
Photo by Christhian Gruhn on Unsplash (@gruhh)
Iguazú-Wasserfälle
Misiones
Die Iguazú-Wasserfälle liegen am Río Iguazú an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien und sind das größte Wasserfall-System der Welt. Es besteht aus ungefähr 275 einzelnen Wasserfällen. Die Wasserfälle erstrecken sich über 2,7 Kilometer und befinden sich überwiegend auf der argentinischen Seite, die etwa 80 % der Wasserfälle enthält. Die einzigartige gestufte Formation der Wasserfälle geht auf mehrere Basalt-Schichten vulkanischen Ursprungs zurück – dadurch entstehen dramatische Abstürze von 60 bis 82 Metern. Der bekannteste Abschnitt ist der „Teufelsschlund“ (Garganta del Diablo): eine enge, tiefe Schlucht, in die etwa die Hälfte des Flussvolumens hinabstürzt. So bildet sich ein spektakuläres Schluchtsystem mit einer Breite von 80 bis 90 Metern und einer Tiefe von 70 bis 80 Metern. Die Umgebung ist von üppiger, tropischer Vegetation bedeckt und beherbergt ein vielfältiges Ökosystem. Die Iguazú-Wasserfälle werden von zwei Nationalparks geteilt – dem Iguazú-Nationalpark in Argentinien und dem Iguaçu-Nationalpark in Brasilien – die beide UNESCO-Welterbestätten sind. Besucher können ausgedehnte Wege und Aussichtsplattformen nutzen, darunter auch ein Pfad, der ganz nah an den Teufelsschlund heranführt. Ihre beeindruckende Größe und natürliche Schönheit haben den Wasserfällen einen Platz unter den „New Seven Wonders of Nature“ eingebracht – jedes Jahr zieht das Millionen von Touristen an.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Iguazú-Wasserfälle sind die Monate im Frühling und im Herbst: Dann sind die Wasserstände hoch, aber die Menschenmengen meist kleiner. Es empfiehlt sich, die Eintrittskarten im Voraus zu kaufen – vor allem in den Hauptsaisons. Besucher sollten bequeme, wasserdichte Schuhe tragen und wegen des subtropischen Klimas Insektenschutz mitnehmen. Hubschraubertouren sind zwar auf der brasilianischen Seite möglich und bieten Luftaufnahmen, auf der argentinischen Seite jedoch verboten, um die Umwelt zu schützen. Ein Besuch am frühen Morgen sorgt für bessere Lichtverhältnisse und weniger Andrang – ideal für Fotos. Rabatte sind unter Umständen für Schüler, Senioren und Gruppen an den Parkeingängen erhältlich.
Interessante Fakten
- •Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus etwa 275 einzelnen Wasserfällen, deren Ausprägung je nach Wasserstand zwischen 150 und 300 schwankt.
- •Der Teufelsschlund ist der größte und kraftvollste Teil der Wasserfälle und misst ungefähr 80 bis 90 Meter in der Breite sowie 70 bis 80 Meter in der Tiefe.
- •Die Wasserfälle entstehen durch drei Basaltgesteinsschichten und bilden so ein markant gestuftes Gelände.
- •Der Name „Iguazú“ kommt aus den Guaraní-Wörtern „y“ für Wasser und „guazú“ für groß.
- •Die Iguazú-Wasserfälle zählen zu den „New Seven Wonders of Nature“.
- •Die Wasserfälle liegen an der Grenze von drei Ländern: Argentinien, Brasilien und Paraguay. In der Nähe bieten Städte Zugangspunkte.
Geschichte
Der erste Europäer, der die Iguazú-Wasserfälle dokumentierte, war Álvar Núñez Cabeza de Vaca im Jahr 1541, obwohl die indigenen Guaraní das Gebiet schon lange kannten.
Der Name „Iguazú“ leitet sich von Guaraní-Wörtern ab und bedeutet „großes Wasser“.
Die Entstehung der Wasserfälle hängt mit vulkanischer Aktivität und der Erosion der Basaltgesteinsschichten über Millionen von Jahren zusammen.
Die ersten Naturschutzmaßnahmen begannen im späten 19.
Jahrhundert – mit der Einrichtung von Nationalparks in Brasilien (1939) und Argentinien (1934), um die einzigartige Flora und Fauna der Region zu bewahren.
Beide Parks wurden in den 1980er-Jahren zu UNESCO-Welterbestätten erklärt.
Seitdem sind die Wasserfälle zu einer bedeutenden Naturattraktion geworden, die weltweit für ihre ökologische und geologische Bedeutung bekannt ist.
Ortsführer
Teufelsschlund (Garganta del Diablo)
Der berühmteste und dramatischste Abschnitt der Iguazú-Wasserfälle: eine enge Schlucht, in die etwa die Hälfte des Flussstroms hinabstürzt – in eine Gracht mit einer Breite von 80 bis 90 Metern und einer Tiefe von 70 bis 80 Metern. Das erzeugt ein donnerndes Brausen und Nebel.
Wasserfälle San Martín, Adam, Eva, Penoni und Bergano
Mehrere der größten einzelnen Wasserfälle innerhalb des Iguazú-Systems – sie liegen links vom Teufelsschlund. Bekannt sind sie für ihre beeindruckende Höhe und Wassermenge, die sich während der Hochwasserphase zu einer einzigen Front vereinen.
Iguazú-Nationalpark (Argentinien)1934
Ein Schutzgebiet mit mehr als 67.000 Hektar subtropischem Regenwald. Hier leben zahlreiche Tiere und Pflanzenarten. Mit ausgedehnten Wegen und Aussichtsplattformen kann man die Wasserfälle ganz aus der Nähe erleben.
Iguaçu-Nationalpark (Brasilien)1939
Die brasilianische Entsprechung zum argentinischen Park: mit Wegen entlang der Schlucht und dem Zugang zur unteren Basis des Teufelsschlunds. So erhält man Panoramablicke auf die Wasserfälle.
Kontakt
Telefon: 011 5258-7318