
Kirche Surb Hripsime
Armavir
Die Kirche Surb Hripsime in Vagharshapat (Etchmiadzin) in Armenien ist eine armenisch-apostolische Kirche aus dem 7. Jahrhundert. Sie wurde 618 von Katholikos Komitas über dem Grab der Hripsime errichtet – einer römischen Jungfrau, die wegen ihres christlichen Glaubens im frühen 4. Jahrhundert den Märtyrertod starb. Die Kirche gilt als bedeutendes Beispiel klassischer armenischer Architektur. Typisch sind der quadratische Grundriss, die zentrale Kuppel und eine aufwendig ausgearbeitete seismoresistente Bauweise mit trapezförmigen Nischen, konischen Squinchen und Türmchen, die als Stützpfeiler (Stützen) dienen. Die innovativen architektonischen Elemente prägten viele spätere armenische Kirchen – darunter die berühmte Kirche Surb Gayane und die nahegelegene Kathedrale von Etchmiadzin. Die Kirche steht auf einer natürlichen Erhöhung außerhalb der antiken Stadtmauern und ist von weiteren historischen religiösen Stätten umgeben, darunter die Ruinen der Kathedrale von Zvartnots. Seit ihrer Errichtung ist sie weitgehend unversehrt geblieben und wird seit 2000 sowohl als nationales Denkmal als auch als UNESCO-Welterbe anerkannt. Die Kirche ist zudem ein lebendiges spirituelles Zentrum: Jährlich finden hier zahlreiche Taufen und Hochzeiten statt, und sie wird sowohl von Würdenträgern als auch von Pilgern besucht. Ausgrabungen brachten Reste einer vorchristlichen hellenistischen Anlage unter der Kirche zutage – ein weiterer Hinweis darauf, wie eng der Ort mit Armeniens reicher geschichtlicher Schichtung verbunden ist. Das Innere ist mit kunstvollen, komplexen Schmuckelementen gestaltet, und die Architektur ist so konzipiert, dass sie Erdbeben standhält – ein Zeugnis für die Ideen und das handwerkliche Können mittelalterlicher armenischer Baumeister.
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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten im Frühling oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und weniger Betrieb. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Geführte Touren helfen, die architektonische und historische Bedeutung der Kirche besser zu verstehen. Ermäßigungen können für Schüler/Studierende und Gruppen verfügbar sein. Die Kirche ist per Straße von Eriwan aus erreichbar, sodass sich auch Tagesausflüge lohnen. Bitte achten Sie auf angemessene, respektvolle Kleidung – die Kirche ist ein aktiver religiöser Ort.
Interessante Fakten
- •Die Kirche Surb Hripsime gehört zu den frühesten erhaltenen Beispielen armenischer Architektur mit seismoresistenten Elementen.
- •In der Kirche finden sich die zweitältesten bekannten armenischen Inschriften, die von Katholikos Komitas hinterlassen wurden.
- •Bei Ausgrabungen wurden Fragmente eines vorchristlichen hellenistischen Tempels unter der Kirche entdeckt – möglicherweise in Verbindung mit dem Tempel von Garni.
- •Die Kirche hat jährlich Hunderte von Hochzeiten und Taufen ausgerichtet und ist damit ein bedeutendes spirituelles Zentrum.
- •Ihre architektonischen Innovationen beeinflussten viele armenische Kirchen, die in den folgenden Jahrhunderten entstanden.
Geschichte
Die Kirche Surb Hripsime wurde 618 n.
Chr.
von Katholikos Komitas über dem Grab der Heiligen Hripsime errichtet.
Hripsime war eine römische Jungfrau, die im frühen 4.
Jahrhundert während der Herrschaft von König Tiridates III.
den Märtyrertod erlitt.
Das ursprüngliche Martyrium wurde nach der Christianisierung Armeniens errichtet, jedoch im 4.
Jahrhundert von den Sasaniden zerstört.
Die heutige Kirche ersetzte es und ist seit dem 7.
Jahrhundert weitgehend unversehrt erhalten.
Im Laufe der Jahrhunderte erhielt sie unter anderem Ergänzungen wie eine Ziegelmauer im 18.
Jahrhundert sowie Glockentürme im 19.
Jahrhundert.
In der Sowjetzeit wurde sie zum nationalen Denkmal erklärt und später – gemeinsam mit den benachbarten Kirchen – im Jahr 2000 als UNESCO-Welterbe eingetragen.
Ortsführer
Hauptkirchengebäude7. Jahrhundert
Die zentrale Baugruppe hat einen quadratischen Grundriss. Die Kuppel ruht auf einem fensterartigen Tambour; gestützt wird das Ganze durch konische Squinchen und Türmchen, die als Stützpfeiler dienen. Im Inneren sorgen die komplexen dekorativen Nischen und Apsiden für ein einzigartiges Raumgefühl.
Grab der Heiligen HripsimeFrühes 4. Jahrhundert (ursprünglicher Märtyrerort)
Unterhalb der Kirche gelegen, ist dies die Grabstätte der Heiligen Hripsime – einer römischen Jungfrau, die für ihren Glauben den Märtyrertod erlitt. Ihr Schicksal war der Anlass für den Kirchenbau.
Glockenturm und Mauern18. und 19. Jahrhundert
Der Glockenturm wurde im 19. Jahrhundert ergänzt, und die umliegenden Ziegelmauern entstanden im 18. Jahrhundert. So wurden sowohl die Verteidigungs- als auch die repräsentative/zeremonielle Funktion der Kirche gestärkt.
Kontakt
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