
Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (MALBA)
Buenos Aires
Das Lateinamerikanische Kunstmuseum von Buenos Aires, bekannt als MALBA, ist eine bedeutende Kultureinrichtung, die sich dem Sammeln, Bewahren und der Förderung der Kunst Lateinamerikas widmet – von der frühen 20. Jahrhundert bis heute. Gegründet vom argentinischen Unternehmer Eduardo Costantini und 2001 eröffnet, beherbergt das Museum etwa 400 Werke von über 160 Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Lateinamerika, darunter ikonische Arbeiten von Frida Kahlo, Tarsila do Amaral und Diego Rivera. Das Museumsgebäude wurde von den argentinischen Architekten Gaston Atelman, Martin Fourcade und Alfredo Tapia entworfen und besticht durch einen markanten dekonstruktivistischen Baustil mit polyedrischen Volumen und scharfen Kanten. Die Fassade ist mit spanischem Kalkstein und Glas verkleidet. MALBA ist dabei nicht nur ein Ausstellungsort, sondern auch ein lebendiges Kulturzentrum: Mit Film-, Literatur- und Designprogrammen sowie Bildungsangeboten geht es weit über klassische Museumspräsentationen hinaus. Über eine Million Besucherinnen und Besucher zählt das Haus jährlich, und es baut seine Sammlung weiter aus – unter anderem mit der Übernahme der Daros Latinamerica Collection im Jahr 2025. Das Engagement des Museums, die Vielfalt und Komplexität der Kunst Lateinamerikas in den Mittelpunkt zu stellen, macht MALBA zu einem Pflichtziel in Buenos Aires – sowohl für Kunstfans als auch für Kulturreisende.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie MALBA unter der Woche, um dem Andrang am Wochenende zu entgehen. Prüfen Sie die offizielle Website, um Tickets im Voraus zu buchen, und entdecken Sie die aktuellen Ausstellungen sowie kulturellen Programme. Mitgliedschaften bieten ganzjährigen Zugang und exklusive Events. Das Museum ist montags geschlossen – planen Sie entsprechend.
Interessante Fakten
- •Zur Sammlung von MALBA gehört Frida Kahlos „Selbstporträt mit Affe und Papagei“ (1942), das 1995 einen Rekordpreis für die Künstlerin setzte.
- •Das Design des Museumsgebäudes wurde aus 450 eingereichten Vorschlägen ausgewählt, die Architektinnen und Architekten aus 45 Ländern eingereicht hatten.
- •MALBA wurde 2007 von der Legislatur von Buenos Aires zum „Site of Cultural Interest“ erklärt und erhielt 2008 den Konex Platinum Award als beste Kultureinrichtung des Jahrzehnts.
- •Im Jahr 2025 erwarb MALBA die Daros Latinamerica Collection mit über 1.200 Werken von 117 Künstlerinnen und Künstlern – und erweiterte damit seine Bestände deutlich.
Geschichte
MALBA wurde 2001 von Eduardo Costantini gegründet, um einen Raum zu schaffen, der der Kunst Lateinamerikas ab dem 20.
Jahrhundert gewidmet ist.
Das Museumsgebäude wurde im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbs ausgewählt, den drei argentinische Architekten gewonnen haben.
In den folgenden Jahren hat MALBA seine Sammlung und sein kulturelles Angebot ausgebaut – unter anderem mit der Eröffnung eines Satellitenstandorts, MALBA—PUERTOS, in Escobar im Jahr 2024.
2025 wuchs das Haus besonders stark, als es die Daros Latinamerica Collection erwarb und damit seinen Status als führende Institution der Kunst Lateinamerikas weiter festigte.
Ortsführer
Museumsgebäude1998-2001
Das Gebäude wurde im dekonstruktivistischen Stil von Gaston Atelman, Martin Fourcade und Alfredo Tapia entworfen. Es weist polyedrische Volumen mit scharfen Winkeln auf und ist mit spanischem Kalkstein und grünem Glas verkleidet – so entsteht ein markantes architektonisches Wahrzeichen in Buenos Aires.
Dauerausstellung20th century to present
Zur ständigen Sammlung des Museums gehören etwa 400 Werke von 160 Künstlerinnen und Künstlern, die verschiedene Strömungen von lateinamerikanischem Modernismus bis hin zur zeitgenössischen Kunst abdecken – darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Installationen.
Kulturprogramme und Ausstellungen
MALBA präsentiert einen lebendigen Kalender mit temporären Ausstellungen, Filmzyklen, literarischen Veranstaltungen und Bildungsprogrammen für unterschiedliche Zielgruppen – und ist damit ein lebendiger Knotenpunkt für lateinamerikanische Kultur.
Kontakt
Telefon: 011 4808-6500