
Dundo-Museum
Lunda-Norte
Das Dundo-Museum, offiziell als Dundo Regional Museum bekannt und früher Dungo Ethnographic Museum genannt, ist das erste Museum Angolas. Es wurde 1936 von der Diamang-Diamantgesellschaft gegründet. Es liegt in Dundo, in der Provinz Lunda Norte, und gehört zu den bedeutendsten Kulturmuseen Afrikas. Die umfangreiche Sammlung des Museums konzentriert sich auf Kultur und Geschichte ostangolanischer Gruppen, insbesondere der Chokwe. Es beherbergt ungefähr 10.200 ethnografische Objekte und 30.000 naturgeschichtliche Exponate, darunter ein Herbarium. Im Hauptsaal zeigt das Museum eine rekonstruierten Chokwe-Dorfanlage – ergänzt durch Bereiche über den Alltag sowie politische und soziale Strukturen und eine Porträtgalerie angolanischer Häuptlinge. Das „Indigenous Room“ bewahrt Kulturerbe-Objekte, während der „Africa Room“ Artefakte enthält, die seit den 1940er-Jahren aus Europa zurückgeführt wurden. Der Eingang wird von zwei Löwenskulpturen bewacht, die in der Chokwe-Kultur Schutz symbolisieren. Außerdem unterhält das Museum eine Bibliothek mit etwa 25.000 Büchern. Obwohl das Museum während des angolanischen Bürgerkriegs geplündert wurde, verfolgen laufende Rückführungsbemühungen das Ziel, seine Sammlung wiederherzustellen. Es ist eine unverzichtbare Einrichtung zur Bewahrung von Angolas kultureller und naturgeschichtlicher Vergangenheit.
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Tipp: Besuchenden wird empfohlen, ihre Reise in die Trockenzeit zu legen, damit der Zugang nach Dundo leichter ist. Wenn möglich, sollten die Tickets im Voraus gekauft werden. Das Museum vermittelt Einblicke in lokale Kulturen und Naturgeschichte – geführte Touren sind daher besonders wertvoll für ein tieferes Verständnis. Obwohl keine konkreten Rabatte genannt werden, wird empfohlen, nach Ermäßigungen für Studierende oder Gruppen zu fragen. Wenn Sie das Museum vorab telefonisch oder über seine offizielle Website kontaktieren, erhalten Sie aktuelle Informationen für Besuchende sowie die Öffnungszeiten.
Interessante Fakten
- •Das Museum war das erste Museum Angolas, gegründet 1936 von der Diamantfördergesellschaft Diamang.
- •Es beherbergt mehr als 10.200 ethnografische Objekte und 30.000 naturgeschichtliche Exponate, darunter ein Herbarium.
- •Am Eingang werden Besucher von zwei Löwenskulpturen empfangen – wichtige Symbole für Schutz in der Chokwe-Kultur.
- •Das Museum zeigt als zentrales Ausstellungsstück ein rekonstruiertes Chokwe-Dorf.
- •Es gibt eine große Bibliothek mit ungefähr 25.000 Büchern zu Kultur und Naturgeschichte Angolas.
- •Mehrere Artefakte wurden während des angolanischen Bürgerkriegs geplündert; laufende Rückführungsmaßnahmen sollen sie zurückbringen.
- •Bis 1957 arbeitete das Museum mit mehr als 260 Forschenden weltweit zusammen, darunter bekannte Persönlichkeiten wie Louis Leakey.
Geschichte
Das Dundo-Museum wurde 1936 von der Diamang-Gesellschaft gegründet, um kulturelle Fundstücke aus Ostangola zu bewahren.
Anfangs beherbergte es die private Sammlung von José Redinha.
Der Bau des eigens dafür errichteten Museumsgebäudes fand zwischen 1942 und 1947 statt.
Das Museum baute seine Sammlung rasch aus und erreichte bereits in den 1950er-Jahren über 7.000 Objekte.
Es entwickelte sich zu einer bedeutenden Forschungsstätte, die ethnografische, biologische, archäologische und geologische Studien unterstützte.
Es organisierte kulturelle Festivals und dokumentierte Folklore – und förderte so traditionelle angolanische Musik und Tanz.
Bis 1957 arbeitete es mit über 260 internationalen Forschenden zusammen und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur afrikanischen Kultur- und Wissenschaftsforschung.
Das Museum wurde 1945 in Dundo Museum umbenannt, als seine naturgeschichtlichen Sammlungen wuchsen.
2016 wurde es als regionales Kulturdenkmal mit Referenzcharakter ausgewiesen.
Ortsführer
Rekonstruierte Chokwe-Dorfanlage
Eine lebensgroße Ausstellung, die das traditionelle Dorf der Chokwe nachbildet und ihren Alltag sowie ihre sozialen und politischen Strukturen veranschaulicht.
Porträtgalerie angolanischer Häuptlinge
Eine Sammlung von Porträts, die bedeutende angolanische Häuptlinge zeigen und damit Führungspersönlichkeiten sowie historische Akteure in der Region hervorheben.
Indigenous Room
Zeigt Kulturerbe-Objekte aus verschiedenen ethnischen Gruppen des östlichen Angolas und bewahrt so traditionelle Fundstücke.
Africa Room1940s
Beherbergt Objekte, die aus Europa zurückgeführt wurden, und unterstreicht damit die Rolle des Museums bei kultureller Rückerstattung und Bewahrung.
Bibliothek
Eine umfassende Sammlung von rund 25.000 Büchern zu Ethnografie, Naturgeschichte und angolanischer Kultur.
Kontakt
Telefon: 948 737 476