Blaue Moschee

Blaue Moschee

Erevan

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Die Blaue Moschee, offiziell Sultan-Ahmed-Moschee genannt, ist eine bedeutende kaiserliche Moschee aus der osmanischen Epoche in Istanbul, Türkei. Sie wurde zwischen 1609 und 1617 während der Herrschaft von Sultan Ahmed I. errichtet. Die Moschee steht gegenüber der Hagia Sophia und sollte nach einer Phase militärischer Rückschläge die osmanische Macht und den Anspruch auf Prestige sichtbar machen. Das Bauwerk zeigt einen klassischen osmanischen Grundriss mit einer großen zentralen Kuppel, flankiert von vier Halbkubbeln, und ist durch ihre sechs schlanken Minarette charakteristisch. Im Inneren ist die Moschee mit über 20.000 handbemalten blauen Iznik-Fliesen mit floralen Motiven geschmückt – genau diese prägen ihren populären Namen. Der weitläufige Hof umfasst Reste der antiken byzantinischen Hippodrom-Tribünen und verbindet den Ort so mit Istanbuls reicher Geschichte. Zum Moscheekomplex gehören außerdem das Grab von Ahmed I. sowie eine Madrasa. Trotz anfänglicher Gegenwehr islamischer Gelehrter wegen der Finanzierung entwickelte sich die Moschee zu einem der beliebtesten religiösen Orte Istanbuls und zu einer großen Attraktion für Touristen. Sie wurde mehrfach restauriert, darunter bedeutende Konservierungsarbeiten, die 2023 abgeschlossen wurden, um das bauliche und künstlerische Erbe zu bewahren. Die Blaue Moschee ist bis heute ein Symbol für die kulturelle und religiöse Geschichte Istanbuls und gehört zu den UNESCO-Welterbestätten der „Historischen Viertel von Istanbul“.

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Tipp: Besucher sollten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag kommen, um Stoßzeiten zu vermeiden und eine ruhigere Atmosphäre zu erleben. Für den Eintritt ist eine bescheidene Kleidung erforderlich; außerdem müssen die Schuhe vor dem Betreten der Gebetshalle ausgezogen werden. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Während der Gebetszeiten ist die Moschee für Touristen geschlossen, für Gläubige jedoch geöffnet. Geführte Touren können helfen, Architektur und Geschichte der Moschee besser zu verstehen.

Interessante Fakten

  • Die Moschee hat sechs Minarette – ein damals einzigartiges Merkmal, das für Diskussionen sorgte, weil es dieselbe Anzahl wie bei der Moschee in Mekka war.
  • Einige der antiken Sitzreihen aus dem byzantinischen Hippodrom wurden bei Ausgrabungen im 20. Jahrhundert im Innenhof der Moschee entdeckt.
  • Papst Benedikt XVI. besuchte 2006 die Blaue Moschee – erst das zweite Mal, dass ein Papst einen muslimischen Ort der Verehrung besuchte.
  • Das Innere der Moschee ist mit über 20.000 handbemalten blauen Iznik-Fliesen verziert, viele davon mit kunstvollen floralen Motiven.
  • Die Moschee ist seit 1985 Teil des UNESCO-Welterbe-Verzeichnisses „Historische Viertel von Istanbul“.

Geschichte

Die Blaue Moschee wurde von Sultan Ahmed I.

1606

kurz nach dem Frieden von Zsitvatorok im Jahr 1606 in Auftrag gegeben – als Symbol für eine erneuerte osmanische Macht und religiöse Hingabe.

1609

Der Bau erfolgte zwischen 1609 und 1617 an der Stelle der kaiserlichen Loge des byzantinischen Hippodroms.

Der Standort war daher äußerst bedeutsam: Er lag direkt gegenüber der Hagia Sophia.

Trotz Protesten islamischer Gelehrter gegen die Verwendung von Schatzgeldern setzte der Sultan den Bau fort.

Die Pracht der Moschee und die aufwendigen Zeremonien trugen dazu bei, dass sie immer mehr Akzeptanz fand und populär wurde.

2023

Im Laufe der Jahrhunderte wurden nach Brandschäden und baulichen Verschiebungen mehrere Restaurierungen durchgeführt, wobei die größte jüngste Restaurierung 2023 abgeschlossen wurde.

Ortsführer

1
Haupthalle für das Gebet1609-1617
Architect Sedefkar Mehmed Agha

Die weitläufige zentrale Gebetshalle wird von einer großen Kuppel gekrönt, die von vier Halbkubbeln umgeben ist. Sie wird von mehr als 200 farbigen Glasfenstern erhellt. Die Innenwände sind mit erlesenen blauen Iznik-Fliesen bedeckt, die florale Motive zeigen, und schaffen so eine stille und zugleich majestätische Atmosphäre.

2
Hof1609-1617
Architect Sedefkar Mehmed Agha

Ein geräumiger Hof mit einem zentralen Brunnen, umgeben von einer durchgehenden Arkade mit kuppelüberdachten Säulengängen. Bei Ausgrabungen wurden antike byzantinische Hippodrom-Sitze gefunden, die in die Wände des Hofes eingebettet sind – und so die Moschee mit Istanbuls römischer Vergangenheit verbinden.

3
Minarette1609-1617
Architect Sedefkar Mehmed Agha

Die Moschee zeichnet sich durch sechs schlanke Minarette aus: vier an den Ecken des Hauptbaus und zwei an den Ecken des Hofes. Dieses richtungsweisende Gestaltungselement löste zunächst Kontroversen aus.

4
Grab von Sultan Ahmed I.1617

Das Grab befindet sich innerhalb des Moscheekomplexes. Es birgt die sterblichen Überreste von Sultan Ahmed I., dem Stifter der Moschee, der den Bau in Auftrag gab, um den osmanischen Anspruch auf Prestige zu stärken.

Kontakt

Telefon: (010) 522193