Kirche St. Gayane

Kirche St. Gayane

Armavir

80/10060 min

Die Kirche St. Gayane in Vagharshapat (Etchmiadzin), Armenien, ist eine beeindruckende armenisch-apostolische Kirche aus dem 7. Jahrhundert, die 630 von Katholikos Ezra I. errichtet wurde. Sie steht an der Stelle, an der Saint Gayane, eine Äbtissin, die 301 n. Chr. während der Christianisierung Armeniens den Märtyrertod erlitt, getötet wurde. Die Architektur der Kirche ist eine dreischiffige, kuppelgekrönte Basilika mit einem achteckigen Tambour, der von vier Pfeilern getragen wird und das Innere in drei Schiffe teilt. Außenbau und Dachform bilden einen deutlichen Kontrast: Ein kreuzförmiges Giebeldach wird vom Tambour und der Kuppel in der Mitte geprägt. Besonders hervorzuheben ist der luftige, dreibogige Portikus aus dem Jahr 1683: Er dient als Begräbnisstätte für bedeutende armenische Geistliche und ist mit Fresken von Heiligen und Geistlichen geschmückt. Die Kirche gehört zu den UNESCO-Welterbestätten, zu denen neben ihr auch die weiteren historischen Kirchen von Vagharshapat zählen, und ist trotz Renovierungen im 17. Jahrhundert weitgehend unverändert geblieben. Sie ist sowohl ein spirituelles Symbol als auch ein architektonischer Schatz, der Armeniens religiöse Geschichte und Kunstfertigkeit widerspiegelt.

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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit früh am Tag ankommen, um Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre der Kirche zu erleben. In der Hauptsaison ist es ratsam, Tickets im Voraus zu kaufen. Empfohlen wird angemessene, schlichte Kleidung, da die Kirche weiterhin als aktiver religiöser Ort genutzt wird. Geführte Touren können das Verständnis für Geschichte und Architektur der Kirche vertiefen. Die beste Zeit für einen Besuch sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und die umliegende Landschaft besonders malerisch wirkt.

Interessante Fakten

  • Die Kirche St. Gayane gehört zu den UNESCO-Welterbestätten zusammen mit den anderen historischen Kirchen von Vagharshapat.
  • Die Kirche wurde exakt an der Stelle errichtet, an der St. Gayane im Jahr 301 n. Chr. den Märtyrertod erlitt.
  • Ein dreibogiger Portikus, der 1683 hinzugefügt wurde, dient als Begräbnisstätte für bedeutende armenische Geistliche.
  • Das Design der Kirche ist seit ihrer Errichtung im 7. Jahrhundert weitgehend unverändert geblieben.
  • Fresken im Inneren des Portikus zeigen Heilige und Geistliche und veranschaulichen die armenische kirchliche Kunst.

Geschichte

Die Kirche St.

630

Gayane wurde 630 n.

Chr.

von Katholikos Ezra I.

an dem Ort erbaut, an dem St.

301

Gayane 301 n.

Chr.

den Märtyrertod erlitt.

Die Hinrichtung geschah in der Regierungszeit von König Tiridates III., der frühchristliche Nonnen verfolgte, darunter Gayane und Hripsime.

1652

Im Laufe der Zeit erfuhr die Kirche partielle Renovierungen, vor allem 1652, sowie die Ergänzung eines Portikus im Jahr 1683.

2000

2000 wurde sie als UNESCO-Welterbestätte ausgewiesen und würdigte damit ihre kulturelle und religiöse Bedeutung in der armenischen Geschichte.

Ortsführer

1
Hauptbasilika630
Katholikos Ezra I

Die dreischiffige, kuppelgekrönte Basilika besitzt einen achteckigen Tambour, der auf vier inneren Pfeilern ruht und das Innere in drei Schiffe mit gewölbten Decken sowie einer halbrunden Apsis an der Ostwand teilt.

2
Dreibogiger Portikus1683

Dieser im Jahr 1683 ergänzte, luftige Portikus mit fünf durchgehenden Jochen dient als Begräbnisstätte für bedeutende armenische Geistliche. Er weist gewölbte Decken auf, große rundbogige Öffnungen zum Innenhof, Fresken von Heiligen und Geistlichen sowie sechs Säulen tragende Kuppeln auf dem Dach.

Kontakt

Telefon: (0231) 57340