HMAS Ovens U-Boot

HMAS Ovens U-Boot

Western Australia

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HMAS Ovens war ein U-Boot der Oberon-Klasse, das der Royal Australian Navy von 1969 bis zur Außerdienststellung 1995 diente. Benannt nach dem Entdecker John Ovens, wurde das U-Boot von der Scotts Shipbuilding & Engineering Company in Schottland gebaut. Es machte vor allem dadurch von sich reden, dass es das erste australische U-Boot war, das bei der ANZUK-Force eingesetzt wurde, und das 1987 einen scharf gefeuerten Mark-48-Torpedo abgab und damit das Zielschiff HMAS Colac versenkte. Die Oberon-Klasse bot gegenüber ihren Vorgängern deutliche Verbesserungen bei der Rumpfstruktur, der Tarnung (Stealth) und den Sensorsystemen. Mit einer Länge von 90 Metern konnte das U-Boot in Tiefen von bis zu 200 Metern vordringen. An Bord waren Offiziere, Seeleute und Auszubildende; bewaffnet war es mit Torpedos und Seezielflugkörpern. Heute wird HMAS Ovens im Western Australian Maritime Museum in Fremantle aufbewahrt, wo Besucher etwas über seine Einsatzgeschichte und seine Bedeutung für Australiens Marineverteidigung erfahren. Das Museum selbst zeigt zudem das maritime Erbe Westaustraliens und liefert Einblicke in die Segel- und Abenteuerhistorie des Bundesstaats.

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Tipp: Das WA Maritime Museum, einschließlich des HMAS Ovens U-Boots, ist täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr geöffnet – außer an großen gesetzlichen Feiertagen wie Good Friday, Christmas Day und Boxing Day, an denen es geschlossen ist. Der Anzac-Day-Zugang beginnt um 13:00 Uhr. Besucher sollten die Öffnungszeiten vorab prüfen und für ganzjährigen Zugang sowie Ermäßigungen eine Mitgliedschaft in Betracht ziehen. Bitte beachten: Touren an Bord von HMAS Ovens sind für Besucher mit eingeschränkter Mobilität nicht zugänglich. In der Hochsaison wird der Vorabkauf von Tickets empfohlen.

Interessante Fakten

  • HMAS Ovens war das erste U-Boot der Royal Australian Navy, das 1972 bei der ANZUK-Force eingesetzt wurde.
  • Es war das erste U-Boot der RAN, das einen scharf gefeuerten Mark-48-Torpedo abfeuerte und damit 1987 das Zielschiff HMAS Colac erfolgreich versenkte.
  • Bei einer Übung im Jahr 1976 meldete HMAS Ovens erfolgreiche „Angriffe“ auf 170.000 Tonnen an Schifffahrt an – darunter auch der Flugzeugträger USS Enterprise.
  • Das U-Boot hisste nach der Rückkehr von einer erfolgreichen Mission eine „Jolly Roger“-Flagge – eine Seemannstradition der Marine, die einen Treffer anzeigt.
  • HMAS Ovens wurde nach John Ovens benannt, einem irisch-australischen Entdecker, sowie nach dem Fluss Ovens in Victoria.

Geschichte

1966

HMAS Ovens wurde 1966 auf Kiel gelegt, 1967 vom Stapel gelassen und 1969 in die Royal Australian Navy aufgenommen.

Es gehörte zur Oberon-Klasse von U-Booten, die eine Weiterentwicklung der Porpoise-Klasse war – ausgelegt für verbesserte Tarnung und zusätzliche Einsatzfähigkeiten.

Während seiner Dienstzeit nahm Ovens an bedeutenden Marineübungen und -einsätzen teil.

1972

Dazu gehörte, dass es 1972 als erstes RAN-U-Boot mit der ANZUK-Force eingesetzt wurde, sowie dass es 1987 als erstes einen scharf gefeuerten Mark-48-Torpedo abfeuerte.

1995

Das Schiff wurde 1995 außer Dienst gestellt und als Museums- und Ausstellungsschiff erhalten, um seine Rolle in der australischen Marinegeschichte zu würdigen.

Ortsführer

1
Leitstand (Control Room)1969

Das Nerven- und Steuerzentrum von HMAS Ovens, in dem Navigation, Sonar- und Waffensysteme betrieben wurden. Besucher können originale Instrumente sehen und mehr über die U-Boot-Einsätze in der Zeit des Kalten Krieges erfahren.

2
Torpedoraum (Torpedo Room)1969

Präsentiert die sechs 21-Zoll-Torpedorohre, mit denen Mark-48-Torpedos sowie Sub Harpoon-Raketen (Sub Harpoon missiles) gestartet werden. Exponate erklären die Bewaffnung und die Taktiken, die das U-Boot einsetzte.

3
Unterkünfte der Besatzung (Crew Quarters)1969

Zeigt die Lebensbedingungen der Offiziere und Seeleute an Bord des U-Boots – und macht dabei deutlich, wie kompakt und effizient der Platz genutzt wurde, für bis zu 60 Besatzungsmitglieder sowie Auszubildende.

4
Maschinenraum (Engine Room)1969

Hier befinden sich die Dieselgeneratoren und Elektromotoren, die das U-Boot mit seinen zwei Wellen antreiben – und so Geschwindigkeiten von bis zu 17 Knoten im getauchten Zustand ermöglichen.

Kontakt

Telefon: 1300134081