Café Tortoni

Café Tortoni

Buenos Aires

85/10090 min

Das Café Tortoni ist ein ikonisches Kaffeehaus in der Avenida de Mayo 825 in Buenos Aires, Argentinien. Es wurde 1858 von einem französischen Einwanderer namens Touan gegründet und nach dem berühmten Pariser Café Tortoni am Boulevard des Italiens benannt – einem kulturellen Zentrum im Paris des 19. Jahrhunderts. Das Café verkörpert den Stil der Fin de siècle-Kaffeehäuser und hat einen Großteil seiner ursprünglichen Einrichtung bewahrt, sodass man einen nostalgischen Blick auf die kulturelle Vergangenheit von Buenos Aires erhält. Im Laufe der Jahre war es Treffpunkt für bedeutende literarische Persönlichkeiten, Künstler und Intellektuelle wie Jorge Luis Borges, Alfonsina Storni und Benito Quinquela Martín. Der Keller, der als La Peña bekannt ist, war von 1926 bis 1943 eine kulturelle Spielstätte für Kunst und Literatur. Heute fördert das Café weiterhin kulturelle Aktivitäten – darunter Jazz- und Tangoauftritte, Buchvorstellungen und Poesiewettbewerbe. Seine elegante Fassade, die 1898 vom Architekten Alejandro Christophersen umgestaltet wurde, zeigt den französisch-akademischen Stil und ergänzt die reiche künstlerische Atmosphäre im Inneren. Außerdem gibt es im Café eine Bibliothek sowie Billardtische, Domino- und Würfelspiele – damit ist es ein lebendiger kultureller und sozialer Mittelpunkt in Buenos Aires.

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Tipp: Besuchen Sie es unter der Woche oder in den frühen Abendstunden, um im Keller Live-Jazz und Tangoaufführungen zu erleben. Für besondere Anlässe oder literarische Vorstellungen wird eine vorherige Buchung empfohlen. Je nach Veranstaltung oder bei Besuchen in Gruppen können Ermäßigungen verfügbar sein. Wer früh kommt, hilft dabei, die stärksten Touristenspitzen zu vermeiden und einen Platz am berühmten Borges-Tisch zu sichern.

Interessante Fakten

  • Das Café Tortoni wurde nach einem berühmten Pariser Café benannt, in dem sich im 19. Jahrhundert die kulturelle Elite traf.
  • Der Veranstaltungsort im Keller La Peña war zwischen 1926 und 1943 ein wichtiger kultureller Knotenpunkt für Kunst und Literatur.
  • Zu den bekannten Besuchern zählen Albert Einstein, Jorge Luis Borges, Federico García Lorca, Hillary Clinton und Robert Duvall.
  • Die Fassade des Cafés wurde 1898 von dem norwegischen Architekten Alejandro Christophersen im französisch-akademischen Stil umgestaltet.
  • Das Café hat seine ursprüngliche Einrichtung aus dem frühen 20. Jahrhundert bewahrt – darunter eine Bibliothek sowie Spielbereiche für Billard und Domino.

Geschichte

1858

Das Café Tortoni wurde 1858 von einem französischen Einwanderer namens Touan gegründet und befand sich ursprünglich an der Ecke Rivadavia und Esmeralda.

1880

1880 zog es an seinen heutigen Standort in der Avenida de Mayo um; 1898 wurde von Alejandro Christophersen ein neuer Eingang eröffnet.

Das Café wurde Ende des 19.

Jahrhunderts von Celestino Curutchet gekauft.

1926

La Peña, eine kulturelle Gruppe zur Förderung von Kunst und Literatur, betrieb von 1926 bis 1943 den Keller.

Im Laufe der Zeit hat das Café seinen historischen Charme und seine kulturelle Bedeutung bewahrt und ist zu einem Symbol für das literarische und künstlerische Erbe von Buenos Aires geworden.

Ortsführer

1
Main Café Hall1898
Alejandro Christophersen

Der elegante Hauptraum besticht durch die originale Fin de siècle-Dekoration mit Holzvertäfelung, Glasfenstern und antikem Mobiliar und bewahrt so die Atmosphäre des Buenos Aires aus dem frühen 20. Jahrhundert.

2
La Peña Basement1926

Eine historische kulturelle Spielstätte, die 1926 im Keller des Cafés eingerichtet wurde: La Peña war ein Treffpunkt für Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle. Bis 1943 wurden Konzerte, Lesungen von Gedichten und Debatten gefördert.

3
Jorge Luis Borges Table

Ein eigener Tisch erinnert an den berühmten argentinischen Schriftsteller Jorge Luis Borges, der ein regelmäßiger Besucher war. In der Nähe wird eine Wachsfigur von Borges ausgestellt, um sein Vermächtnis zu ehren.

Kontakt

Telefon: 011 4342-4328