
Café Central
Wien
Das Café Central in der Herrengasse 14 im Wien Innere Stadt ist ein traditionsreiches Kaffeehaus, das 1876 gegründet wurde – innerhalb des Palais Ferstel. Das Gebäude wurde von Heinrich von Ferstel im Stil der Neorenaissance entworfen. In der zweiten Hälfte des 19. und im frühen 20. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem bedeutenden Treffpunkt für Wiens Intellektuelle, Künstler und politische Persönlichkeiten. Zu den Stammgästen zählten unter anderem Sigmund Freud, Leon Trotsky, Stefan Zweig und viele weitere. Bekannt wurde das Café als „Schachschule“, weil es bei Schachspielern besonders beliebt war. Es war außerdem ein Zentrum des Wiener Kreises der logischen Positivisten. Nach der Schließung während des Zweiten Weltkriegs eröffnete es 1975 erneut und wurde 1986 ein weiteres Mal renoviert. Heute ist es nach wie vor ein viel beachtetes Kulturdenkmal und eine touristische Attraktion – ein Mix aus traditioneller Wiener Kaffeehauskultur und seinem reichen literarischen sowie historischen Erbe.
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Tipp: Besucher sollten erwägen, das Café Central unter der Woche zu besuchen, um die Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden und die historische Atmosphäre in vollen Zügen zu genießen. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten und mögliche temporäre Schließungen im Voraus zu prüfen – insbesondere wegen der geplanten Renovierungsarbeiten von März bis in den Herbst 2026. Für das leibliche Wohl ist eine vorherige Reservierung empfehlenswert, und während der Renovierungsphasen können Touristen auch das nahegelegene Café DECENTRAL besuchen. Je nach Gruppe oder kulturellem Event können Ermäßigungen oder besondere Angebote verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Das Café Central wurde wegen der vielen Schachmeister, die dort regelmäßig spielten, als „Schachschule“ benannt.
- •Im Januar 1913 gehörten zu den bekannten Gästen Josip Broz Tito, Sigmund Freud und Joseph Stalin.
- •Das Café beherbergte Mitglieder des Wiener Kreises – einer Gruppe von Philosophen und Wissenschaftlern, die den logischen Positivismus prägten.
- •Der berühmte Schriftsteller Peter Altenberg soll das Café Central einmal als offizielle Postadresse genutzt haben.
- •Das Café bot seinen Gästen einst 250 Zeitungen in 22 verschiedenen Sprachen an.
Geschichte
Das Café Central eröffnete am 16.
April 1876 im Bereich Bank-Bazar des Palais Ferstel, das von Heinrich von Ferstel zwischen 1856 und 1860 entworfen wurde.
Nach dem Abriss des Café Griensteidl wurde es schon bald zu einem zentralen Treffpunkt der geistigen Elite Wiens.
1943 musste das Café nach teilweiser Zerstörung im Zweiten Weltkrieg schließen, wurde jedoch wiederhergestellt und 1975 erneut eröffnet.
Eine größere Renovierung folgte erneut 1986.
Seitdem hat es seinen Status als historischer Kulturort und beliebtes Café bewahrt.
Ortsführer
Hauptsaal1876
Der prachtvolle große Saal im Erdgeschoss besticht durch eine elegante Architektur im Stil der Neorenaissance, hohe Decken und Statuen – darunter auch eine von Peter Altenberg –, die die historische Atmosphäre des Cafés widerspiegeln.
Schachbereich (1. Stock)Late 19th to early 20th century
Historisch für Schachpartien genutzt, war dieser Bereich bei bedeutenden Schachmeistern besonders beliebt und wurde „Schachschule“ genannt.
Kontakt
Telefon: 01 5333763