Purmamarca

Purmamarca

Jujuy

75/100120 min

Purmamarca ist eine kleine Ortschaft im Departamento Tumbaya der Provinz Jujuy in Argentinien. Berühmt ist sie für ihre beeindruckende Naturlandschaft am Fuße des Cerro de los Siete Colores (Hügel der Sieben Farben). Der Name der Stadt geht auf die Aymara-Wörter „purma“ (Wüste oder unbebautes Land) und „marca“ (Stadt) zurück und wird oft als „Stadt des Unberührten Landes“ gedeutet. Mit einer Geschichte, die bis in die Zeit vor der spanischen Eroberung zurückreicht, bewahrt Purmamarca traditionelle andine Kultur und Architektur. Die koloniale Kirche, 1648 erbaut und der Heiligen Rose von Lima gewidmet, ist ein Nationales Historisches Monument. Sie zeichnet sich durch Lehmziegelwände aus, ein Dach aus Holz vom cardón-Kaktus sowie Gemälde der Cusco-Schule aus dem 18. Jahrhundert. Die Stadt lebt vom Tourismus – besonders, seit die nahegelegene Quebrada de Humahuaca im Jahr 2003 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Besucher zieht es unter anderem zum lebendigen Kunsthandwerksmarkt auf dem Hauptplatz sowie zu Naturerlebnissen in der Umgebung, etwa Wanderungen entlang des Paseo de los Colorados, entlang des Río Purmamarca und Ausflüge zu Salinas Grandes und der Laguna de Guayatayoc, einem Zuhause für rosafarbene Flamingos und weitere Wildtiere. Trotz ihrer bescheidenen Größe bietet Purmamarca eine einzigartige Mischung aus Naturschönheit, kultureller Vielfalt und historischer Bedeutung – ein faszinierendes Reiseziel in den nördlichen Hochländern Argentiniens.

Planen Sie Ihre Reise nach Argentinien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit, um Purmamarca zu besuchen, ist die Trockenzeit: Dann genießen Sie klare Ausblicke auf den Cerro de los Siete Colores und können Outdoor-Touren besonders gut planen. Wer zu nahegelegenen Zielen wie Salinas Grandes und Laguna de Guayatayoc unterwegs ist, sollte Fahrkarten für geführte Touren am besten im Voraus kaufen. Einige Anbieter bieten Rabatte für Gruppen und Schüler/Studierende. Wenn Sie den Kunsthandwerksmarkt früh am Tag besuchen, erhalten Sie die beste Auswahl an traditionellen Waren. Die lokale Kirche ist täglich mit Vormittags- und Nachmittagszeiten geöffnet, und der Besuch des Patronatsfests am 30. August bietet ein besonders intensives kulturelles Erlebnis – mit traditioneller Musik und Zeremonien.

Interessante Fakten

  • Der Cerro de los Siete Colores zeigt deutlich voneinander getrennte Schichten mineralstoffreicher Böden, die die leuchtenden natürlichen Farbstreifen formen.
  • In der Kirche von Purmamarca finden sich Gemälde aus dem 18. Jahrhundert der Cusco-Schule – eine weithin bekannte künstlerische Tradition in den Anden.
  • Der Name der Stadt bedeutet „Stadt des Unberührten Landes“ und verweist auf ihre ursprüngliche, unberührte und unbebaute Herkunft in der Aymara-Sprache.
  • Die nahe Purmamarca gelegene Quebrada de Humahuaca wurde im Jahr 2003 zum UNESCO-Welterbe erklärt und erhielt dadurch mehr weltweite Aufmerksamkeit.
  • Lokale Feste, etwa das Patronatsfest der Heiligen Rose von Lima am 30. August, bieten traditionelle andine Musik – mit Instrumenten wie sikuris und erkes.

Geschichte

Purmamarca hat ein jahrtausendealtes Erbe: Die Siedlung existiert bereits, bevor die Spanier die Region eroberten.

1648

Die koloniale Kirche wurde 1648 errichtet und 1941 zum Nationalen Historischen Monument erklärt.

Historisch war Purmamarca bis zu Verbesserungen wie der Straße „Capricorn Axis“ von wichtigen Handelsrouten etwas abgeschnitten.

2003

Die Erklärung der Quebrada de Humahuaca zum UNESCO-Welterbe im Jahr 2003 kurbelte den Tourismus spürbar an und förderte das wirtschaftliche Wachstum – verbunden mit dem Schutz des kulturellen Erbes sowie mit Naturattraktionen.

Ortsführer

1
Kirche der Heiligen Rose von Lima1648

Diese koloniale Kirche, 1648 erbaut, ist ein Nationales Historisches Monument mit schlichter Lehmziegel-Architektur, einem Dach aus Holz vom cardón-Kaktus und einem schmalen, einschiffigen Grundriss. Innen können Besucher Gemälde der Cusco-Schule aus dem 18. Jahrhundert sowie kunsthandwerkliche Relikte bewundern, die andine religiöse Traditionen widerspiegeln.

2
Cerro de los Siete Colores (Hügel der Sieben Farben)

Ein markanter Naturhügel nahe Purmamarca, der für seine farbigen mineralischen Schichten berühmt ist und einen Regenbogen-Effekt entstehen lässt. Er ist eine Hauptattraktion und ein Wahrzeichen der Stadt – mit spektakulären Ausblicken und idealen Fotomotiven.

3
Kunsthandwerksmarkt

Der Markt befindet sich auf dem Hauptplatz und bietet traditionelles Kunsthandwerk aus der Arbeit lokaler Gemeinschaften. Hier lässt sich andine Kultur besonders lebendig entdecken – etwa durch Textilien, Schmuck und Keramik. Gleichzeitig stärkt der Markt die lokale Wirtschaft.

4
Paseo de los Colorados

Eine reizvolle Trekkingroute ab Purmamarca, die durch die rötlich gefärbten Hügel führt, die als Colorados bekannt sind. Der Weg ermöglicht es, sich ganz in die dramatische Landschaft einzutauchen und die lokale Flora und Fauna zu beobachten.

5
Ausflüge zu Salinas Grandes und Laguna de Guayatayoc

Touren ab Purmamarca führen zu den weiten Salzebenen von Salinas Grandes sowie zur Laguna de Guayatayoc – einem Vogelschutzgebiet mit rosafarbenen Flamingos und Wildgänsen. Diese Ausflüge zeigen die vielfältigen Ökosysteme der argentinischen Hochländer.