Luengue-Luiana National Park

Luengue-Luiana National Park

Cuando Cubango

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Der Luengue-Luiana National Park liegt in der Provinz Cuando Cubango in Angola und umfasst ein weitläufiges Gebiet von rund 42.000 Quadratkilometern. Er ist vor allem von offenen Waldlandschaften geprägt, in denen unter anderem Bäume der Gattungen Burkea, Baikiaea, Pterocarpus und Erythrophleum wachsen. Zur Landschaft gehören saisonal überschwemmte Grasländer entlang des Cuando River sowie kleinere Feuchtgebiete mit Papyrus und anderen Wasserpflanzen. Diese vielfältigen Lebensräume bieten einer großen Bandbreite an Großsäugern Unterschlupf – darunter Afrikanische Busch-Elefanten, Giraffen, Schwarze Nashörner, Flusspferde und Leoparden. Hinzu kommen viele kleinere Säugetiere sowie Zugvögel an und in Gewässern. Trotz der starken Schäden durch Wilderei, Überjagung und Landminen während des Angolanischen Bürgerkriegs haben sich die Wildtierbestände inzwischen begonnen zu erholen, auch wenn weiterhin Gefahren bestehen. Der Park gehört zum Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area und verbindet geschützte Flächen über fünf Länder hinweg. Inmitten seiner weiten Wildnis liegt eine besondere Chance für Ökotourismus und Naturschutz – sichtbar auch durch laufende Initiativen zur Räumung von Landminen. Geleitet vom Angola Ministry of Hotels and Tourism steht Luengue-Luiana für ein bedeutendes Naturerbe mit großem ökologischem und kulturellem Wert.

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Tipp: Besucher sollten möglichst in der Trockenzeit kommen, dann ist der Zugang leichter und das Beobachten der Tiere gelingt besser. Aufgrund der abgelegenen Lage des Parks und der nur begrenzten Infrastruktur werden frühzeitige Planungen empfohlen. Es ist ratsam, sich über den aktuellen Stand der Landminenräumung sowie über die Verfügbarkeit von geführten Touren zu informieren. Ökotourismus-Initiativen bieten mitunter Rabatte oder spezielle Programme, die den Naturschutz fördern. Wer die lokalen Vorschriften beachtet und die Maßnahmen gegen Wilderei unterstützt, verbessert das Besuchserlebnis und trägt zur Erholung des Parks bei.

Interessante Fakten

  • Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 42.000 Quadratkilometern und gehört damit zu den größten Schutzgebieten in Angola.
  • Im Süden grenzt er an Namibia und im Osten an Sambia – und bildet damit einen Teil des Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area.
  • Die Feuchtgebiete im Park bieten sowohl Zug- als auch standorttreuen Wasservögeln Lebensraum und schaffen wichtige Brut- und Aufenthaltsgebiete für Vögel.
  • Die während des Bürgerkriegs gelegten Landminen bedrohen weiterhin die Tierwelt und schränken den Zugang zum Park ein. Es wird geschätzt, dass es zuletzt 2019 über 150 Minenfelder gab.
  • Prince Harry besuchte den Park 2019, um auf den dringenden Bedarf zur Entfernung von Landminen aufmerksam zu machen, und lobte Angolas Einsatz für diese Sache.

Geschichte

2011

Der Luengue-Luiana National Park wurde offiziell 2011 gegründet und umfasst die ehemaligen Reservate Luiana und Mucusso.

Die Region war in der Vergangenheit während der Kolonialzeit als Jagdgebiet ausgewiesen.

1961

Zwar kam es im Angolanischen Unabhängigkeitskrieg (1961–1974) nur zu begrenzten Kampfhandlungen, doch stark betroffen war das Gebiet vom Angolanischen Bürgerkrieg (1975–2002), in dessen Verlauf Tausende von Landminen gelegt wurden.

Diese Minen stellen bis heute eine fortlaufende Gefahr für die Tierwelt dar und erschweren den Naturschutz sowie Tourismus.

2025

In den letzten Jahren hat sich die angolanische Regierung – unterstützt von internationalen Organisationen wie HALO Trust – mit umfangreichen Ressourcen zur Räumung von Landminen verpflichtet, mit dem Ziel, diese Arbeiten bis 2025 abzuschließen.