
Kloster Makravank
Kotayk'
Das Kloster Makravank ist eine armenische kirchliche Anlage im Stadtteil Makravan der Stadt Hrazdan in der Provinz Kotayk, Armenien. Zur Anlage gehört eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die Surb Astvatsatsin (Heilige Mutter Gottes) geweiht ist. Besonders hervorzuheben sind der kreisförmige Tambour und die kegelartige Kuppel, die auf einem einzigen zentralen Tambour ruht. Zur Architektur der Kirche zählen schmale Fenster mit bogenförmigen, glockenartigen Öffnungen, die zu den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind und mit Kreuzmotiven im Stil von Bolnisi verziert sind. Neben der Hauptkirche steht eine halb verfallene Kapelle aus dem 11. Jahrhundert, die als Kapelle des Heiligen Erlösers (Holy Redeemer) bekannt ist. Sie ist durch ein schlichtes Satteldach und kleine schmale Fenster gekennzeichnet. Das Klostergelände umfasst außerdem die unteren Mauern eines Gavit, die heute als Hofmauer dienen, sowie einen mittelalterlichen Friedhof mit mehreren kunstvoll geschnitzten Chatschkaren und Grabsteinen, von denen einige Musiker darstellen. Der Altar in der Hauptkirche besteht aus Holz und ist in mehreren Farben bemalt, was die kulturelle Vielfalt des Ortes noch unterstreicht. Die Kombination aus architektonischen Elementen und historischen Artefakten macht das Kloster Makravank zu einem einzigartigen Beispiel armenischen religiösen Kulturerbes.
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Tipp: Besucher sollten ihre Besichtigung am besten tagsüber einplanen, um die architektonischen Details und die Chatschkare auf dem Friedhof in voller Schönheit zu erfassen. Wenn verfügbar, empfiehlt sich der Kauf der Tickets im Voraus; vor Ort kann man sich außerdem nach möglichen Ermäßigungen für Studierende oder Gruppen erkundigen. Aufgrund des unebenen Geländes rund um den mittelalterlichen Friedhof und das Klostergelände sind bequeme Wanderschuhe empfehlenswert.
Interessante Fakten
- •Das Kloster zeigt Kreuzmotive im Stil von Bolnisi – ein frühes armenisches Kreuzdesign – an seinen Fenstern und im Tympanon.
- •Der hölzerne Altar in der Hauptkirche ist in mehreren Farbtönen bemalt, darunter Rottöne, Grüntöne und Blautöne; das ist für armenische Kirchen eher selten.
- •Der angrenzende mittelalterliche Friedhof enthält Chatschkare und Grabsteine, von denen einige Musiker darstellen – ein Hinweis auf die kulturellen Aspekte des mittelalterlichen armenischen Lebens.
Geschichte
Die Ursprünge des Klosters Makravank reichen bis ins 10.
und 11.
Jahrhundert zurück: Damals wurde die Kapelle des Heiligen Erlösers errichtet.
Die Hauptkirche Surb Astvatsatsin wurde im 13.
Jahrhundert erbaut und zeigt die Entwicklung der armenischen Kirchenarchitektur.
Im Laufe der Jahrhunderte hat das Kloster teilweise gelitten, insbesondere die Kapelle, während die Hauptkirche größtenteils erhalten geblieben ist.
Der mittelalterliche Friedhof entstand parallel zur Klosteranlage und bewahrt Chatschkare sowie Grabsteine, die die kulturellen und spirituellen Traditionen der Region widerspiegeln.
Der Ort hat seine religiöse Bedeutung bewahrt und ist ein Zeugnis für mittelalterliches armenisches Handwerk und Glauben.
Ortsführer
Kirche Surb Astvatsatsin13th century
Die zentrale Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die der Heiligen Mutter Gottes gewidmet ist, mit kreisförmigem Tambour und kegelartiger Kuppel, die auf einem einzigen zentralen Tambour ruht. Sie besitzt schmale Fenster mit glockenartigen Bögen, die mit Bolnisi-Kreuzen verziert sind, sowie einen farbenfrohen hölzernen Altar im Inneren.
Kapelle des Heiligen Erlösers10th-11th century
Eine halb verfallene Kapelle aus dem 10./11. Jahrhundert neben der Hauptkirche mit einfachem Satteldach und zwei kleinen schmalen Fenstern. Sie hat ein halbkreisförmiges Tympanon über der Tür und wird von zwei großen Chatschkaren flankiert.
Mauerreste des Gavit des Klosters
Die unteren Mauern des Gavit des Klosters, die heute als Hofmauer dienen, liegen westlich von Surb Astvatsatsin und in der Nähe der Kapelle.
Mittelalterlicher FriedhofMedieval period
Östlich der Kirchenanlage gelegen, enthält der Friedhof mehrere Chatschkare und Grabsteine, darunter auch außergewöhnliche Darstellungen wie in Stein gemeißelte Musiker.