
Naschmarkt
Wien
Der Naschmarkt ist ein weithin bekannter Markt im Freien entlang der Wienzeile im 6. Bezirk Mariahilf. Er erstreckt sich über etwa 1,5 Kilometer und ist der größte innerstädtische Markt in Wien. Berühmt ist er für sein vielfältiges Angebot an frischem Obst, Gemüse, exotischen Kräutern, Käse, Fleisch, Fisch und Gebäck. Außerdem finden sich hier zahlreiche kleine Restaurants mit internationaler und traditionell- Wiener Küche – darunter Klassiker wie Kaiserschmarrn und Palatschinken. Samstags wird die lebendige Atmosphäre durch einen angrenzenden Flohmarkt zusätzlich angeheizt, der mit einer großen Auswahl an Secondhand-Waren aufwartet. Die besondere Lage des Markts am gewölbten Wienfluss sowie die historischen Marktpavillons, die im frühen 20. Jahrhundert errichtet wurden, verleihen ihm seinen ganz eigenen Charme. Seit dem späten 20. Jahrhundert hat sich der Naschmarkt zu einem wichtigen kulturellen und sozialen Treffpunkt entwickelt – mit Gästen aus der ganzen Welt, die die lebhafte Stimmung und die kulinarische Vielfalt erleben möchten.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Naschmarkt sind Wochentage vormittags, um größere Menschenmengen zu vermeiden. Am Samstag erwartet dich ein besonderes Erlebnis mit dem beliebten Flohmarkt. Für das frischeste Obst und Gemüse lohnt es sich, früh zu kommen, und die große Bandbreite an Essensständen in Ruhe zu erkunden. Eintrittskarten sind nicht nötig, da es sich um einen öffentlichen Markt handelt – Besucher sollten jedoch darauf vorbereitet sein, dass an vielen Ständen bar bezahlt wird. Einige Anbieter gewähren möglicherweise Rabatte bei größeren Mengen. Aufgrund der Länge des Markts sind bequeme Laufschuhe empfehlenswert.
Interessante Fakten
- •Der Naschmarkt ist Wiens größter innerstädtischer Markt und umfasst über 2,3 Hektar.
- •Der Name des Markts dürfte entweder auf Milchbehälter aus Aschenholz oder auf die frühere Nutzung des Gebietes als Aschedeponie zurückgehen.
- •Seit 1977 findet jeden Samstag ein beliebter Flohmarkt statt, der viele Besucher anzieht.
- •Die Marktpavillons wurden zwischen 1910 und 1916 in einem einheitlichen architektonischen Stil errichtet.
- •Der Naschmarkt liegt am gewölbten Wienfluss – ein städtebauliches Ingenieursprojekt aus dem späten 19. Jahrhundert.
Geschichte
Die Ursprünge des Naschmarkts reichen bis ins 16.
Jahrhundert zurück, als er als Aschenmarkt bekannt war – möglicherweise benannt nach Milchbehältern aus Aschenholz oder nach der früheren Nutzung des Areals als Asche- und Müllkippe.
1780 wurde der Markt in den Bereich entlang des Wienflusses verlegt, außerhalb der Stadtmauern.
Er diente in erster Linie als Milchmarkt.
Bis 1793 schrieben Vorschriften vor, dass alle Früchte und Gemüsesorten, die mit Wagen nach Wien geliefert wurden, dort verkauft werden mussten.
Der Markt wurde etwa um 1820 offiziell Naschmarkt genannt – wahrscheinlich abgeleitet von den dort angebotenen exotischen Süßigkeiten und Delikatessen.
Im späten 19.
und frühen 20.
Jahrhundert wurde der Wienfluss reguliert und überbaut, und der Markt wurde mit einheitlichen Pavillons ausgebaut, die von Friedrich Jäckel entworfen wurden – damit erhielt er seine heutige Form.
Seit 1977 beherbergt der Markt jeden Samstag einen bekannten Flohmarkt, der seine kulturelle Bedeutung weiter stärkt.
Ortsführer
Marktpavillons1910-1916
Über 120 einheitliche Marktstände aus Mauerwerk, die zwischen 1910 und 1916 errichtet wurden. Sie zeigen die Marktarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts in Wien und wurden von Friedrich Jäckel entworfen.
Wienfluss-Gewölbe1899-1915
Der gewölbte Abschnitt des Wienflusses unter dem Markt, errichtet an der Wende zum 20. Jahrhundert, um den Fluss zu regulieren und Raum für die städtische Entwicklung zu schaffen – einschließlich des Naschmarkts.
Samstags-Flohmarkt1977-present
Ein lebhafter Flohmarkt, der seit 1977 jeden Samstag auf einem angrenzenden Areal stattfindet – mit einer Vielfalt an Secondhand-Artikeln und Antiquitäten und damit ein zusätzlicher Baustein für die lebendige Kulturszene des Markts.