Schloss Herberstein

Schloss Herberstein

Steiermark

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Schloss Herberstein ist eine befestigte Burg unweit des Herberstein Zoos in der Gemeinde Stubenberg in der Steiermark, Österreich. Sie liegt auffällig auf einem in Ost-West-Richtung ausgerichteten Felsvorsprung und überblickt die Schlucht Feistritzklamm. Dadurch ist sie strategisch günstig gelegen und von Norden wegen steiler Klippen nur schwer zugänglich. Die ältesten Teile der Anlage reichen in das frühe 12. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Jahrhunderte folgten bedeutende Erweiterungen und Umbauten. 1290 erwarb die Familie Herberstein den zweistöckigen Palas mit dem Bergfried (dem Wehrturm). Dieser war ursprünglich nach Herwig von Krottendorf als Herwigstein bekannt. Um 1400 wurde die Burg mit einer großen äußeren Vorburg erweitert, die auch die gotische St.-Catherine’s-Chapel umfasste, die etwa um 1370 erbaut wurde. Im 15. und 16. Jahrhundert erfuhr das Schloss mehrere Vergrößerungen und wurde unter Georg dem Breiten zu einem Wohngebäude im Renaissance-Stil umgestaltet, um Platz für zahlreiche Nachkommen zu schaffen. Im 17. Jahrhundert kam ein prächtiger Rittersaal mit Stuckdecke hinzu, die vom italienischen Stuckateur Alessandro Serenio entworfen wurde. Weitere Verbesserungen waren der Bau des Florentiner Hofes durch den Architekten Antonio Solari sowie die Fertigstellung der Georg-Kapelle, des Gärtnerhauses und des Meierhofs bis zum Ende des Jahrhunderts. Historisch kontrollierte die Familie Herberstein etwa ein Fünftel der Steiermark – mit rund 1.000 Zinsbauernhöfen, die Abgaben an das Schloss zahlten. Heute ist Schloss Herberstein weiterhin im Besitz der Familie und dient sowohl als Wohnsitz als auch als Verwaltungssitz. Besucher können Teile des Schlosses bei geführten Touren erkunden. Der rundum verlaufende Weg bei der Feistritzklamm sowie die herrlichen Gärten, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, machen den Reiz der Anlage aus. Das Tennengebäude (Scheunengebäude), das erstmals 1593 erwähnt wurde und 2004 umfassend renoviert wurde, beherbergte bis 2022 das Gironcoli Museum und umfasst heute einen Indoor-Spielplatz sowie das House of Biodiversity, das 2023 im Rahmen der Steirischen Landesausstellung eröffnet wurde. Nördlich des Schlosses steht auf einem nahegelegenen Hügel ein erhaltener Verteidigungsturm – als sichtbarer Beleg für die historischen Befestigungsanlagen.

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Tipp: Besucher sollten das Schloss am besten im Frühling bis in den frühen Herbst erkunden, wenn die Gärten und die umliegende Natur am lebendigsten sind. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um den Zugang zum Inneren des Schlosses zu sichern. Die Anlage bietet verschiedene Ermäßigungen für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Familien. Der nahegelegene Herberstein Zoo und der Wanderweg durch die Feistritzklamm runden den Besuch ab – planen Sie daher einen ganzen Tag ein, um alle Attraktionen zu genießen.

Interessante Fakten

  • Das Schloss ist strategisch auf einem felsigen Ausläufer mit steilen nördlichen Klippen gelegen. Dadurch ist es von dort fast unsichtbar und schwer zugänglich.
  • Die Stuckdecke des Rittersaals aus dem 17. Jahrhundert wurde vom italienischen Stuckateur Alessandro Serenio entworfen.
  • Zum Schlossgut gehörte einst ungefähr ein Fünftel der Steiermark – mit etwa 1.000 Zinsbauernhöfen, die Abgaben an die Familie Herberstein zahlten.
  • Das Tennengebäude, das ursprünglich 1593 erwähnt wurde, wurde renoviert und erweitert, um kulturelle Ausstellungen zu beherbergen. Heute umfasst es einen Indoor-Spielplatz und das House of Biodiversity.
  • Ein erhaltener Verteidigungsturm nördlich des Schlosses steht als Zeugnis für die befestigte Vergangenheit.

Geschichte

Die Anfänge von Schloss Herberstein reichen ins frühe 12.

Jahrhundert zurück, mit den ältesten erhaltenen Bauteilen.

1290

1290 kaufte die Familie Herberstein den ursprünglichen zweistöckigen Palas und den Bergfried.

1400

Um 1400 erweiterte sich die Burg mit einer befestigten äußeren Vorburg inklusive der gotischen St.-Catherine’s-Chapel.

Im 15.

und 16.

Jahrhundert folgten Renaissance-Umgestaltungen, um die wachsende Familie unterzubringen.

Im 17.

Jahrhundert kamen markante Barockelemente hinzu, darunter der Rittersaal und der Florentiner Hof.

Mit der Zeit wurde das Schloss zum Mittelpunkt eines großen Besitzes, der einen bedeutenden Teil der Steiermark umfasste.

Es ist weiterhin im Eigentum der Familie Herberstein und hat sich im Laufe der Zeit sowohl zu einem Wohnsitz als auch zu einem kulturellen Ort weiterentwickelt.

Ortsführer

1
Rittersaal17th century
Alessandro Serenio

Ein prächtiger Saal aus dem 17. Jahrhundert mit einer aufwendig gestalteten Stuckdecke, die vom italienischen Stuckateur Alessandro Serenio entworfen wurde. Er zeigt barocke Gestaltung und adelige Großzügigkeit.

2
Florentiner HofMid-17th century
Antonio Solari

Der im mittleren 17. Jahrhundert vom Architekten Antonio Solari errichtete Hof spiegelt italienische Renaissance-Einflüsse wider und dient als zentrale, offene Fläche innerhalb des Schlosskomplexes.

3
St.-Catherine’s-Chapelcirca 1370

Eine gotische Kapelle, die etwa um 1370 erbaut wurde. Ursprünglich lag sie außerhalb des Schlosses, wurde aber bei den Erweiterungen um 1400 in die äußere Vorburg integriert. Sie steht für das mittelalterliche religiöse Erbe der Anlage.

4
Tennengebäude (Scheunengebäude)1593 (renovated 2004)

Das Gebäude wurde erstmals 1593 erwähnt und 2004 umfassend renoviert. Es beherbergte bis 2022 das Gironcoli Museum und enthält heute einen Indoor-Spielplatz sowie das House of Biodiversity, das im Rahmen der 2023er Steirischen Landesausstellung eröffnet wurde.

Kontakt

Telefon: 03176 88250