Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn

Wien

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Schloss Schönbrunn, im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing gelegen, ist ein großes barockes Schloss, das als wichtigste Sommerresidenz der Habsburger Herrscher diente. Mit 1.441 Zimmern zählt es zu den bedeutendsten architektonischen und kulturellen Denkmälern Österreichs. Die Geschichte des Schlosses reicht über 300 Jahre zurück und spiegelt die sich wandelnden Vorlieben aufeinanderfolgender Monarchen wider – besonders Kaiserin Maria Theresia, die es in der Mitte des 18. Jahrhunderts maßgeblich umbauen ließ. Zum Schlosskomplex gehören weitläufige Gärten im französischen Stil mit dem Großen Parterre, dem Neptunbrunnen, dem auf einem Hügel thronenden Pavillon Gloriette sowie dem ältesten Zoo der Welt. Das Schloss wurde ursprünglich von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen und später von Nikolaus Pacassi fertiggestellt. Das Schloss erlebte bedeutende historische Ereignisse – darunter die Geburt und der Tod von Kaiser Franz Joseph sowie die Ausrichtung des Treffens Kennedy-Kruschtschow im Jahr 1961. Heute ist Schönbrunn ein UNESCO-Welterbestätte und eine der beliebtesten Attraktionen Wiens. Berühmt ist es vor allem für seine prächtigen Innenräume wie die Große Galerie, die Bergl-Zimmer und die Schlosskapelle – ebenso wie für seine üppigen Gärten und Orangerien.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten am Vormittag einplanen, um Menschenmengen zu vermeiden, und Tickets nur online ausschließlich über offizielle Kanäle kaufen, um Betrug zu vermeiden. Es gibt verschiedene Ticketoptionen, darunter Kombitickets, die das Schloss, die Gärten, den Zoo und Sonderausstellungen abdecken. Schloss und Gärten sind täglich geöffnet: Das Schloss ist von 8:30 bis 17:30 Uhr zugänglich, die Gärten von 6:30 bis 19:00 Uhr. Geführte Touren und Audioguides sind verfügbar, um das Erlebnis zu bereichern. In der Nebensaison ist es ruhiger, und Familien können das Kindermuseum besuchen, das das Leben der kaiserlichen Kinder in den Mittelpunkt stellt.

Interessante Fakten

  • Schloss Schönbrunn hat 1.441 Zimmer und zählt damit zu den größten Schlössern Europas.
  • Zu den Schlossgärten gehört der älteste Zoo der Welt, der Tiergarten Schönbrunn, der 1752 gegründet wurde.
  • Der Pavillon Gloriette, der einen Hügel hinter dem Schloss krönt, wurde 1775 erbaut und bietet einen Panoramablick über Wien.
  • Kaiser Franz Joseph, Österreichs am längsten regierender Monarch, wurde im Schloss Schönbrunn geboren und starb dort auch.
  • Das Schloss war Gastgeber des historischen Treffens von 1961 zwischen US-Präsident John F. Kennedy und dem sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita Chruschtschow.

Geschichte

1569

Die Ursprünge von Schloss Schönbrunn reichen bis ins Jahr 1569 zurück, als Kaiser Maximilian II.

das Gebiet als Jagdrevier erwarb.

1619

Der Name „Schönbrunn“ geht auf einen artesischen Brunnen zurück, der 1619 von Kaiser Matthias entdeckt wurde.

Das erste Schloss wurde im frühen 17.

Jahrhundert für Eleonora Gonzaga errichtet.

1695

Das heutige barocke Schloss wurde vor allem zwischen 1695 und 1749 erbaut, mit großen Erweiterungen durch Kaiserin Maria Theresia.

1918

Es diente bis 1918 als Sommerresidenz der Habsburgermonarchie.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss beschädigt, danach jedoch wiederhergestellt.

1961

Es wurde zu einer Museumsliegenschaft der Republik Österreich und beherbergte bedeutende Ereignisse, darunter den Kennedy-Kruschtschow-Gipfel 1961.

1992

Seit 1992 wird es von einem eigens dafür zuständigen Unternehmen betreut, das sich um den Erhalt kümmert; seit 1996 ist es als UNESCO-Welterbestätte anerkannt.

Ortsführer

1
Große Galerie1740er-Jahre
Nikolaus Pacassi

Ein prunkvoller Saal für repräsentative Anlässe und Feierlichkeiten am Hof – mit aufwendig gestalteten Barockfresken und vergoldeten Dekorationen.

2
Bergl-Zimmer18. Jahrhundert
Franz Anton Maulbertsch

Eine Reihe von Zimmern, die mit Trompe-l'œil-Gemälden von Franz Anton Maulbertsch verziert sind – mit illusionistischen Landschaften und architektonischen Elementen.

3
Schlosskapelle Schönbrunn18. Jahrhundert

Die Schlosskapelle besticht durch ein Rokoko-Innenraumkonzept und wurde von der kaiserlichen Familie für Gottesdienste genutzt.

4
Schlossgärten Schönbrunn1695 und später
Jean Trehet (Gartengestaltung)

Weitläufige barocke Gärten im französischen Stil, darunter das Große Parterre, der Neptunbrunnen, die Orangerien und ein botanischer Garten.

5
Gloriette1775

Ein stattlicher Pavillon, der 1775 auf einem Hügel hinter dem Schloss errichtet wurde. Er steht sinnbildlich für die Macht der Habsburger und bietet weite Ausblicke über das Schloss und Wien.

Kontakt

Telefon: 01 811130