
Salta-Kathedrale
Salta
Die Salta-Kathedrale liegt im historischen Zentrum von Salta in Argentinien. Sie ist die Metropolitankathedrale und Sitz des Erzbischofs von Salta. Sie ist Jesus Christus als „Herr der Wunder“ und der Seligen Jungfrau Maria als „Unsere Liebe Frau vom Wunderrosenkranz“ gewidmet und gilt als bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen. Die heutige Kathedrale wurde nach einem Erdbeben im Jahr 1844 errichtet, das das frühere Gebäude stark beschädigte: Mit dem Bau begann man 1858, fertiggestellt wurde sie 1882. Das Design verbindet neoklassizistische Elemente an der Fassade und im Inneren mit barocken Details in den Stuckarbeiten, Altären und dem Marmorwerk und spiegelt damit französische Einflüsse der frühen 19. Jahrhunderts wider. Die beiden Zwillingstürme und der Glockenturm zeigen italienate sowie amerikanisch geprägte neobaroque Stile. Die Kathedrale liegt direkt an der Plaza 9 de Julio und bildet gemeinsam mit dem angrenzenden Erzbischöflichen Palast ein monumentales Ensemble. Dieser verfügt über kunstvoll geschnitzte Holz-Balkone, typisch für den lokalen Barockstil. Die Kathedrale ist außerdem ein Pilgerort – besonders während der jährlichen Feier am 15. September zu Ehren der Schutzbilder, die im frühen 20. Jahrhundert feierlich pontifikal gekrönt wurden. 1941 als nationales historisches Denkmal deklariert, ist die Kathedrale bis heute ein Muss für alle, die in Nordargentinien sowohl religiöse als auch architektonische Schätze entdecken wollen.
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Tipp: Besuchen Sie die Salta-Kathedrale morgens oder spät am Nachmittag, um das weichere Licht für Fotos zu nutzen und den Andrang zur Mittagszeit zu vermeiden. Eine Besichtigung rund um den 15. September lohnt sich besonders: Dann können Sie das lebendige Festival „Herr und Jungfrau vom Wunder“ erleben – allerdings müssen Sie mit deutlich größeren Menschenmengen rechnen. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten zu prüfen und für mehr Hintergrundwissen an einer Führung teilzunehmen. Tickets sind in der Regel gut erhältlich, oft mit Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Bei großen religiösen Festen können Vorausreservierungen sinnvoll sein.
Interessante Fakten
- •Papst Leo XIII. erteilte 1899 ein Dekret zur pontifikalen Krönung der Schutzbilder der Kathedrale, die 1902 öffentlich gekrönt wurden.
- •Die Kathedrale ist sowohl Jesus Christus als „Herr der Wunder“ als auch der Jungfrau Maria als „Unsere Liebe Frau vom Wunderrosenkranz“ gewidmet.
- •Der Baustil vereint neoklassizistische, barocke und italienate Elemente und spiegelt damit vielfältige Einflüsse aus Frankreich, Italien und den Amerikas wider.
- •Der angrenzende Erzbischöfliche Palast, Teil des Kathedralenensembles, bietet reich geschnitzte Holz-Balkone, typisch für den neobaroque Stil von Salta.
- •Jedes Jahr zieht eine Pilgerreise am 15. September tausende Gläubige an, die das „Bund der Treue“ mit ihren Schutzheiligen erneuern.
Geschichte
Die ursprüngliche Kathedrale wurde durch ein Erdbeben im Jahr 1844 schwer beschädigt, was den Auftrag für einen Neubau im Jahr 1856 nach sich zog.
Der französisch-amerikanische Ingenieur Felipe Bertrés entwarf die ersten Pläne, starb jedoch noch im selben Jahr, bevor der Bau beginnen konnte.
Die Arbeiten wurden 1858 wieder aufgenommen – unter Erzbischof José Eusebio Colombres – und dauerten über zwei Jahrzehnte.
Die Fassade, der Atriumbereich und die Türme wurden von Architekt Noé Macchi entworfen; italienische und brasilianische Künstler wirkten am Innenraum sowie an den Glockentürmen mit.
Die Kathedrale wurde 1878 eingeweiht, die endgültige Fertigstellung erfolgte 1882.
1941 erklärte Argentinien die Kathedrale zum nationalen historischen Denkmal und unterstrich damit ihre kulturelle Bedeutung.
Ortsführer
Hauptfassade und Atrium19. Jahrhundert
Die Vorderseite der Kathedrale zeigt eine neoklassizistische Fassade mit zehn korinthischen Säulen, Bögen, einem Architrav und einem dreieckigen Giebel – harmonisch abgestimmt auf den seitlichen Innenhof. Die Fassade wird von barock inspiriertem Glasbildschmuck in einem Quadrilob-Design zwischen den beiden Zwillungstürmen gekrönt.
Innenraum, Langhaus und AltäreFertiggestellt 1882
Im Inneren verschmelzen neoklassizistische Architekturideen mit barocken Stuckarbeiten, Schnitzereien, Altären und Marmorverzierungen. Italienische und brasilianische Künstler trugen mit den aufwendigen Arbeiten im Inneren zum Gesamtbild bei und schaffen so einen reich ausgestalteten sakralen Raum.
Zwillingstürme und GlockenturmSpätes 19. Jahrhundert
Die zwei Türme, die die Fassade flankieren, sowie der Glockenturm zeigen den italienate Stil – mit amerikanisch geprägten neobaroque Einflüssen. In ihnen sind die Glocken untergebracht; außerdem prägen sie zusammen mit ihrer Gestaltung die markante Skyline der Kathedrale im historischen Zentrum von Salta.
Erzbischöflicher PalastUrsprünglich 19. Jahrhundert, umgebaut in den 1930er-Jahren
Der direkt angrenzende Erzbischöfliche Palast ergänzt das Kathedralenensemble mit seinem neoklassizistischen Sockel und späteren neobaroque-amerikanischen Stilüberarbeitungen. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen geschnitzten Holz-Balkone. Der Palast ist zudem Wohnsitz und Verwaltungssitz für das Erzbistum.
Kontakt
Telefon: 0387 609-3870