Cuevas de las Manos

Cuevas de las Manos

Santa Cruz

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Cueva de las Manos, gelegen im abgelegenen Pinturas-Flusscanyon von Santa Cruz, Argentinien, ist bekannt für seine beeindruckende prähistorische Felskunst. Die Höhle zeigt Hunderte von Schablonenhandbildern, die zwischen 7.300 v. Chr. und 700 n. Chr. entstanden sind, und zählen zu den ältesten künstlerischen Ausdrucksformen in Südamerika. Diese Werke wurden von frühen Gruppen von Jägern und Sammlern geschaffen, die mit Knochenröhren Farbpigment versprühten – und so Jagdszenen sowie Alltagsleben festhielten. Die Stätte gehört zum Nationalpark Perito Moreno und ist ein National Historic Monument Argentiniens. Die besondere Lage in einem Canyon mit Mikroklima begünstigte ein vielfältiges Ökosystem, das die Paleoindianer ernährte. Die Felskunst in der Höhle zeigt nicht nur Hände, sondern auch Tiere, geometrische Formen und Jagdszenen – und liefert so wertvolle Einblicke in die prähistorische Kultur sowie die Lebensgrundlagen der Menschen. Die Stätte wurde über mehr als 30 Jahre hinweg vom Archäologen Carlos J. Gradin gründlich untersucht und hat das Verständnis früher südamerikanischer Gesellschaften maßgeblich vorangebracht. Heute ist Cueva de las Manos ein wichtiges archäologisches und kulturelles Wahrzeichen und zieht Besucher an, die sich für antike Kunst und die Menschheitsgeschichte interessieren.

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Tipp: Besuchern wird empfohlen, ihre Reise in den wärmeren Monaten zu planen, vorzugsweise zwischen November und März, um harsche Winterbedingungen zu vermeiden. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, um die archäologische Bedeutung der Stätte voll zu erfassen. Das nahegelegene Interpretation Center bietet anschauliche Ausstellungen, die das Besuchererlebnis verbessern – besonders für alle, die den kompletten Weg zur Höhle nicht bewältigen können. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Aufgrund der abgelegenen Lage ist es ratsam, die Anreise bzw. den Transport im Voraus zu organisieren.

Interessante Fakten

  • In der Höhle befinden sich über 800 schablonierte Handabdrücke, teils übereinander, die mit einer Sprühtechnik durch Knochenröhren entstanden sind.
  • Die Darstellungen zeigen Jagdszenen mit Bolas – eine traditionelle Jagdwaffe, die in der Region einzigartig ist.
  • Cueva de las Manos gehört zu einem größeren Muster früher Siedlungen in Patagonien, das frühere Theorien über den Zeitpunkt der menschlichen Migration in die Amerikas infrage stellt.
  • Das Mikroklima der Stätte ließ in einer ansonsten rauen patagonischen Umgebung ein Grasland-Ökosystem gedeihen – und unterstützte vielfältige Pflanzen- und Tierarten, die für die Menschen in der Antike lebenswichtig waren.

Geschichte

Die Stätte Cueva de las Manos wurde von Paleoindianern besiedelt, die stark auf die Jagd auf Guanacos angewiesen waren – belegt durch archäologische Funde wie Speerspitzen und Feuerstellen.

300

Die Felskunst reicht etwa bis 7.300 v.

Chr.

700

zurück, mit einer kontinuierlichen kulturellen Aktivität bis ungefähr 700 n.

Chr.

Veränderungen in den regionalen Mustern der Wasserableitung, ausgelöst durch das Schmelzen von Gletschern und die Fluss-„Umleitung“, führten zu einem Rückgang der lokalen Wasserquellen und schließlich zur Aufgabe des Ortes.

Forschungen ab den 1960er-Jahren durch Carlos J.

Gradin und sein Team legten die umfangreichen Piktografien und Artefakte frei und machten die Höhle als bedeutendes Zeugnis frühen menschlichen Lebens in Patagonien bekannt.

Ortsführer

1
Main Cave Chamber7300 BC to AD 700

Die zentrale Kammer von Cueva de las Manos beherbergt die bekanntesten Schablonenhandbilder und Jagdszenen und zeigt die künstlerischen Techniken sowie die kulturellen Ausdrucksformen prähistorischer Menschen.

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Interpretation CenterModern establishment

Das nahe dem Eingang der Stätte gelegene Zentrum bietet Bildungsangebote in Form von Ausstellungen zu den archäologischen Funden, der lokalen Umwelt sowie der Kulturgeschichte der alten Bewohner der Höhle.

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