
Kathedrale von Córdoba
Córdoba
Die Kathedrale von Córdoba, offiziell Unserer Lieben Frau von der Himmelfahrt (Our Lady of the Assumption) genannt, ist die älteste erhaltene und durchgehend genutzte Kolonialkirche in Argentinien. Im historischen Zentrum von Córdoba gelegen, nimmt sie einen markanten Block ein, der der Plaza San Martín zugewandt ist. Der Bau begann 1582 und wurde 1758 vollendet. Dabei werden architektonische Einflüsse aus jesuitischen und granadinischen Traditionen sichtbar. Die Kathedrale besitzt einen Grundriss im Stil des lateinischen Kreuzes, inspiriert von der Jesuitenkirche Il Gesù in Rom, eine prächtige Kuppel mit Laternen-Türmen sowie zwei Glockentürme, die 1787 fertiggestellt wurden. Ihre Fassade zeichnet sich durch einen neoklassizistischen Portikus aus und ein kunstvolles Portal aus geschmiedetem Eisen mit einer Darstellung des Heiligen Petrus und des Heiligen Paulus. Im Inneren erwartet Besucher ein reich verzierter Innenraum: ein hohes, durchgehendes Tonnengewölbe über dem Mittelschiff, geschmückt mit geschnitzten Holzarbeiten und vergoldeten Stuckornamenten. Der Hauptaltar aus Silber aus dem Oberen Peru (Upper Peruvian silver) sowie zahlreiche beweglich anmutende Skulpturen katholischer Heiliger in prunkvollen Gewändern unterstreichen den künstlerischen Wert des Raums. Außerdem enthält die Kathedrale wertvolle silberne und goldene Votivgaben, Fresken und Wandmalereien, die in der frühen 20. Jahrhundert von bedeutenden Künstlern geschaffen wurden. Das Vestibül (Narthex) und die Krypten dienen als Begräbnisstätten für wichtige historische Persönlichkeiten aus Córdoba und Argentinien. Eine Statue des Christus mit der Erlösung (Christ the Redeemer) krönt die Fassade – eine 1901 in Paris geschmiedete Ergänzung. Die Kathedrale ist weiterhin ein Nationales Historisches Denkmal und ein bedeutender kultureller Ankerpunkt in Argentinien.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten die Kathedrale an Werktagen besichtigen, um Menschenmengen zu vermeiden und die detailreiche Gestaltung in Ruhe zu genießen. Geführte Touren werden für ein tieferes Verständnis ihrer Geschichte und Kunst empfohlen. In der Hochsaison sollten Tickets im Voraus gekauft werden. Die Kathedrale ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Fotografieren ist normalerweise erlaubt, doch Gäste sollten die Servicezeiten respektieren und sich dezent kleiden.
Interessante Fakten
- •Sie ist das älteste erhaltene und funktionierende Kolonialgebäude in Argentinien.
- •Die Fassade der Kathedrale besitzt ein Portal aus geschmiedetem Eisen mit detaillierten Silhouetten des Heiligen Petrus und des Heiligen Paulus.
- •Die Turmuhr war ein Geschenk der englischen Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts.
- •Die Statue des Christus mit der Erlösung oben auf der Fassade wurde 1901 in Paris geschmiedet.
- •Im Inneren befindet sich ein Altar aus Sterling-Silber, gefertigt aus dem Oberen Peru (heute Bolivien).
- •Die Kathedrale dient als Begräbnisstätte für bedeutende argentinische historische Persönlichkeiten wie General José María Paz und den Dekan Gregorio Funes.
Geschichte
Der Bau der Kathedrale von Córdoba begann 1582, zunächst als Kirche Unserer Lieben Frau von der Himmelfahrt (Church of Our Lady of the Assumption).
Zu den frühen Bauleuten zählten Gregorio Ferreira und Juan Rodríguez; später flossen architektonische Beiträge von Ricardo González Merguete ein, während jesuitische Einflüsse die Gestaltung als Basilika mit lateinischem Kreuz prägten.
1706 wurde die Kathedrale geweiht; zu den bedeutenden Ergänzungen gehörten die Kuppel mit Laternen-Türmen, die Vicente Muñoz 1758 entwarf, sowie die neoklassizistische Fassade, die Andrea Bianchi 1729 fertigstellte.
Die Glockentürme wurden 1787 vollendet, und eine bemerkenswerte Statue des Christus mit der Erlösung wurde 1901 hinzugefügt.
Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Kathedrale zu einer monumentalen religiösen und kulturellen Stätte, die koloniale sowie neoklassizistische Architekturformen widerspiegelt.
Ortsführer
Hauptschiff und Tonnengewölbe18th century
Das zentrale Mittelschiff der Kathedrale ist von einem hohen, durchgehenden Tonnengewölbe überspannt, das reich verziert ist mit geschnitztem Holz und vergoldeten Stuckornamenten. So entsteht ein harmonischer und zugleich majestätischer Innenraum.
Neoklassizistische Fassade und Portikus1729
Entworfen von Andrea Bianchi und 1729 fertiggestellt, zeigt die Fassade einen prächtigen neoklassizistischen Portikus mit breiter Treppe sowie ein kunstvolles Portal aus geschmiedetem Eisen, das den Heiligen Petrus und den Heiligen Paulus darstellt.
Kuppel mit Laternen-Türmen1758
Die Kuppel und die sie begleitenden Laternen-Türme wurden 1758 unter der Leitung des Franziskanerpater Vicente Muñoz errichtet und krönen die Kathedrale. Das verleiht ihr zusätzlich an architektonischer Pracht.
Silberaltar und religiöse SkulpturenColonial period
Der Hauptaltar ist aus Sterling-Silber gefertigt, das aus dem Oberen Peru stammt. Dazu kommen zahlreiche figurenartige, teils bewegliche Skulpturen katholischer Heiliger in prunkvollen Gewändern – ein eindrucksvolles Beispiel für die Kunst des Kolonialstils.
Krypten und BegräbnisstättenVarious
Das Vestibül (Narthex) der Kathedrale und die angrenzenden Krypten dienen als letzte Ruhestätte für bedeutende Persönlichkeiten aus Córdoba und Argentiniens Geschichte – darunter General José María Paz und Bischof Hernando de Trejo y Sanabria.
Kontakt
Telefon: 0351 422-3446