Tilcara Archäologischer Fundplatz

Tilcara Archäologischer Fundplatz

Jujuy

80/10090 min

Der Tilcara Archäologische Fundplatz, der lokal als Pucará de Tilcara bekannt ist, ist eine beeindruckende vorkolumbianische Festungsanlage auf einem Hügel nahe der Stadt Tilcara in der Provinz Jujuy in Argentinien. Ursprünglich wurde die Anlage um das 12. Jahrhundert von der Omaguaca-Kultur errichtet und diente als strategisches Verteidigungs- und Verwaltungszentrum. Der Fundplatz umfasst etwa 15 Acres und beherbergte einst über 2.000 Menschen, die in kleinen Steingebäuden lebten. Dazu gehören Wohnbereiche, Viehgehege, religiöse Stätten und Begräbnisplätze. Im späten 15. Jahrhundert eroberten die Inka die Region und nutzten den Pucará als militärischen Außenposten, um wertvolle mineralische Ressourcen zu sichern. 1908 wurde die Anlage von dem Ethnologen Juan Bautista Ambrosetti und Salvador Debenedetti wiederentdeckt. Seitdem wurde sie teilweise restauriert und als archäologisches Museum eröffnet: Mit sieben permanenten Ausstellungsräumen werden dort über 5.000 Exponate aus verschiedenen indigenen Kulturen präsentiert. Direkt neben dem Fundplatz befindet sich ein botanischer Garten mit einheimischen Kakteen. Der Pucará bietet Besuchern Panoramablicke über das Tal der Quebrada de Humahuaca und ist bis heute ein wichtiges Symbol der vorkolumbianischen Kultur in Argentinien.

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Tipp: Besuchen Sie den Ort früh am Morgen oder spät am Nachmittag, um den größten Besucherandrang zu vermeiden und angenehmere Temperaturen zu genießen. Kaufen Sie in der Hochsaison Tickets im Voraus, um den Einlass zu sichern. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen/Senioren. Planen Sie Zeit ein, um sowohl den archäologischen Fundplatz als auch den nahegelegenen botanischen Garten zu erkunden. Geführte Touren werden empfohlen, um die historische und kulturelle Bedeutung wirklich zu erfassen.

Interessante Fakten

  • Der Pucará umfasst ungefähr 15 Acres und beherbergte in seiner Blütezeit über 2.000 Einwohner.
  • Er ist der einzige öffentlich zugängliche archäologische Fundplatz im Tal der Quebrada de Humahuaca.
  • Die Anlage wurde 1908 wiederentdeckt, und in den ersten drei Jahren der Ausgrabungen wurden mehr als 3.000 Artefakte katalogisiert.
  • Ein mumifizierter Körper aus der Atacama-Wüste wurde einst im Museum gezeigt, wird aber heute nicht mehr ausgestellt.
  • Der angrenzende botanische Garten zeigt einheimische Kakteensorten und hebt die Pflanzenwelt der Region hervor.

Geschichte

Die Anlage wurde ursprünglich im 12.

Jahrhundert von der Omaguaca-Kultur als befestigte Stadt und Verwaltungszentrum errichtet.

Später wurde sie im späten 15.

Jahrhundert von den Inka erobert, die sie als militärischen Außenposten nutzten.

Die Inka-Herrschaft dauerte etwa fünfzig Jahre, bis im 16.

1586

Jahrhundert die Spanier eintrafen und 1586 die heutige Stadt Tilcara gründeten.

1908

1908 wurde der Fundplatz von Juan Bautista Ambrosetti und Salvador Debenedetti wiederentdeckt.

1911

Ab 1911 folgten Ausgrabungen und ein teilweiser Wiederaufbau.

1966

Das archäologische Museum wurde 1966 offiziell eröffnet, unter der Aufsicht von Eduardo Casanova und der University of Buenos Aires.

Ortsführer

1
Festungsartige Hügellage12th century

Der wichtigste archäologische Bereich liegt auf einem 80 Meter hohen Hügel, der strategisch für Verteidigung und Panoramablicke über die Quebrada de Humahuaca sowie die umliegenden Täler ausgewählt wurde. Besucher können rekonstruierte Steingebäude, Mauern und Viehgehege erkunden, die den Alltag der Omaguaca veranschaulichen.

2
Archäologisches Museum Dr. Eduardo Casanova1966
Eduardo Casanova

Das Museum umfasst sieben dauerhafte Ausstellungsräume mit über 5.000 Exponaten aus indigenen Kulturen Argentiniens, Chiles, Boliviens, Perus und der Region Quebrada de Humahuaca. Zu sehen sind unter anderem Keramiken, Textilien, Werkzeuge und religiöse Gegenstände aus der Zeit von der Vor-Inka-Ära bis in die Kolonialzeit.

3
Botanischer Garten

Der direkt neben dem Pucará gelegene Garten zeigt einheimische Kakteenarten und weitere Pflanzen aus großen Höhen, die typisch für die Region sind. So erhalten Besucher Einblicke in das lokale Ökosystem und in die traditionellen Verwendungen von Pflanzen.

Kontakt

Telefon: 0388 422-1325

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