
Museum für Hochlandarchäologie
Salta
Das Museum für Hochlandarchäologie (MAAM) in Salta, Argentinien, ist ein spezialisiertes archäologisches Museum, das sich der Bewahrung und Präsentation von Artefakten widmet, die mit den Hochgebirgsritualen der Inka in Verbindung stehen – insbesondere den Kindersacrifices im Rahmen der Capacocha. Das Museum wurde 2004 gegründet und zeigt vor allem die drei bemerkenswert gut erhaltenen Mumien der „Kinder von Llullaillaco“, die 1999 auf dem Llullaillaco-Vulkan entdeckt wurden. Untergebracht ist es in einem historischen, neogotischen Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das sich auf dem Hauptplatz von Salta befindet. Es verfügt über moderne Technologien zur Konservierung, darunter Kryokonservierungs-Kammern, die die Mumien bei stabilen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt halten, um ihre Erhaltung zu gewährleisten. Neben der Sammlung aus Llullaillaco beherbergt das Museum auch die Teruel-Sammlung sowie die Mumie „Reina del Cerro“ und erweitert damit die Darstellung der Zeremonien der Inka. Das MAAM ist zudem als Forschungs- und Bildungszentrum aktiv, führt wissenschaftliche Studien durch und bietet zeitweilige Ausstellungen sowie kulturelle Programme. Es ist zu einem wichtigen Kultur- und Touristenziel in Salta geworden und zieht sowohl lokale als auch internationale Besucher an. Anerkannt wird es für seine Qualität und Bedeutung im kulturellen Leben Argentiniens. Trotz seines guten Rufs wird das Museum von indigenen Gruppen wegen der ethischen Aspekte der Ausstellung menschlicher Überreste kritisiert.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch von Dienstag bis Sonntag zwischen 11:00 und 18:30 planen, da das Museum montags geschlossen ist. Tickets gibt es mit Sonderkonditionen für argentinische Staatsangehörige, Senioren und Studierende. Aufgrund der strengen Anforderungen an die Konservierung werden die Llullaillaco-Mumien jeweils einzeln im Wechsel ausgestellt – daher empfiehlt sich, vor der Anreise die aktuelle Präsentation zu prüfen. Wenn Sie Tickets im Voraus kaufen, können Sie Wartezeiten vermeiden, vor allem in der Hochsaison. Das Museum bietet eine Cafeteria sowie einen Geschenkeladen mit Produkten lokaler Kunsthandwerker und thematischen Souvenirs.
Interessante Fakten
- •Die Mumien der „Kinder von Llullaillaco“ gehören zu den am besten erhaltenen Inka-Mumien, die je gefunden wurden, und stammen aus über 500 Jahren.
- •Das Museum hält die Mumien bei -20 °C in speziellen Kryokonservierungs-Kapseln mit kontrollierter Atmosphäre und gefiltertem Licht, um eine Verschlechterung zu verhindern.
- •Das MAAM befindet sich in einem restaurierten neogotischen Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem Hauptplatz von Salta und verbindet historische Architektur mit moderner Technologie.
- •Das Museum war (Stand 2024) das bestbewertete Museum in Argentinien auf Tripadvisor und gewann mehrere Traveller-Choice-Auszeichnungen.
- •Die Llullaillaco-Mumien werden im Rotationsverfahren jeweils einzeln ausgestellt, um ihre Erhaltung zu sichern und die Belastung durch die Ausstellung zu minimieren.
Geschichte
Das Museum für Hochlandarchäologie wurde 2004 vom Provinzregierung Salta eröffnet, um die Llullaillaco-Mumien zu konservieren und auszustellen – eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der letzten Zeit.
Anfangs zeigte das Museum nur eine begrenzte Anzahl an Fundstücken, während es spezialisierte Konservierungssysteme entwickelte, die bis 2007 fertiggestellt wurden.
2005 wurde es durch die Schenkung der Teruel-Sammlung erweitert, und 2006 erwarb es die Mumie „Reina del Cerro“.
In den über zwei Jahrzehnten ist das MAAM zu einer bedeutenden Kulturinstitution herangewachsen und erhielt Auszeichnungen wie mehrfach den Traveller-Choice-Award von Tripadvisor.
Außerdem hat es seit 2012 Qualitätsstandards nach ISO 9001:2008 umgesetzt und wurde 2018 von der Konex Foundation für seine kulturellen Beiträge geehrt.
Ortsführer
Llullaillaco-Raum1999 (Entdeckung)
Dieser permanente Ausstellungsraum zeigt eine der drei Llullaillaco-Kinder-Mumien, begleitet von ihren jeweiligen Grabbeigaben, und veranschaulicht den Inka-Ritus Capacocha. Die Präsentation rotiert aus Konservierungsgründen zwischen den drei Mumien.
Reina-del-Cerro-Raum1920er-Jahre (Entdeckung)
Eine temporäre Ausstellung, die der Mumie „Queen of the Hill“ und den dazugehörigen Artefakten gewidmet ist. Sie wurde in den 1920er-Jahren im Heiligtum Nevado de Chuscha entdeckt. Dieser Raum stellt vor allem die Plünderungsgeschichte und die archäologische Bedeutung der Entdeckung in den Mittelpunkt.
Qhapaq-Ñan-Ausstellung
Diese Ausstellung beleuchtet das weitreichende Straßennetz des Inka-Reiches, den Qhapaq Ñan, und zeigt dessen politische, soziale und wirtschaftliche Bedeutung für die Verbindung des riesigen Territoriums des Reiches.
Kontakt
Telefon: 0387 437-0592