
Karlskirche
Wien
Die Karlskirche liegt an der Südseite des Karlsplatzes in Wien und zählt zu den bedeutendsten Barockkirchen nördlich der Alpen sowie zu den markanten Wahrzeichen Wiens. Die dem Heiligen Karl Borromäus gewidmete Kirche, einem Schutzpatron gegen die Pest, wurde von Kaiser Karl VI. in Auftrag gegeben – nach einem Gelübde, das er während der verheerenden Pestepidemie von 1713 abgelegt hatte. Der Entwurf von Johann Bernhard Fischer von Erlach und die spätere Vollendung durch seinen Sohn vereint Elemente der römischen und byzantinischen Architektur, vor allem inspiriert von der Hagia Sophia und der Trajanssäule. Der Bau begann 1716 und zeigt eine große Kuppel, flankiert von zwei monumentalen Säulen, die mit Reliefs geschmückt sind, welche das Leben des Heiligen Karl Borromäus darstellen. Bis 1918 diente die Kirche als kaiserliche Hofpfarrkirche und ist bis heute ein lebendiger Ort des Glaubens und kultureller Veranstaltungen – darunter auch renommierte Konzerte mit Kirchenmusik. Ihre eindrucksvolle Architektur, ihre historische Bedeutung und die künstlerisch gestalteten Innenräume machen die Karlskirche zu einem Muss in Wien.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie die Karlskirche am Vormittag oder am späten Nachmittag, um das natürliche Licht zu genießen, das die Kuppelfresken illuminiert. Tickets können vor Ort oder online gekauft werden; Ermäßigungen gibt es für Studierende und Gruppen. Erwägen Sie, eines der klassischen Konzerte der Kirche zu besuchen, um Akustik und Atmosphäre zu erleben. Die Kirche ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Station Karlsplatz erreichbar, und geführte Touren werden angeboten, um noch mehr über Geschichte und Kunst zu erfahren.
Interessante Fakten
- •Der Entwurf der Karlskirche verbindet auf einzigartige Weise barocke, römische und byzantinische Architektur-Elemente – vor allem inspiriert von der Hagia Sophia in Istanbul.
- •Die Kirche wurde 1713 nach der verheerenden Pest in Wien als votive Gabe von Kaiser Karl VI. errichtet.
- •Die beiden großen Säulen links und rechts des Eingangs sind mit spiralförmigen Reliefs verziert, die Szenen aus dem Leben des Heiligen Karl Borromäus darstellen – eine Erinnerung an die Trajanssäule in Rom.
- •Seit 1738 wird die Kirche von dem Orden der Ritter des Kreuzes mit dem Roten Stern aus Prag betreut.
- •Die Karlskirche bietet ein lebendiges Programm an Konzerten mit Kirchenmusik und führt damit eine reiche Tradition der sakralen Musik in Wien fort.
Geschichte
Die Kirche wurde 1713 von Kaiser Karl VI.
in Auftrag gegeben – als votive Gabe an den Heiligen Karl Borromäus, um das Ende der Pestepidemie in Wien zu erbitten.
Johann Bernhard Fischer von Erlach gewann den architektonischen Wettbewerb für den Entwurf der Kirche, die eine Verbindung zwischen Rom und Byzanz symbolisieren sollte.
Der Bau begann 1716 und wurde in der ersten Hälfte des 18.
Jahrhunderts vollendet.
Bis zum Ende der Habsburgermonarchie Österreich-Ungarn im Jahr 1918 diente die Karlskirche als Hofpfarrkirche.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie von verschiedenen Ordensgemeinschaften betreut und ist heute weiterhin ein aktives Zentrum für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen.
Ortsführer
Hauptkuppel und Fresken18. Jahrhundert
Die prächtige Kuppel ist mit großartigen Fresken geschmückt, die das Leben und die Wunder des Heiligen Karl Borromäus darstellen und barocke Kunstfertigkeit sowie religiöse Symbolik eindrucksvoll zeigen.
ReliefsäulenFrühes 18. Jahrhundert
Zwei monumentale Säulen flankieren den Eingang und sind mit spiralförmigen Reliefs verziert, die Szenen aus dem Leben des Heiligen Karl Borromäus zeigen; inspiriert ist das Motiv von der Trajanssäule in Rom.
Hochaltar18. Jahrhundert
Der Hochaltar ist reich verziert mit barocker Dekoration sowie einem Gemälde, das dem Heiligen Karl Borromäus gewidmet ist, und ist damit der Mittelpunkt des Gottesdienstes.
KirchenorgelVerschiedene Restaurierungen seit dem 18. Jahrhundert
Die historische Orgel, die sich auf der Empore im Chor befindet, wird für Gottesdienste und Konzerte genutzt und trägt zur bekannten musikalischen Tradition der Kirche bei.
Kontakt
Telefon: 01 5046187