Los Alerces Nationalpark

Los Alerces Nationalpark

Chubut

85/100120 min

Der Los Alerces Nationalpark liegt in den patagonischen Anden im argentinischen Bundesstaat Chubut und ist vor allem für seine spektakulären, durch Gletscher geformten Landschaften bekannt – darunter Moränen, Zirkustäler (Cirques) und glasklare Seen. Der Park wurde 1937 gegründet, um die vom Aussterben bedrohte Alerce-Baumart zu schützen, und bewahrt einen der größten und am besten erhaltenen Alerce-Wälder der Welt. Diese uralten Bäume, von denen einige über 2.600 Jahre alt sind, gehören zu den langlebigsten Baumarten der Erde. Die vielfältigen Ökosysteme reichen von dichten gemäßigten Wäldern bis zu alpinen Wiesen unter steinigen Gipfeln – mit einer markanten Baumgrenze bei rund 1.400 Metern. Der Park umfasst eine Kette von Seen, die über Flüsse miteinander verbunden sind, darunter der Lago Menéndez, in dem sich der größte bekannte Alerce-Baum Argentiniens befindet. Die Westgrenze grenzt an Chile, und der Park erstreckt sich über rund 187.000 Hektar Nationalpark sowie weitere geschützte Reservegebiete. Im Jahr 2017 zum UNESCO-Welterbe erklärt, ist Los Alerces ein wichtiger Rückzugsort für endemische und bedrohte Pflanzen- und Tierarten – ein Ort, der einige der letzten unberührten patagonischen Wälder zeigt und Besuchern zugleich atemberaubende Natur und ökologische Bedeutung bietet.

Planen Sie Ihre Reise nach Argentinien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit, um den Los Alerces Nationalpark zu besuchen, sind die Sommermonate der Südhalbkugel (Dezember bis März), wenn das Wetter milder ist und die meisten Wege zugänglich sind. Besucher sollten empfohlen werden, geführte Bootstouren im Voraus zu buchen, um den Alerce-Wald in der Nähe von Puerto Sagrario am Lago Menéndez zu entdecken, der zu den Highlights des Parks zählt. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen an offiziellen Eingängen verfügbar sein. Aufgrund der abgelegenen Lage des Parks und seines Schutzstatus ist es ratsam, sich auf begrenzte Serviceangebote einzustellen und die nötigen Vorräte mitzunehmen. Frühzeitige Reservierungen für Unterkünfte im nahegelegenen Villa Futalaufquen werden in der Hauptsaison empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Alerce-Baum (Fitzroya cupressoides) ist die zweitlanglebigste Baumart der Welt: In Chile wurden Exemplare mit über 3.600 Jahren Lebenszeit gefunden.
  • Der größte bekannte Alerce-Baum in Argentinien ist 57 Meter hoch, 2,2 Meter im Durchmesser und etwa 2.600 Jahre alt. Er befindet sich bei Puerto Sagrario am Lago Menéndez.
  • Der Los Alerces Nationalpark umfasst ein komplexes System aus neun Seen, die über Flüsse verbunden sind und den Fluss Futaleufú bilden, der nach Chile fließt und letztlich in den Pazifischen Ozean mündet.
  • Der höchste Punkt im Park ist der Cordon de las Pirámides auf 2.440 Metern Höhe, der niedrigste liegt etwa 330 Meter dort, wo der Fluss Futaleufú nach Chile übertritt.
  • Der Park hat auch glaziale Spuren wie den Gletscher Torrecillas zwischen den beiden Armen des Lago Menéndez.

Geschichte

1937

Der Los Alerces Nationalpark wurde 1937 per Präsidialdekret gegründet, um die uralten Alerce-Wälder und die patagonische Flora zu schützen.

1945

Zunächst als Nationalreserve ausgewiesen, wurde er 1945 zum Nationalpark aufgewertet.

1971

Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Grenzen und das Management des Parks weiter präzisiert, unter anderem durch die Trennung des Lago Puelo Nationalparks im Jahr 1971.

2017

2017 erkannte die UNESCO Los Alerces als Welterbestätte an – aufgrund seiner außergewöhnlichen natürlichen Schönheit und seiner ökologischen Bedeutung.

Der Park wird mit dem Fokus auf Naturschutz, Forschung und nachhaltigen Tourismus verwaltet und bewahrt einen der letzten noch intakten gemäßigten Wälder in Patagonien.

Ortsführer

1
Puerto Sagrario und Alerce-Wald

Puerto Sagrario ist per Boot erreichbar und bildet den Zugang zum bekanntesten Alerce-Wald des Parks – mit dem größten bekannten Alerce-Baum Argentiniens. Besucher können die gut erhaltenen uralten Bäume erkunden und mehr über ihre ökologische Bedeutung erfahren.

2
Lago Menéndez

Ein beeindruckender Gletschersee, umgeben von steilen Bergen und dichten Wäldern: Der Lago Menéndez bietet schöne Bootstouren und Wandermöglichkeiten entlang seiner Ufer – inklusive Zugang zum Alerce-Wald.

3
Cordon de las Pirámides

Der höchste Gipfel im Park liegt bei 2.440 Metern und bietet Panoramablicke auf die umliegenden Anden, alpinen Wiesen und Gletscher. Oberhalb der Baumgrenze ist die Vegetation nur spärlich, und es gibt dauerhafte Schneefelder.

Kontakt

Telefon: 02945 47-1015