Mutter-Armenien-Denkmal

Mutter-Armenien-Denkmal

Erevan

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Das Mutter-Armenien-Denkmal ist eine monumentale Statue im Victory Park (Siegpark) mit Blick auf die armenische Hauptstadt Eriwan. Mit 22 Metern Höhe thront die Figur auf einem 29 Meter hohen Basaltsockel, der so gestaltet ist, dass er einer traditionellen armenischen Basilika mit drei Schiffen ähnelt. Die Statue stellt eine weibliche Personifikation Armeniens dar und symbolisiert Frieden – durch Stärke. Sie ersetzte 1967 eine frühere Joseph-Stalin-Statue, die bereits 1950 als Siegesdenkmal des Zweiten Weltkriegs errichtet worden war. Die heutige Statue wurde von Ara Harutyunyan geschaffen, inspiriert von einer jungen Frau namens Genya Muradian. Der Sockel beherbergt das Mother Armenia Military Museum, das Ausstellungen zum Zweiten Weltkrieg und zum Bergkarabach-Krieg zeigt – darunter persönliche Gegenstände, Waffen und strategische Karten. Das Monument fungiert als eine Art Wächterfigur über Eriwan und ist außerdem ein Ort für die jährliche Gedenkfeier an die armenischen Märtyrer des Zweiten Weltkriegs am 9. Mai. Der Architekt Rafayel Israyelian entwarf den Sockel mit einer Anspielung auf die armenische Kirchenbaukunst – damit entsteht eine stimmige Verbindung aus kulturellem Symbolgehalt und historischem Gedächtnis. Die aus gehämmertem Kupfer gefertigte Konstruktion und ihre eindrucksvolle Präsenz machen die Statue zu einem einzigartigen und inspirierenden Wahrzeichen in der Hauptstadt Armeniens.

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Tipp: Besuchen Sie das Mutter-Armenien-Denkmal am späten Nachmittag, um Panoramablicke auf Eriwan im goldenen Licht zu genießen. Kaufen Sie Tickets für das Militärmuseum im Inneren des Sockels am besten im Voraus, um Wartezeiten zu vermeiden. Besonders bedeutend ist der Besuch am 9. Mai, wenn die Gedenkfeiern stattfinden. Für Schüler und Senioren können gegebenenfalls Ermäßigungen verfügbar sein. Bequeme Wanderschuhe werden empfohlen, da der Standort auf einem Hügel liegt und mit etwas Fußweg verbunden ist.

Interessante Fakten

  • Der Sockel des Denkmals ist so gestaltet, dass er einer armenischen Basilika-Kirche mit drei Schiffen ähnelt – inspiriert von der St.-Hripsime-Kirche aus dem 7. Jahrhundert in Echmiadzin.
  • Die Statue von Mutter Armenien wurde nach einem 17-jährigen Mädchen namens Genya Muradian modelliert, das Ara Harutyunyan als Bildhauer zufällig kennenlernte.
  • Während der Entfernung der Stalin-Statue im Jahr 1962 wurde ein Soldat getötet und viele weitere wurden verletzt – ein Zeichen für eine turbulente Übergangsphase.
  • Die Gesamthöhe des Denkmals beträgt 51 Meter, zusammengesetzt aus der 22 Meter hohen Statue und dem 29 Meter hohen Sockel.
  • Das Militärmuseum im Inneren des Sockels zeigt eine Karte, die von armenischen Streitkräften genutzt wurde, um die Schlacht von Shushi im Bergkarabach-Krieg zu planen.

Geschichte

1950

Das ursprüngliche Denkmal war eine Joseph-Stalin-Statue, die 1950 als Siegesdenkmal des Zweiten Weltkriegs enthüllt wurde.

Entworfen wurde sie vom Bildhauer Sergey Merkurov, mit einem Sockel des Architekten Rafayel Israyelian.

1962

Im Frühling 1962 wurde die Stalin-Statue im Zuge von Unruhen entfernt, und 1967 wurde an ihrer Stelle die Mutter-Armenien-Statue von Ara Harutyunyan installiert.

Die Gestaltung des Sockels wurde von traditionellen armenischen Basiliken inspiriert und verdeutlicht so eine kulturelle Kontinuität über die politischen Umbrüche hinweg.

Seitdem ist das Monument zu einem Symbol für nationale Stärke und Erinnerung geworden – mit einem Militärmuseum, das zunächst dem Zweiten Weltkrieg und später dem Konflikt um Bergkarabach gewidmet war.

Ortsführer

1
Statue von Mutter Armenien1967
Ara Harutyunyan

Eine 22 Meter hohe Statue aus gehämmertem Kupfer, die Armeniens Stärke und Frieden symbolisiert. Geschaffen von Ara Harutyunyan und inspiriert von einer jungen armenischen Frau. Sie steht als Wächterfigur mit Blick auf Eriwan.

2
Basaltsockel und Militärmuseum1950 (Sockel), 1967 (Museumsanpassung)
Rafayel Israyelian (Sockel)

Der 29 Meter hohe Sockel, entworfen vom Architekten Rafayel Israyelian, um einer armenischen Basilika zu ähneln, beherbergt das Militärmuseum – gewidmet dem Zweiten Weltkrieg und dem Bergkarabach-Krieg. Zu sehen sind Waffen, persönliche Gegenstände und historische Dokumente.