
La Carolina
San Luis
La Carolina ist ein kleines Dorf und eine Gemeinde in der Provinz San Luis im zentralen Argentinien, eingebettet am Fuß des Cerro Tomolosta in der Sierra de San Luis. Gegründet 1792 vom Vizekönig Marqués de Sobremonte, wurde es zu Ehren von König Carlos III. von Spanien benannt. Die Anfänge des Ortes sind eng mit dem Goldbergbau verbunden: Die erste Goldentdeckung in der Nähe geht bis auf das Jahr 1785 zurück. Historisch wurde das aus der Region gewonnene Gold nach Chile transportiert, um dort geprägt zu werden. Heute ist der Bergbau weiterhin eine Haupttätigkeit, wenn auch im kleinen Maßstab mit einfachen, rudimentären Methoden. Die alte Grube ist zwar stillgelegt, aber für geführte Touren bis zu 300 Meter tief in den Gallerien zugänglich. Die Umgebung bietet bemerkenswerte Natur- und Kulturstätten wie den Wasserfall Salto de la Negra Libre und die Höhle Gruta de Inti Huasi, in der archäologische Reste sowie Felsmalereien zu finden sind, die mit den indigenen Michilingües in Verbindung stehen. La Carolina ehrt außerdem den Geburtsort des Dichters Juan Crisóstomo Lafinur. Das Dorf hat ein gemäßigtes Klima: im Sommer kühle Nächte und kalte, trockene Winter, die mitunter bis auf -20°C fallen. 2023 wurde La Carolina von der Welttourismusorganisation als eines der „Best Tourism Villages“ der Welt ausgezeichnet – ein Hinweis auf seine kulturelle und natürliche Bedeutung.
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Tipp: Besucher sollten ihre Ausflüge in den wärmeren Monaten planen, um milderes Wetter zu genießen und an Aktivitäten im Freien teilzunehmen. Es wird empfohlen, geführte Touren in die alte Goldgrube im Voraus zu buchen, da der Zugang begrenzt ist und Sicherheitsaspekte eine Rolle spielen. Das Dorf bietet viele Möglichkeiten, Natursehenswürdigkeiten und kulturelle Orte zu erkunden – wer dafür Zeit einplant, steigert das Erlebnis. Bei Gruppenführungen oder für lokale Bewohner können Rabatte verfügbar sein. Besucher sollten auch im Sommer am Abend auf kühle Temperaturen vorbereitet sein und sich entsprechend kleiden.
Interessante Fakten
- •Das Gold wurde erstmals 1785 in der Nähe von La Carolina von Don Tomás Lucero entdeckt.
- •Das Dorf wurde 1792 vom Vizekönig Marqués de Sobremonte nach König Carlos III. von Spanien benannt.
- •Historisch wurde das aus La Carolina gewonnene Gold nach Chile geschickt, um in der Casa de Moneda in Santiago geprägt zu werden.
- •La Carolina wurde 2023 von der World Tourism Organization als eines der „Best Tourism Villages“ weltweit anerkannt.
- •Der nahegelegene Cerro Tomolosta und der Cerro Sololosta gelten bei den indigenen Michilingües als heilige Berge.
- •In der Gruta de Inti Huasi befinden sich uralte Felsmalereien und archäologische Überreste, die mit indigenen Ritualen in Verbindung stehen.
Geschichte
La Carolina wurde 1792 während der Kolonialzeit des Vizekönigreichs Río de la Plata vom Vizekönig Marqués de Sobremonte gegründet.
Die Entdeckung von Gold im Jahr 1785 durch Don Tomás Lucero markierte den Beginn seiner Bedeutung als Bergbausiedlung.
Das Dorf wurde zu Ehren von König Carlos III.
von Spanien benannt.
Über die Jahrhunderte blieb der Goldbergbau die wichtigste wirtschaftliche Tätigkeit, wobei das Gold zum Prägen nach Chile transportiert wurde.
Die alte Grube stellte schließlich den großflächigen Betrieb ein, ist aber weiterhin als historischer Ort für Touren zugänglich.
Das Dorf hat sein bergbauliches Erbe bewahrt und nach und nach Aktivitäten im Bereich Tourismus und Forstwirtschaft ergänzt.
Ortsführer
Gallerien der alten Goldgrube1790s
Besucher können geführte Touren in die stillgelegte Goldgrube unternehmen, indem sie durch den Haupteingangstunnel einsteigen und Gallerien bis zu 300 Meter Tiefe erkunden. So erhält man einen Einblick in historische Bergbautechniken und das Gold-Erbe des Dorfes.
Cerro Tomolosta
Ein markanter Berggipfel auf 2.018 Metern, der von den indigenen Michilingües als heilig angesehen wird. Der Name bedeutet „erhabener und heiliger Berg“ und spiegelt seine spirituelle Bedeutung wider.
Gruta de Inti Huasi
Eine Höhle bei Cerro Intihuasi mit Felsmalereien und archäologischen Überresten, die rituelle und häusliche Nutzung durch die Michilingües belegen. Der Name bedeutet auf Quechua „Haus der Sonne“.
Geburtsstätte von Juan Crisóstomo Lafinur19th century
Im Dorf befindet sich die Geburtsstätte des argentinischen Dichters Juan Crisóstomo Lafinur, was La Carolina zusätzlich kulturell und literarisch aufwertet.