MONA (Museum of Old and New Art)

MONA (Museum of Old and New Art)

Tasmania

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Das Museum of Old and New Art (MONA) ist ein innovatives und größtes privat finanziertes Museum auf der Südhalbkugel. Es liegt auf der Halbinsel Berriedale in Hobart, Tasmanien, innerhalb des Moorilla-Weinguts. Das Museum wurde 2011 eröffnet und präsentiert eine große Sammlung mit über 1.900 Kunstwerken aus David Walshs privater Sammlung – von antiken über moderne bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten. Bekannt ist MONA vor allem für seine provokanten zentralen Themen Sex und Tod, die Besucher ganz bewusst dazu anregen, ihre Wahrnehmungen und Gefühle zu hinterfragen. Architektonisch ist MONA einzigartig: Es wurde überwiegend unterirdisch gebaut, mit verwinkelten Ausstellungsbereichen, die über eine abwärtsführende Spiraltreppe erreicht werden. So entsteht eine immersive und unheilvolle Atmosphäre ohne Fenster – entwickelt, um zu überraschen und einzuladen. Auf klassische Beschriftungen verzichtet das Museum und setzt stattdessen auf eine interaktive Mobile-App namens „The O“, die für jedes Kunstwerk mehrere Deutungsebenen bereithält. Außerdem veranstaltet MONA die jährlichen Festivals Mona Foma und Dark Mofo mit großformatiger Kunst im öffentlichen Raum und Live-Performances, die die kulturelle Bedeutung weiter stärken. Zur Sammlung gehören unter anderem bedeutende Werke wie das „Snake“-Mural von Sidney Nolan und „Cloaca Professional“ von Wim Delvoye. Die laufenden Kosten werden durch das Weingut, die Brauerei, das Restaurant und das Hotel vor Ort getragen; für Besucher, die nicht aus Tasmanien kommen, wird eine Eintrittsgebühr erhoben. MONA bietet außerdem eine einzigartige „Eternity Membership“, die lebenslangen Zugang gewährt und die Möglichkeit beinhaltet, dass die sterblichen Überreste der Mitglieder auf dem Gelände untergebracht werden – ein klares Zeichen für den avantgardistischen Geist.

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Tipp: Besuchen Sie MONA während der Festivals Mona Foma oder Dark Mofo, um großformatige Kunst im öffentlichen Raum und Live-Performances zu erleben. Fahren Sie mit der Fähre entlang des River Derwent an – so kommt man besonders schön an. Kaufen Sie Tickets am besten im Voraus, vor allem während der Festivals, und ziehen Sie eine Mitgliedschaft in Betracht, die unter anderem lebenslangen Eintritt bietet. Für Tasmanier ist der Eintritt frei, während Besucher aus anderen Bundesstaaten und aus dem Ausland eine Eintrittsgebühr zahlen. Planen Sie Zeit ein, um die verwinkelten Bereiche des Museums zu erkunden, und nutzen Sie die interaktive App „The O“, um Ihren Besuch zu bereichern.

Interessante Fakten

  • MONA ist das größte privat finanzierte Museum auf der Südhalbkugel.
  • Die Architektur ist größtenteils unterirdisch in die Klippen gebaut und schafft so ein fensterloses, verwinkeltes Erlebnis.
  • Zur Sammlung von MONA gehört eine Maschine, die die menschliche Verdauung nachbildet – „Cloaca Professional“.
  • Besucher nutzen eine Mobile-App namens „The O“, um Informationen und mehrere Deutungen zu Kunstwerken zu erhalten – statt auf klassische Beschriftungen zu setzen.
  • MONA bietet eine „Eternity Membership“, die es ermöglicht, Mitglieder einäschern zu lassen und ihre Überreste auf dem Friedhof des Museums unterzubringen.

Geschichte

2001

MONA entstand aus dem Moorilla Museum of Antiquities, das 2001 von David Walsh gegründet wurde und 2006 wegen größerer Renovierungsarbeiten schloss.

2011

Das heutige Museum eröffnete 2011 – zeitgleich mit dem dritten MOFO-Festival – und leitete damit eine neue Ära in der Kulturlandschaft Tasmaniens ein.

Die unterirdische Gestaltung wurde gewählt, um das Erbe der bestehenden Gebäude zu bewahren und zugleich ein einzigartiges Besuchererlebnis zu schaffen.

Seit der Eröffnung ist MONA zu einem kulturellen Mittelpunkt geworden: mit jährlichen Festivals sowie dem Ausbau seiner Sammlung und seines Einflusses in der Kunstwelt.

Ortsführer

1
Eingang und Spiraltreppe

Besucher gelangen zu MONA, indem sie eine scheinbar endlose Spiraltreppe hinabsteigen – unterirdisch führt sie zu den Hauptebenen der Ausstellung. Die Route ist darauf ausgelegt, ein Gefühl von Geheimnis und intensives Eintauchen zu erzeugen.

2
Hauptebene der Ausstellung2011
Katsalidis Architects

Drei Ebenen mit verwinkelten Galerien zeigen über 1.900 Kunstwerke in nicht-chronologischer Reihenfolge – ohne Beschriftungen. Das soll zur persönlichen Entdeckung anregen, unterstützt durch die interaktive App „The O“.

3
Bedeutendes Kunstwerk: Sidney Nolan’s „Snake“-Mural2011
Sidney Nolan

Australiens größtes modernistisches Kunstwerk, das bei der Eröffnungsausstellung von MONA „Monanism“ zum ersten Mal öffentlich in Australien zu sehen war.

4
Bedeutendes Kunstwerk: Wim Delvoye’s „Cloaca Professional“
Wim Delvoye

Eine Maschine, die das menschliche Verdauungssystem nachbildet: Sie macht aus Nahrung Fäkalien und gibt diese täglich als lebendes Kunstwerk wieder ab.

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