Museum und Gedenkstätte zum Armenischen Genozid

Museum und Gedenkstätte zum Armenischen Genozid

Erevan

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Das Museum und die Gedenkstätte zum Armenischen Genozid liegt auf dem Tsitsernakaberd-Hügel in Eriwan und ist der offizielle Ort, der an die 1,5 Millionen Opfer des Armenischen Genozids erinnert. Die 1967 gegründete Gedenkstättenanlage umfasst den Tempel der Ewigkeit mit seinen zwölf nach innen geschwungenen Steinplatten, die die zwölf historischen Provinzen Westarmeniens symbolisieren, sowie ein ewiges Feuer im Zentrum. Daneben steht eine 44 Meter hohe Gedenk-Säule, die die Wiedergeburt des armenischen Volkes darstellt. Außerdem begleitet eine 100 Meter lange Mauer das Mahnmal, die mit den Namen von Städten und Dörfern versehen ist, die von Massakern und Deportationen während des Genozids betroffen waren. Die Rückseite der Mauer ehrt humanitäre Persönlichkeiten, die Überlebenden geholfen haben. Der Ort ist ein Mittelpunkt für die jährlichen Gedenkzeremonien am 24. April und zieht Besucher aus aller Welt an – darunter Würdenträger, Künstler und religiöse Leiter. Das angeschlossene Museum-Institut bietet umfangreiche Ausstellungen zur Geschichte des Genozids, zu Dokumentationen und zu den Folgen bis in die Gegenwart und ist damit eine wichtige Bildungs- und Kultureinrichtung. Das eindringliche Design der Gedenkstätte und die feierliche Atmosphäre schaffen ein tiefes Erlebnis des Nachdenkens und Gedenkens.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist der 24. April, der Armenische Genozid-Gedenktag, an dem Gedenkzeremonien stattfinden und ein besonders eindrucksvolles Erlebnis bieten. Besucher sollten sich genug Zeit für sowohl die Gedenkstätte als auch das Museum einplanen. Tickets können vor Ort gekauft werden, und bei Gruppenbesuchen oder geführten Touren kann eine vorherige Buchung erforderlich sein. Aus Respekt wird schlichte Kleidung empfohlen. Der Ort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und von der Innenstadt Eriwans gut ausgeschildert.

Interessante Fakten

  • Der Name „Tsitsernakaberd“ bedeutet „Schwalbenburg“ und leitet sich aus einer Legende ab, nach der Schwalben armenischen heidnischen Göttern geholfen haben, miteinander zu kommunizieren.
  • Die 12 Steinplatten des Tempels der Ewigkeit stehen symbolisch für die 12 größten Provinzen des historischen Westarmeniens, obwohl es historisch sechs Hauptprovinzen plus Kilikien gab.
  • Die Gedenk-Säule ist 44 Meter hoch und symbolisiert die Wiedergeburt des armenischen Volkes nach dem Genozid.
  • Die Rückwand des Denkmals ehrt internationale Humanitäre, die halfen, Genozid-Überlebende zu retten – darunter Persönlichkeiten wie Johannes Lepsius und Fridtjof Nansen.
  • Jedes Jahr am 24. April kommen Tausende am Denkmal zusammen, um an den Zeremonien zum Armenischen Genozid-Gedenktag teilzunehmen.

Geschichte

Die Idee für das Armenische Genozid-Gedenkmal entstand Anfang der 1960er-Jahre.

Federführend waren führende Vertreter der Armenischen Kommunistischen Partei sowie Historiker, die die 50.

Wiederkehr des Genozids würdigen wollten.

1964

Nach ersten Vorschlägen im Jahr 1964 genehmigte die Sowjetarmenische Regierung das Projekt 1965.

1967

Das Denkmal wurde 1967 fertiggestellt und eingeweiht.

Es wurde von den Architekten Arthur Tarkhanyan und Sashur Kalashyan entworfen, mit dem Künstler Hovhannes Khachatryan.

Seitdem ist die Gedenkstätte zum zentralen Ort des Gedenkens und der Anerkennung der Opfer des Genozids geworden und hat sich zu einem Symbol für nationale Identität und Widerstandskraft entwickelt.

Ortsführer

1
Tempel der Ewigkeit1967
Architekten Arthur Tarkhanyan und Sashur Kalashyan, Künstler Hovhannes Khachatryan

Besteht aus 12 großen Steinplatten, die in einem Kreis angeordnet sind, sich nach innen wölben und um ein ewiges Feuer herum angeordnet sind – sie stehen für die armenischen Provinzen und das ewige Gedenken.

2
Gedenk-Säule1967
Architekten Arthur Tarkhanyan und Sashur Kalashyan

Eine 44 Meter hohe steinerne Pyramide/Säule neben dem Tempel der Ewigkeit, die die Wiedergeburt und Widerstandskraft des armenischen Volkes symbolisiert.

3
Gedenk-Mauer1967
Entwurfsteam der Gedenkstätte

Eine 100 Meter lange Mauer, in die die Namen von Städten und Dörfern eingraviert sind, die vom Genozid betroffen waren; auf der Rückseite befinden sich Plaketten, die humanitäre Persönlichkeiten ehren.

4
Museum-Institut zum Armenischen GenozidEstablished after the memorial, exact year varies

Das dem Denkmal benachbarte Museum beherbergt umfangreiche Ausstellungen, Archive und Bildungsmaterialien zum Armenischen Genozid und zu dessen historischem Kontext.

Kontakt

Telefon: (010) 391412