Stephansdom

Stephansdom

Wien

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Der Stephansdom, wie er in Wien genannt wird (Stephansdom), ist eine römisch-katholische Kathedrale und eines der wichtigsten religiösen und kulturellen Wahrzeichen Wiens. Die Kathedrale steht an der Stelle zweier früherer Kirchen, deren Anfänge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Die heutige romanisch-gotische Architektur wurde im Wesentlichen im 14. Jahrhundert unter Herzog Rudolf IV. geprägt. Berühmt ist der Dom für sein mehrfarbiges Kachel­dach und seinen hohen Südturm, der einst das höchste freistehende Bauwerk in Europa war. Im Inneren befindet sich ein dreischiffiger Chor, der dem heiligen Stephan und allen Heiligen gewidmet ist, während die Seitenschiffe dem heiligen Maria sowie den Aposteln geweiht sind. Der Stephansdom war Zeuge vieler bedeutender Ereignisse der Habsburger- und österreichischen Geschichte und ist Sitz des Erzbischofs von Wien. Bis heute ist er eine aktive Pfarrkirche und zugleich ein Symbol für Wiens geistiges und architektonisches Erbe. Die Pummerin-Glocke im Nordturm gehört zu den größten läutenden Glocken Europas, und die Türme mit ihren 256 Stufen bieten panoramische Ausblicke über die Stadt. Durch fortlaufende Restaurierungen bleibt der mittelalterliche Charakter erhalten – und der Besuch ist für alle, die sich für Geschichte und Architektur interessieren, ein absolutes Muss.

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Tipp: Besuchen Sie den Stephansdom am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, um den größten Andrang zu vermeiden und die ruhigeren Momente im Inneren zu genießen. In der Hochsaison empfiehlt sich, geführte Touren oder Tickets im Voraus zu buchen. Für Studierende, Senioren und Gruppen gibt es Ermäßigungen für Besucher. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und besonderen Veranstaltungen – besonders rund um religiöse Feiertage, wenn es einzigartige Zeremonien und Glockengeläut gibt.

Interessante Fakten

  • Der Südturm des Stephansdoms war nach seiner Fertigstellung 1433 über 50 Jahre lang das höchste freistehende Bauwerk in Europa.
  • Das Kachel­dach des Doms zeigt ein unverwechselbares Muster mit dem Doppeladler – ein Symbol für die Habsburger Dynastie und die Stadt Wien.
  • Die Pummerin-Glocke im Nordturm ist die drittgrößte frei schwingende Glocke Europas.
  • Bei Ausgrabungen wurden Gräber entdeckt, die bis ins 4. Jahrhundert zurückreichen – ein Hinweis auf eine lange Tradition der sakralen Nutzung des Areals.
  • In der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie durfte kein Kirchbau höher sein als der Südturm des Stephansdoms. Das beeinflusste unter anderem die Höhe anderer Kathedralen wie des Mariä-Empfängnis-Doms in Linz.

Geschichte

1147

Die Anfänge des Doms reichen zurück bis zu einer 1147 geweihten Pfarrkirche, die auf einem Areal errichtet wurde, auf dem Gräber aus der Römerzeit auf eine frühere religiöse Bedeutung des Ortes hinweisen.

1258

Nach einem zerstörerischen Brand 1258 wurde eine größere romanische Kirche errichtet und 1263 geweiht.

Im 14.

Jahrhundert begannen unter König Albrecht I.

und Herzog Rudolf IV.

1433

die gotischen Erweiterungen: Der Chor wurde deutlich vergrößert, und der Bau des markanten Südturms wurde angestoßen; fertiggestellt wurde er 1433.

Der Nordturm blieb im frühen 16.

Jahrhundert unvollendet.

1365

1365 wurde der Stephansdom von einer Pfarrkirche zu einer Kapitelkirche erhoben, und bis 1469 wurde er zur Mutterkirche des neu gegründeten Bistums Wien.

1722

Die Bischofssitz-Erhebung zum Erzbistum erfolgte 1722 – damit wurde die religiöse Bedeutung der Kathedrale in Österreich endgültig gefestigt.

Ortsführer

1
Südturm (Steffl)1433
Meisterbaumeister Hans Puchsbaum und andere

Der Südturm ist ein architektonisches Meisterwerk und ragt 136,4 Meter in die Höhe. Er war über 50 Jahre lang das höchste freistehende Bauwerk in Europa. Besucher können die 343 Stufen erklimmen und genießen einen Panoramablick über Wien.

2
Pummerin-Glocke1957 (recast)

Die Pummerin befindet sich im Nordturm und ist die drittgrößte frei schwingende Glocke Europas. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus Kanonenmetall gegossen und steht symbolisch für Erneuerung und Frieden.

3
Romanische Westfassade und Türme1230-1263

Die Westfassade bewahrt Teile der ursprünglichen romanischen Bausubstanz, die zwischen 1230 und 1263 errichtet wurde – darunter auch die beiden „Heidentürme“ bzw. „Heathen Towers“, die etwa 65 Meter hoch sind.

4
Gotischer Chor und Langhaus1304-1474

Der Chor wurde unter König Albrecht I. und Herzog Rudolf IV. errichtet und ist als dreischiffige Anlage gestaltet. Er ist dem heiligen Stephan und allen Heiligen gewidmet; die detaillierten gotischen Gewölbe wurden bis 1474 fertiggestellt.

Kontakt

Telefon: 01 515523530