Palacio Barolo

Palacio Barolo

Ciudad Autónoma de Buenos Aires

85/10090 min

Palacio Barolo ist ein Wahrzeichen unter den Büro-Hochhäusern und liegt an der Avenida de Mayo im Viertel Monserrat von Buenos Aires, Argentinien. Entworfen vom italienischen Architekten Mario Palanti und 1923 eingeweiht, war es über ein Jahrzehnt das höchste Gebäude in Buenos Aires und in ganz Südamerika. Der vielseitige Baustil greift die Allegorien aus Dantes Göttlicher Komödie auf und teilt das Gebäude in drei symbolische Bereiche – für die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies. Das Gebäude ist 100 Meter hoch, passend zu den 100 Gesängen der Göttlichen Komödie, und wird von einem Leuchtturm gekrönt, der die neun Chöre der Engel symbolisiert. Zu sehen ist das Bauwerk sogar von Montevideo über die Bucht bzw. den Mündungsbereich des Rio de la Plata. Die Fundamente folgen dem goldenen Schnitt, und in der Lobby finden sich lateinische Inschriften, Monsterstatuen sowie Symbole aus der Freimaurerei und der Alchemie. Ursprünglich ließ es der Unternehmer Luis Barolo in Auftrag geben – mit dem Plan, Dantes Asche fern von Europa unterzubringen. Heute dient das Gebäude als Bürofläche für verschiedene Berufsgruppen, als Spanischschule sowie als Tango-Kleidungs-Shop. 1997 zum nationalen historischen Denkmal erklärt, ist Palacio Barolo bis heute ein einzigartiges architektonisches und kulturelles Symbol, das Einflüsse aus Gotik, Art déco und Art Nouveau vereint.

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Tipp: Besucher sollten an geführten Touren teilnehmen, um die kunstvolle Symbolik und Architektur des Gebäudes in ihrer ganzen Tiefe zu entdecken. Der Leuchtturm ganz oben bietet einen Panoramablick und lässt sich am besten bei klarem Wetter besichtigen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders in den Stoßzeiten der Touristen. Das Gebäude ist während der regulären Bürozeiten zugänglich, allerdings können für einzelne Bereiche vorherige Reservierungen nötig sein. Im Oktober ist die besondere Beleuchtung des Leuchtturms zu sehen, die die Aufklärung und Unterstützung bei Brustkrebs begleitet.

Interessante Fakten

  • Die Gebäudehöhe von 100 Metern entspricht den 100 Gesängen von Dantes Göttlicher Komödie.
  • Der Leuchtturm ist von Montevideo, Uruguay, über die Mündung des Rio de la Plata hinweg zu sehen.
  • Die Fundamente des Gebäudes folgen dem goldenen Schnitt – einem mathematischen Prinzip, das mit harmonischer Ästhetik in Verbindung gebracht wird.
  • In der Lobby gibt es lateinische Inschriften und Monsterstatuen, die die neun Höllenkreise aus Dantes Inferno darstellen.
  • Die dekorative Spitze richtet sich am 9. Juli – dem argentinischen Unabhängigkeitstag – an der Konstellation des Kreuz des Südens aus.

Geschichte

1923

Palacio Barolo wurde von dem italienischen Einwanderer Luis Barolo in Auftrag gegeben und von Mario Palanti entworfen; der Bau wurde 1923 abgeschlossen.

1935

Bis zum Kavanagh Building, das es 1935 übertraf, war es das höchste Gebäude in Buenos Aires und in Südamerika.

Das Design ließ sich von Dantes Göttlicher Komödie inspirieren und verwendet architektonische Elemente, die die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies symbolisieren.

1997

1997 wurde das Gebäude zum nationalen historischen Denkmal erklärt.

2009

Der Leuchtturm, ursprünglich eine Lichtbogenlampe (arc lamp), wurde restauriert und 2009 wieder in Betrieb genommen – als „Bicentennial Lighthouse“.

Im Laufe der Zeit beherbergte das Gebäude verschiedene Büros und kulturelle Einrichtungen und bewahrte dabei seine historische und symbolische Bedeutung.

Ortsführer

1
Lobby und Zentralhalle1923
Mario Palanti

In der Lobby befindet sich eine zentrale Halle mit Inschriften in Latein und Monsterstatuen, die die neun Höllenkreise symbolisieren. Von dort aus erstreckt sie sich in neun gewölbte Arkaden und spiegelt so den Aufbau des Infernos wider. Auf den Etagen und Wänden sind alchemistische Symbole, die Farben der italienischen Flagge sowie freimaurerische Motive zu sehen. Die originalen Antik-Aufzüge sind hier noch immer in Betrieb.

2
Die drei symbolischen Bereiche1923
Mario Palanti

Das Gebäude ist in drei Bereiche unterteilt: das Untergeschoss und das Erdgeschoss stehen für die Hölle; die Stockwerke 1 bis 14 symbolisieren das Fegefeuer; die Etagen 15 bis 22 stehen für das Paradies. Jede Etage ist mit einer eigenen, einzigartigen Ornamentik gestaltet, die diese Themen aufgreift.

3
Leuchtturm und Spire1923
Mario Palanti

Ganz oben thront ein Leuchtturm mit einem leistungsstarken Lichtstrahler, der die neun Chöre der Engel symbolisiert. Die Spire trägt ein Ornament, das die Konstellation des Kreuz des Südens zeigt – und sich mit der echten Konstellation am argentinischen Unabhängigkeitstag am 9. Juli deckt.

Kontakt

Telefon: 011 6915-2385