Zug in die Wolken

Zug in die Wolken

Salta

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Der Zug in die Wolken (Tren a las Nubes) ist ein renommierter Touristenzug in der Provinz Salta, Argentinien. Er verkehrt entlang des östlichen Teils der Bahnstrecke Salta–Antofagasta. Er zählt zu den höchsten Eisenbahnen der Welt und erreicht eine Höhe von 4.220 Metern (13.850 Fuß) über dem Meeresspiegel. Die Strecke bietet beeindruckende Ingenieursleistungen, darunter 29 Brücken, 21 Tunnel, 13 Viadukte, zwei Spiralen und zwei Zickzacks. Sie wurden entwickelt, um das steile andine Gelände zu bewältigen – ganz ohne Zahnrad- bzw. Zahnstangenantrieb. Die Reise beginnt in San Antonio de los Cobres und endet am ikonischen Viadukt La Polvorilla, einer gekrümmten Anlage mit 224 Metern Länge und 64 Metern Höhe. Entlang der Strecke passieren die Fahrgäste vielfältige Landschaften wie das Valle de Lerma, die Quebrada del Toro und das Hochplateau der Puna. Der Zug bietet Annehmlichkeiten wie Speise- und Barwagen, medizinische Einrichtungen mit Sauerstoff sowie zweisprachige Guides und macht so den Besuch für Reisende besonders komfortabel. Lokale Märkte und Kunsthandwerker bieten während der Stopps regionale Handwerke und Küche an – das bereichert das kulturelle Erlebnis. Diese traditionsreiche Bahnstrecke zieht Touristen an, die gleichermaßen natürliche Schönheit und historische Ingenieurskunst in den Anden erleben möchten.

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Tipp: Besucher sollten Tickets möglichst im Voraus buchen, vor allem in der Hochsaison, um sich Plätze auf den begrenzten wöchentlichen Abfahrten zu sichern. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit (Mai bis Oktober) – dann sind die Himmel klarer und die Bedingungen für eine sichere Fahrt besser. Reisende fahren in der Regel mit dem Bus von Salta nach San Antonio de los Cobres, um dort in den Zug einzusteigen. Unter Umständen gibt es ermäßigte Fahrpreise für Einheimische. Aufgrund der großen Höhe wird empfohlen, sich richtig zu akklimatisieren und Vorsichtsmaßnahmen gegen Höhenkrankheit zu treffen. Geführte Touren beinhalten häufig zweisprachige Erklärungen und medizinische Unterstützung an Bord – für mehr Sicherheit.

Interessante Fakten

  • Der Zug in die Wolken ist die weltweit fünfhöchste Eisenbahnstrecke und erreicht 4.220 Meter über dem Meeresspiegel.
  • Die Strecke umfasst 29 Brücken, 21 Tunnel, 13 Viadukte, 2 Spiralen und 2 Zickzacks, um das steile Bergterrain zu bewältigen.
  • Das Viadukt La Polvorilla ist 224 Meter lang und 64 Meter hoch – ein bedeutendes Ingenieursbauwerk.
  • Der Name „Zug in die Wolken“ geht auf einen Studentenfilm aus den 1960er-Jahren zurück, in dem Dampfwolken von Dampflokomotiven mit Bergwolken verschmelzen.
  • Die Bahnstrecke wurde ohne Zahnrad- bzw. Zahnstangenantrieb geplant; stattdessen setzt sie auf Spiralen und Zickzacks.

Geschichte

1889

Das Eisenbahnprojekt startete 1889, der Bau begann 1921, um Nordargentinien über die Anden mit Chile zu verbinden.

Entworfen wurde die Strecke vom US-amerikanischen Ingenieur Richard Maury, der die Verwendung von Zickzacks und Spiralen weiterentwickelte, um steile Abschnitte ohne Zahnrad-Schienen zu überwinden.

1932

Das höchste Viadukt La Polvorilla wurde 1932 fertiggestellt, und die gesamte Bahnstrecke wurde 1948 nach Verzögerungen eingeweiht.

Der Name „Zug in die Wolken“ entstand in den frühen 1960er-Jahren aus einem Studentenfilm, der Dampfwolken einer Dampflokomotive zeigt, die sich mit Bergwolken vermischen.

1972

1972 wurde die Bahnstrecke offiziell zur Tourist-„Erbe“-Eisenbahn.

In den 1990er-Jahren wurde sie privatisiert, später jedoch nach Sicherheitsvorfällen wieder re-nationalisiert.

2014

Der Provinzregierung oblag die Betriebsverantwortung seit 2014, um die Qualität des Angebots und die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten.

Ortsführer

1
Viadukt La Polvorilla1932
Richard Maury

Ein gekrümmtes Viadukt mit 224 Metern Länge und 64 Metern Höhe – ein Höhepunkt des Ingenieurwesens des 20. Jahrhunderts und zugleich der höchste Punkt der Bahnstrecke auf 4.220 Metern über dem Meeresspiegel. Es bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Anden und ist das Endziel des Zuges.

2
Bahnhof San Antonio de los Cobres1948 (Eisenbahn-Einweihung)
Richard Maury

Der heutige Startpunkt für die Zugreise: Hier steigen die Fahrgäste ein, nachdem sie mit dem Bus von Salta angekommen sind. Der Bahnhof ist eine Art Tor zum Hochplateau der Puna und bietet Zugang zu lokalen Märkten, auf denen Kunsthandwerk ausgestellt wird sowie regionale Küche verkauft wird.

3
Quebrada del Toro

Eine dramatische Bergschlucht, durch die der Zug führt: Mit steilen Felswänden, Tunneln und Viadukten. Dieser Abschnitt zeigt, wie sich die Eisenbahn an die schwierige Geografie der Anden anpasst, und bietet den Fahrgästen eine spektakuläre Naturlandschaft.