Naturschutzgebiet Zagatala

Naturschutzgebiet Zagatala

Balakən

65/100120 min

Das Naturschutzgebiet Zagatala, 1929 gegründet, liegt in den Bezirken Zagatala und Balakan in Aserbaidschan an den südlichen Hängen der Gebirgskette des Großen Kaukasus. Es erstreckt sich über rund 28.844 Hektar und schützt vielfältige Bergwälder und -wiesen, in denen über 900 Pflanzenarten wachsen – etwa ein Sechstel der Flora Aserbaidschans. Die Laubwälder des Reservats bedecken mehr als 60% seiner Fläche und beherbergen uralte Buchen, die bis zu 250 Jahre alt und bis zu 30 Meter hoch werden können. Hier finden zahlreiche seltene und gefährdete Tiere Unterschlupf, darunter Luchs, Dagestan-Bergziegen, Rehe, Bären sowie mehrere Greifvögel, die in Aserbaidschans Roter Liste und in der IUCN Red List aufgeführt sind. Das Schutzgebiet wird von drei reichlich fließenden Flüssen – Mazimchay, Balakenchay und Katekhchay – durchzogen. Sie entspringen im Großen Kaukasus und speisen den Alazan River. Zu den bemerkenswerten Naturattraktionen zählen etwa zehn Wasserfälle: Besonders eindrucksvoll ist der mächtige Gabizdere (Zagatala)-Wasserfall, der 20 Meter in eine felsige Schlucht stürzt, sowie zahlreiche Sulfat-Mineralquellen, die für ihre Heilwirkung bekannt sind. Das Gebiet umfasst außerdem historische Ruinen, darunter eine alte Kirche nahe einer großen Pichigel-Höhle, die von Mitarbeitern des Reservats genutzt wird. Die Aufgabe des Schutzgebiets ist darauf ausgerichtet, diese einzigartigen Ökosysteme zu erhalten und ihre Flora und Fauna zu erforschen.

Planen Sie Ihre Reise nach Aserbaidschan mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Naturschutzgebiet Zagatala sind der späte Frühling bis zum frühen Herbst, wenn das Wetter ideal für Wanderungen und das Erkunden der Wasserfälle ist. Besucher sollten überlegen, geführte Touren zu buchen, um abgelegene Bereiche sicher zu erreichen und mehr über die Biodiversität des Reservats zu erfahren. Empfehlenswert sind vorherige Anfragen zu Zugangsmöglichkeiten und eventuell erforderlichen Genehmigungen. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende oder Gruppen – Details sollten vor Ort erfragt werden. Aufgrund des abwechslungsreichen Geländes und der Höhenlage werden bequeme Wanderschuhe und wettergerechte Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Das Reservat beherbergt Buchen, die 200–250 Jahre alt sind und bis zu 30 Meter Höhe erreichen können.
  • Das Naturschutzgebiet Zagatala beherbergt etwa 10 Wasserfälle, darunter der bemerkenswerte Gabizdere (Zagatala)-Wasserfall, der 20 Meter in eine felsige Schlucht stürzt.
  • Im Reservat gibt es 15–17 Sulfat-Mineralquellen, von denen einige angeblich heilende Eigenschaften haben.
  • Eine große Höhle namens Pichigel-Höhle nahe den Ruinen einer alten Kirche kann 200–250 Menschen aufnehmen und bleibt das ganze Jahr über trocken.
  • Mehrere Tiere im Reservat, darunter der Luchs und der Kaukasusfalke, sind in Aserbaidschans Roter Liste sowie in der IUCN Red List aufgeführt.

Geschichte

1929

Das Naturschutzgebiet Zagatala wurde 1929 gegründet, um die einzigartige Flora und Fauna der südlichen Vorgebirge des Großen Kaukasus zu bewahren.

844

Zunächst umfasste es 23.844 Hektar; sein Gebiet wurde mehrmals erweitert und erreichte durch die Aufnahme angrenzender Waldflächen bis 2008 etwa 47.349 Hektar.

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Grenzen und die Naturschutzziele des Reservats weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt standen dabei zunehmend der Schutz seltener Pflanzen und Tiere.

Das Vorhandensein alter Ruinen und Höhlen innerhalb des Gebiets zeugt von menschlicher Aktivität in der Vergangenheit, wobei der Fokus des Reservats primär auf der natürlichen Bewahrung liegt.

Ortsführer

1
Gabizdere (Zagatala)-Wasserfall

Ein imposanter Wasserfall, der etwa 20 Meter in eine enge felsige Schlucht stürzt und innerhalb des Reservats ein spektakuläres Naturerlebnis schafft.

2
Pichigel-Höhle

Eine große, trockene Höhle nahe den Ruinen einer alten Kirche, die vom Personal des Reservats für Übernachtungen genutzt wird. Sie ist von Laubwäldern umgeben und bietet monolithische Felsformationen mit immergrünen Ranken.

3
Ruinen einer alten Kirche

Ruinen einer sehr alten Kirche auf einem kleinen Plateau nahe der therapeutischen Sulfat-Mineralquelle am Zusammenfluss der Flüsse Rochigelchay und Kilsachay.