steinadler (kaukasischer Falcon), Dagestan-Gamsen, Rehe, Wildschweine und Bären. Das Naturschutzgebiet umfasst drei große Flüsse—Mazimchay, Balakenchay und Katekhchay—die an den Gipfeln des Großen Kaukasus entspringen und in den Alazan River münden. Zu den herausragenden Natursehenswürdigkeiten zählen der malerische Wasserfall Gabizdere (Zaqatala) mit etwa 20 Metern Höhe sowie zahlreiche Sulfat-Mineralquellen. Außerdem finden sich hier historische Ruinen einer alten Kirche und die große Pichigel-Höhle, die von Mitarbeitern des Schutzgebiets genutzt wird und von alten, breitblättrigen Wäldern umgeben ist. Das Naturschutzgebiet spielt eine entscheidende Rolle beim Erhalt seltener Pflanzen und Tiere und wird derzeit geprüft, ob es zu einem Biosphärenreservat erweitert werden kann, um den Schutz und den wissenschaftlichen Wert weiter zu erhöhen.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Naturschutzgebiet Zaqatala ist die Zeit vom späten Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter günstig ist, um zu wandern und Wasserfälle zu erkunden. Besucher sollten in Betracht ziehen, geführte Touren zu organisieren, um abgelegene Natursehenswürdigkeiten wie Wasserfälle und Höhlen sicher zu erreichen. Es empfiehlt sich, sich bei den örtlichen Behörden oder der Verwaltung des Schutzgebiets über aktuelle Informationen zum Zugang und eventuell erforderliche Genehmigungen zu informieren. Da Eintrittspreise und Rabatte nicht angegeben sind, können sich Besucher möglicherweise von Gruppenraten oder Bildungsrabatten profitieren. Eine Unterkunft in der nahegelegenen Stadt Zaqatala sollte man am besten im Voraus buchen—insbesondere in der Hochsaison.

Interessante Fakten

  • Das Schutzgebiet beherbergt Buchenbäume, die 200–250 Jahre alt sind und bis zu 30 Meter hoch werden können.
  • Im Naturschutzgebiet gibt es etwa 10 Wasserfälle, darunter der bemerkenswerte Wasserfall Gabizdere (Zaqatala), der 20 Meter in eine felsige Schlucht hinabstürzt.
  • Die nahegelegene Pichigel-Höhle bei den Ruinen einer alten Kirche kann 200–250 Menschen aufnehmen und bleibt das ganze Jahr über trocken.
  • Das Schutzgebiet umfasst über 900 Pflanzenarten, was einem Sechstel der gesamten Flora in Aserbaidschan entspricht.
  • Mehrere seltene Tiere im Schutzgebiet, etwa der Steinadler (Caucasian falcon) und der Luchs, sind im Roten Buch Aserbaidschans sowie in der IUCN Red List aufgeführt.

Geschichte

1929

Das Naturschutzgebiet Zaqatala wurde 1929 gegründet, um die einzigartige Flora und Fauna der südlichen Hänge der Berge des Großen Kaukasus zu schützen.

844

Anfangs umfasste es rund 23.844 Hektar, und das Gebiet wurde mehrfach erweitert, sodass es schließlich etwa 28.844 Hektar erreichte.

2008

Im Jahr 2008 erhöhte sich die Fläche weiter, indem angrenzende Waldschutzlandschaften einbezogen wurden, sodass sie insgesamt über 47.000 Hektar betrug.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Schutzgebiet zu einem wichtigen Erhaltungsgebiet entwickelt und bewahrt seltene Pflanzenarten sowie vielfältige, im Kaukasus endemische Tierwelt.

Die Bemühungen gehen weiter, seinen Status auf ein Biosphärenreservat zu erweitern, um ökologische Forschung und Schutz zu stärken.

Ortsführer

1
Wasserfall Gabizdere (Zaqatala)

Ein majestätischer Wasserfall mit etwa 20 Metern Höhe, der in eine enge felsige Schlucht fließt. Er gehört zu etwa zehn Wasserfällen im Schutzgebiet und ist für Besucher ein beliebtes Naturziel.

2
Pichigel-Höhle

Eine große Höhle, die sich etwa 800–1000 Meter von den Ruinen einer alten Kirche entfernt befindet. Sie wird von Mitarbeitern des Schutzgebiets für Übernachtungen genutzt. Die Höhle ist vor allem wegen ihres trockenen Inneren und der massiven Felsformationen oberhalb bekannt, umgeben von immergrünen Ranken und alten breitblättrigen Wäldern.

3
Ruinen einer alten Kirche

Ruinen einer sehr alten Kirche, die sich auf einem kleinen Plateau in der Nähe therapeutischer Sulfat-Mineralquellen am Zusammenfluss der Flüsse Rochigelchay und Kilsachay befindet, die Nebenflüsse des Katekhchay sind.