Campo de Piedra Pómez

Catamarca

75/100120 min

Der Campo de Piedra Pómez ist ein bemerkenswertes Natur-Schutzgebiet im Departamento Antofagasta de la Sierra, in der Provinz Catamarca, Argentinien. Er zeichnet sich durch ausgedehnte Ablagerungen von Bimsstein aus – einem vulkanischen Gestein, das aus explosiven Eruptionen hervorgeht, insbesondere aus dem nahegelegenen Vulkan Cerro Blanco. Diese Landschaft wurde über Jahrtausende hinweg durch Erosion und anhaltende Winde modelliert und hat ein surreales Terrain aus Bimssteinfeldern und Ignimbriten geschaffen. Die Region liegt innerhalb der hochandinen und Puna-Phytogeografie-Provinzen, die sich durch trockene Böden, große tägliche Temperaturschwankungen und einen niedrigen Sauerstoffgehalt der Luft auszeichnen – typisch für die Puna. Der Cerro Blanco, der auch als Robledo bekannt ist, ist ein Caldera-Vulkan, der für die Bimssteinablagerungen der Region verantwortlich ist. Seine Geschichte umfasst gewaltige Eruptionen, darunter ein Ereignis mit VEI-7 um 2300 BCE, das weite Ignimbritschichten hervorgebracht hat. Das Schutzgebiet erstreckt sich über mehr als 75.000 Hektar in Höhen zwischen 3.050 und 4.850 Metern über dem Meeresspiegel und bietet Besuchern dramatische Vulkanlandschaften sowie geologische Formationen. Trotz der abgelegenen Lage und einer nur begrenzten Infrastruktur für Besucher wurden mehrere informelle Rundstrecken wie „Gigantes de Piedra Pómez“ und „Balcones de Laguna Purulla“ entwickelt, um die landschaftlichen und geologischen Highlights der Gegend zu erkunden. Die Naturschutzmaßnahmen laufen weiter, doch der Bereich steht unter Druck durch Freizeitaktivitäten und potenzielle Bergbauinteressen aufgrund bedeutender Mineralvorkommen in der Region.

Planen Sie Ihre Reise nach Argentinien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besucher sollten ihre Reise in der Trockenzeit planen, um widrige Wetterbedingungen zu vermeiden, und aufgrund der abgelegenen Lage ausreichend Proviant mitbringen. Es empfiehlt sich, geführte Touren zu organisieren oder lokale Experten zu konsultieren, die das Gelände kennen. Für Transport und Unterkunft in nahegelegenen Orten wie El Peñón oder Antofagasta de la Sierra sollte man im Voraus planen. Da es sich um ein Schutzgebiet handelt, können Genehmigungen oder Vorschriften gelten – es ist daher sinnvoll, sich vor dem Besuch bei den zuständigen lokalen Behörden zu erkundigen. Besucher sollten die Regeln zum Schutz der Natur respektieren, um die einzigartigen geologischen Besonderheiten und das fragile Umfeld zu bewahren.

Interessante Fakten

  • Der Campo de Piedra Pómez beherbergt einige der größten Rippelmarken der Erde. Sie sind das Ergebnis anhaltender Windeinwirkung auf Ignimbritfelder und erreichen Höhen von bis zu 2,3 Metern sowie Abstände von bis zu 43 Metern.
  • Der nahegelegene Vulkan Cerro Blanco erzeugte etwa um 2.300 BCE eine VEI-7-Eruption – eine der größten, die aus den Zentralanden bekannt ist – und schleuderte rund 170 Kubikkilometer Tephra aus.
  • Die Bimssteinfelder sind Überreste massiver Ignimbritablagerungen von Vulkanausbrüchen, die das Landschaftsbild über Zehntausende von Jahren geprägt haben.
  • Trotz seiner rauen Umgebung und der großen Höhenlage unterstützt das Gebiet eine einzigartige Flora und Fauna der Hochanden, die an trockene Bedingungen und sauerstoffarme Luft angepasst ist.

Geschichte

Die Region des Campo de Piedra Pómez entstand vor allem durch vulkanische Aktivität, die mit dem nahegelegenen Vulkan Cerro Blanco verbunden ist, der seit Millionen von Jahren aktiv ist.

000

Etwa vor 73.000 Jahren erzeugte eine Eruption die Ignimbritschicht des Campo de la Piedra Pómez, und die größte bisher bekannte Eruption in den Zentralanden ereignete sich ungefähr 2.300 BCE.

Dabei bildeten sich mächtige Ignimbritablagerungen und die heutige Caldera-Struktur.

Im Laufe der Zeit formten Erosion und Wind die Bimssteinfelder zu ihrer heutigen Gestalt.

2011

Das Gebiet wurde 2011 und 2012 offiziell als geschütztes Naturreservat ausgewiesen, um seine einzigartigen geologischen und ökologischen Werte zu sichern.

Ortsführer

1
Cerro Blanco-Caldera~2300 BCE

Eine große vulkanische Caldera, die für die Bimssteinablagerungen im Gebiet verantwortlich ist. Zu ihr gehören Lavakuppeln, Ignimbrit-Breccien sowie hydrothermale Sinterablagerungen. Sie erreicht Höhen bis zu 4.697 Metern und zeigt Hinweise auf vergangene massive Eruptionen.

2
BimssteinfelderPost-eruption, last 73,000 years

Weitläufige Bimssteinfelder, die durch vulkanische Eruptionen entstanden und durch Erosion sowie Wind geformt wurden. Dabei entstanden einzigartige wellenartige Rippelmarken – zu den größten der Erde.

3
Naturrouten: Gigantes de Piedra Pómez und Balcones de Laguna Purulla

Informelle Besucherwege, die die eindrucksvollsten und geologisch interessantesten Teile der Bimssteinfelder sowie das umgebende vulkanische Terrain in Szene setzen.