
Mausoleum von Momine Khatun
Naxçıvan
Das Mausoleum von Momine Khatun, auch bekannt als Atabek-Dom, ist ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert in Nakhchivan, Aserbaidschan. Es wurde 1186 vom Architekten Ajami ibn Abubekr Nakhchivani errichtet und gilt als herausragendes Beispiel mittelalterlicher islamischer Architektur. Ursprünglich war es 34 Meter hoch, heute misst es 25 Meter, da der ursprüngliche, zeltförmige Dom nicht erhalten ist. Das Bauwerk ist zehnseitig, besteht aus gebrannten Ziegeln und ruht auf einem Sockel, der mit rotem Tuff ausgekleidet ist sowie mit polierten Dioritplatten verkleidet wurde. Seine Außenflächen sind reich verziert mit komplexen geometrischen Ornamenten und kufischen Quran-Inschriften; jede Seite zeigt ein eigenes Muster. Das Innere ist schlichter: Zu sehen ist eine runde Kammer mit vier kreisförmigen Medaillons, in die die Namen bedeutender islamischer Persönlichkeiten eingraviert sind. Das Mausoleum wurde zu Ehren von Momine Khatun erbaut, der Mutter von Atabek Jahan Pahlavan aus der Dynastie der Eldiguziden, und ist die einzige erhaltene Anlage der ursprünglichen Atabeylar-Architektur, die einst eine große Moschee und Minarette umfasste. Architektonisch besitzt das Grab eine besondere statische Lösung: eine zentrale Stütze in Form eines Pilzes, die das Dach trägt und so die Stabilität der hohen Bögen gewährleistet. Heute ist es ein markantes Symbol für aserbaidschanisches Kulturerbe und islamische Kunst.
Planen Sie Ihre Reise nach Aserbaidschan mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Besucher sollten ihren Besuch bei Tageslicht planen, um das aufwendige Ziegelwerk und die Inschriften in vollem Umfang zu würdigen. Wo möglich, empfiehlt sich der Kauf von Tickets im Voraus. Der Zugang zum unterirdischen Kryptabereich kann eingeschränkt sein; geführte Touren können das Verständnis verbessern. Angemessene, schlichte Kleidung im Einklang mit den lokalen Gepflogenheiten wird empfohlen. Frühling und Herbst bieten angenehmes Wetter für einen Besuch.
Interessante Fakten
- •Das Mausoleum wurde von Ajami ibn Abubekr Nakhchivani erbaut, einem renommierten Architekten des 12. Jahrhunderts.
- •Seine ursprüngliche Höhe betrug 34 Meter, heute steht es bei 25 Metern – bedingt durch den Verlust des zeltförmigen Doms.
- •Das Mausoleum ist die einzige erhaltene Anlage aus dem Atabeylar-Architekturkomplex, der einst eine Moschee und Minarette umfasste.
- •Jede der zehn Seiten ist mit einzigartigen geometrischen kufischen Quran-Inschriften verziert.
- •Im Inneren befinden sich Medaillons mit den Namen von Muhammad und den ersten vier Kalifen sowie Hasan und Huseyn.
- •Das statische Design beinhaltet eine zentrale Stütze in Pilzform, die das Dach trägt und so die Stabilität der hohen Bögen gewährleistet.
Geschichte
Das Mausoleum wurde unmittelbar nach der Beisetzung von Momine Khatun, der Mutter von Atabek Jahan Pahlavan, im späten 12.
Jahrhundert errichtet.
Zunächst noch schlicht, wurde die Anlage kurz vor seinem Tod auf Geheiß von Jahan Pahlavan zu einem prächtigen Mausoleum erweitert.
Zu dem Komplex gehörten ursprünglich ein Portal mit Minaretten sowie eine Juma-Moschee, die einst höher war als das Mausoleum selbst.
Über die Jahrhunderte ist das Mausoleum das einzige erhaltene Monument aus diesem Komplex.
Sein Architekt, Ajami Nakhchivani, war für richtungsweisende Techniken bekannt, die die Stabilität des Bauwerks sicherstellten – etwa die zentrale Stütze in Pilzform, die das Dach trägt.
Das Mausoleum hat Veränderungen erfahren, darunter der Verlust des ursprünglichen Doms, steht aber weiterhin als Zeugnis für die architektonische Förderung durch die Dynastie der Eldiguziden.
Ortsführer
Außenfassade1186
Die zehnseitigen Außenwände sind mit kunstvollen geometrischen Ziegelmustern sowie kufischen Schriftinschriften bedeckt; jede Seite ist in ihrer Gestaltung einzigartig, um Quran-Verse und ornamentale Motive darzustellen.
Innenkammer1186
Das Innere des Mausoleums ist eine runde Kammer mit nur wenigen Verzierungen. Vier kreisförmige Medaillons tragen die Namen von Muhammad, Abu Bakr, Omar, Osman, Ali, Hasan und Huseyn – ein Zeichen für die islamische Verehrung.
Krypta-Ebene1186
Die Krypta liegt unterirdisch und beherbergt das Grab von Momine Khatun. Sie ist für Fußgänger nicht zugänglich, ist aber ein wesentlicher Bestandteil der Anlage und für ihre Bedeutung von zentraler Relevanz.