Upsala-Gletscher

Upsala-Gletscher

Santa Cruz

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Der Upsala-Gletscher ist ein großer Talergletscher auf der östlichen Seite des Südpatagonischen Eisfelds. Er erstreckt sich über umstrittenes Gebiet zwischen Chile und Argentinien. Er fließt von Norden nach Süden und wird von drei Zubringer-Gletschern gespeist: Bertacchi, Cono und Murallón. Benannt wurde er nach der Uppsala University in Schweden, die die ersten glaziologischen Studien der Region unterstützte. Er ist der drittgrößte Gletscher im Eisfeld. Der Gletscher endet im Upsala Channel des Lago Argentino und ist wegen seines schnellen Rückzugs bekannt – ein Prozess, der seit der ersten Dokumentation im Jahr 1810 andauert. Seit 2008 hat sich dieser Rückzug deutlich beschleunigt, beeinflusst durch die Folgen des Klimawandels wie steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster. Auch wenn er weniger gut erreichbar ist als der nahe gelegene Perito Moreno-Gletscher, bleibt der Upsala-Gletscher ein beliebtes Ziel für abenteuerlustige Reisende, die ihn mit 4x4-Fahrzeugen erkunden, zu Fuß unterwegs sind oder Kajak fahren. Seine riesigen Eisflächen, die hoch aufragenden Wände mit durchschnittlich 40 Metern Höhe und die dynamische Umgebung des Gletschers machen ihn in der Region Patagonien zu einem einzigartigen Naturerlebnis.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Upsala-Gletschers sind die Sommermonate der Südhalbkugel, wenn das Wetter meist günstiger ist. Aufgrund der großen Nachfrage wird Besuchern empfohlen, Bootstouren oder Kajak-Ausflüge im Voraus zu buchen. Während der Perito Moreno-Gletscher mehr Touristen anzieht, bietet der Upsala-Gletscher ein abgelegenes und weniger überlaufenes Erlebnis. Bringen Sie passende Kleidung für kaltes und wechselhaftes Wetter mit und ziehen Sie geführte Touren für mehr Sicherheit und zusätzliche Einblicke in Betracht. Gegebenenfalls sind Rabatte für bestimmte Gruppen verfügbar; erkundigen Sie sich im Voraus bei den Anbietern.

Interessante Fakten

  • Der Upsala-Gletscher ist der drittgrößte Gletscher im Südpatagonischen Eisfeld.
  • Er zieht sich seit 1810 kontinuierlich zurück, mit einer spürbaren Beschleunigung seit 2008.
  • Der Gletscher wurde nach der Uppsala University benannt, die die ersten glaziologischen Studien in der Region unterstützte.
  • Die obere, ebene Fläche des Gletschers wurde vom Argentine Antarctic Command für Trainingszwecke genutzt.
  • Kajaktouren zwischen den Eisbergen des Gletschers bieten eine einzigartige Möglichkeit, die Region zu entdecken.

Geschichte

1810

Der Upsala-Gletscher wurde erstmals 1810 dokumentiert und 1908 vom schwedischen Geologen Klaus August Jacobson nach der Uppsala University benannt – einer Institution, die die ersten wegweisenden glaziologischen Studien in der Region durchgeführt hat.

Historisch betrachtet befindet sich der Gletscher in einem Zustand des kontinuierlichen Rückzugs, wobei seit dem späten 20.

Jahrhundert eine deutliche Beschleunigung beobachtet wurde.

Der Rückzug hat auch die Zubringer-Gletscher beeinflusst, insbesondere den Bertacchi-Gletscher, dessen Flussrate zugenommen hat, da er sich nahezu vom Upsala gelöst hat.

Der Rückzug des Gletschers ist ein wichtiges Indiz für die Auswirkungen des Klimawandels in Patagonien.

Ortsführer

1
Ende des Upsala-Gletschers

Das Gletscherende mündet in den Upsala Channel des Lago Argentino. Dort können Besucher große Eisberge beobachten, die von der Gletscherwand in den See abkalben.

2
Bertacchi-Gletscher

Ein Zubringer-Gletscher zum Upsala: Durch den Rückzug des Upsala ist er inzwischen fast vollständig getrennt. Das zeigt sich in höheren Fließgeschwindigkeiten sowie in Ausdünnung, verursacht durch die sich verändernden glazialen Dynamiken.

3
Kajakfahren im Brazo Upsala

Besucher können im Upsala Channel zwischen den blauen Eisbergen kajaken – für ein intensives Erlebnis der Umgebung des Gletschers.