
See Göygöl
Azerbaijan
Der bei Gəncə gelegene See Göygöl in Aserbaidschan ist ein natürlicher Bergsee. Er entstand 1139 nach einem schweren Erdbeben, das durch einen Erdrutsch den Fluss Kürəkçay aufstaute. Der See umfasst eine Fläche von 0,78 km² und liegt auf einer Höhe von etwa 1553 Metern über dem Meeresspiegel. Mit rund 2800 Metern Länge und 800 Metern Breite erreicht er Tiefen von bis zu 93 Metern. Das Wasser ist so rein, dass man das Leben unter Wasser noch 8 bis 10 Meter unter der Oberfläche erkennen kann. Der See ist außerdem Heimat der einzigartigen Göygöl-Forelle, einer Art, die sich aus der Bachforelle entwickelt hat, nachdem der See entstanden war. Eingebettet in das reizvolle Gebiet Greater Göygöl, das 19 Seen wie Maralgol und Zelilgöl umfasst, herrschen hier trockene Winter und milde bis warme Sommer mit moderaten Niederschlägen. Der See und seine Umgebung wurden 1925 zum staatlichen Reservat erklärt und später 2008 zum Göygöl-Nationalpark – so ist das Gebiet als geschützte Naturregion ausgewiesen und zugleich ein beliebtes Touristenziel. In der Nähe sind zudem Reste deutscher Kulturgeschichte erhalten, darunter eine alte lutherische Kirche aus dem Jahr 1854, die an die Geschichte deutscher Siedler in der Region erinnert. Die stille Schönheit des Sees hat bereits zahlreiche Werke der Literatur und Musik inspiriert und unterstreicht damit seine kulturelle Bedeutung.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Sees Göygöl sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter mild ist und die Landschaft besonders lebendig wirkt. Besucher sollten sich im Voraus über mögliche Parkregeln oder Angebote für geführte Touren informieren. Zwar können Eintrittsgebühren oder Genehmigungen erforderlich sein, doch das Vorabkaufen von Tickets hilft, Wartezeiten zu vermeiden. Die Gegend bietet Möglichkeiten zum Wandern, Fotografieren und zum Genießen der natürlichen Ruhe. Wer ein noch umfassenderes Erlebnis sucht, sollte außerdem die nahegelegenen Kulturorte mit deutschem Hintergrund erkunden.
Interessante Fakten
- •Der See entstand 1139 auf natürliche Weise durch einen durch ein Erdbeben ausgelösten Erdrutsch.
- •Die Göygöl-Forelle ist eine einzigartige Fischart, die sich speziell in diesem See entwickelt hat.
- •Das Gebiet Greater Göygöl umfasst 19 Seen, von denen acht als große Seen eingestuft sind.
- •Durch die hohe Wassertransparenz ist das Leben unter Wasser bis in eine Tiefe von 10 Metern sichtbar.
- •Die nahegelegene Stadt Khanlar wurde 2008 nach dem See benannt und damit seine Bedeutung hervorgehoben.
Geschichte
Der See Göygöl entstand 1139, als ein Erdbeben einen Erdrutsch auslöste, der den Fluss Kürəkçay blockierte und so den See schuf.
Die nahegelegene Stadt Khanlar wurde ursprünglich 1819 von deutschen Siedlern als Helenendorf gegründet und nach dem See im Jahr 2008 umbenannt.
Die deutsche Bevölkerung wurde während des Zweiten Weltkriegs auf sowjetische Anordnung hin umgesiedelt.
Das Gebiet des Sees wurde ab 1925 als staatliches Reservat geschützt und später 2008 zu einem Nationalpark aufgewertet – ein Zeichen für seine ökologische und kulturelle Bedeutung.
Ortsführer
Göygöl-See
Die Hauptattraktion: Dieser natürliche Bergsee begeistert mit kristallklaren blau schimmernden Wassern, einer reichen Unterwasserwelt – darunter die einzigartige Göygöl-Forelle – sowie mit einer beeindruckenden Bergkulisse.
Seen im Gebiet Greater Göygöl
Eine Sammlung von 19 Seen rund um den See Göygöl – darunter bekannte Gewässer wie Maralgol und Zelilgöl. Die Vielfalt der Naturlebensräume sowie die großartige Aussicht machen das Gebiet besonders reizvoll.
Kulturelle Stätten mit deutschem Erbe1854
In der Nähe finden sich Siedlungen mit Denkmälern und eine alte lutherische Kirche, die 1854 erbaut wurde – Überreste der deutschen Siedler, die Helenendorf 1819 gegründet hatten.