
Kathedralbasilika Nuestra Señora del Valle
Catamarca
Die Kathedralbasilika Nuestra Señora del Valle in San Fernando del Valle de Catamarca ist der wichtigste religiöse Ort der Provinz und ein bedeutendes Pilgerziel in Argentinien. Die zwischen 1859 und 1875 errichtete Kathedrale zeigt einen eindrucksvollen italienischen Stil der Neo-Renaissance, entworfen von dem Architekten Luis Caravatti. Die weitläufige Fassade blickt auf die Plaza 25 de Mayo und wird von zwei 42 Meter hohen Türmen flankiert – einer mit einer Uhr, der andere mit Glocken. Dazwischen befindet sich ein repräsentatives Eingangsportal mit einem vom Greco-Romanen Design inspirierten Portikus. Innen dominieren die Stile korinthisch und toskanisch: mit einem Mittelschiff sowie zwei Seitenschiffen, in denen jeweils Kapellen liegen. Diese besitzen Altäre und Glasmalereien. Die Deckengemälde wurden 1941 vom italienischen Künstler Nazareno Orlandi geschaffen. Sie zeigen Wunderereignisse im Zusammenhang mit der Jungfrau vom Tal, der Schutzpatronin der Kathedrale. Außerdem beherbergt die Kathedrale eine historische Pfeifenorgel aus dem späten 19. Jahrhundert, die nach Erdbebenschäden im Jahr 2004 restauriert wurde. Über ihre architektonische und künstlerische Bedeutung hinaus ist die Kathedrale ein spirituelles Zentrum: Jährlich kommen Tausende Gläubige, um der Jungfrau vom Tal zu huldigen – zugleich Schutzpatronin von Catamarca und mit nationalem Bezug zu Tourismus und Fallschirmspringern in Argentinien.
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Tipp: Besucher sollten ihren Aufenthalt am Festtag der Jungfrau vom Tal am 8. September planen. An diesem Tag finden in der Kathedrale lebhafte Feierlichkeiten und Wallfahrten statt. Wenn Sie Tickets im Voraus kaufen oder geführte Touren frühzeitig buchen, können Sie Ihr Erlebnis besonders zu Stoßzeiten rund um die Pilgerzeit spürbar verbessern. Die Kathedrale ist täglich zugänglich, doch frühe Besuche bieten oft eine ruhigere Atmosphäre zum Nachdenken und für Fotos. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen oder Pilger; es empfiehlt sich, bei den lokalen Tourismusstellen oder bei der Verwaltung der Kathedrale nachzufragen.
Interessante Fakten
- •Die beiden Zwillingstürme sind jeweils 42 Meter hoch: Ein Turm beherbergt eine Uhr, der andere die Glocken.
- •Die Deckenfresken von Nazareno Orlandi erinnern an Wunderereignisse, die der Jungfrau vom Tal zugeschrieben werden; gemalt wurden sie 1941 zum 50. Jubiläum ihrer kanonischen Krönung.
- •Die Pfeifenorgel im Inneren der Kathedrale zählt zu nur acht Instrumenten dieser Art in Argentinien. Sie besitzt Pfeifen aus Zinn- und Bleilegierung sowie eine Teilgruppe aus Holz (Kiefer).
- •Nuestra Señora del Valle ist nicht nur die Schutzpatronin von Catamarca, sondern auch von Argentiniens Tourismus und Fallschirmspringern – und hat damit eine große kulturelle Bedeutung.
- •Für die Fassade werden französische Majolika-Fliesen „Pas de Calais“ verwendet, und die originale rosafarbene Wand „Rosa Toro“ aus der Bauzeit ist erhalten geblieben.
Geschichte
Die heutige Kathedrale ist die dritte, die an diesem Standort im Zentrum von Catamarca errichtet wurde und frühere Bauten aus den Jahren 1695 sowie 1734–1744 ersetzt.
Der Bau der gegenwärtigen Basilika im Stil der Neo-Renaissance begann 1859 unter der Anleitung des Architekten Luis Caravatti und wurde 1875 abgeschlossen.
Die Errichtung wurde von bedeutenden Persönlichkeiten wie Vicario Seguro und Justo Jose de Urquiza unterstützt, außerdem durch Beiträge von Pilgern und der Gemeinde.
Die Kathedrale wurde als Basilika und Heiligtum der Jungfrau vom Tal geweiht, die 1891 von Papst Leo XIII.
nach kanonischem Recht gekrönt wurde.
Im Laufe der Jahrhunderte gab es mehrere Restaurierungen – darunter die kürzliche Reparatur der historischen Pfeifenorgel nach dem Erdbeben von 2004.
Ortsführer
Hauptfassade und Zwillingstürme1859-1875
Die Vorderseite der Kathedrale richtet sich zur Plaza 25 de Mayo und bietet einen großzügigen Portikus mit acht Säulen und einem dreieckigen Giebelfeld. Flankiert wird das Ganze von zwei Türmen mit je 42 Metern Höhe. Ein Turm enthält eine Uhr, der andere die Glocken – beide sind oben von gerippten Kuppeln bekrönt.
Innenraum mit Mittelschiff und Kapellen1859-1875
Im Inneren zeigen sich die Stile korinthisch und toskanisch: mit einem Hauptschiff als Tonnengewölbe, das durch quer verlaufende Bögen verstärkt wird. In den Seitenschiffen befinden sich mehrere Kapellen. Jede von ihnen besitzt Altäre, Ölgemälde sowie Fenster mit Glasmalerei; einige sind mit besonders aufwendig gestalteten Retabeln ausgestattet.
Deckenfresken von Nazareno Orlandi1941
Die 1941 gemalten Fresken zeigen fünf wunderbare Ereignisse, die mit der Jungfrau vom Tal verbunden sind – darunter die Wiederauffindung ihres Bildes sowie Schutz vor Plagen und Kriegen.
Historische Pfeifenorgel1878 (refurbished 1908)
Ursprünglich 1878 installiert und in der frühen Neuzeit des 20. Jahrhunderts überarbeitet, ist diese Orgel mit drei Manualen und Pedal ein besonderes Beispiel für seltene Gestaltung und Materialien – darunter Pfeifen aus Zinn-Blei-Legierung sowie Holzteile aus Kiefer.