Kloster Noravank

Kloster Noravank

Ararat

85/10090 min

Das Kloster Noravank, das 1105 von Bischof Hovhannes gegründet wurde, ist ein beeindruckendes armenisches Kloster aus dem 13. Jahrhundert, das sich in einer dramatischen Schlucht befindet, die vom Amaghu-Fluss bei Yeghegnadzor in den Fels gegraben wurde. Das Kloster ist vor allem wegen seiner spektakulären natürlichen Umgebung zwischen hohen ziegelroten Felswänden bekannt sowie wegen seines architektonischen Meisterwerks: der zweistöckigen Kirche Surb Astvatsatsin (Heilige Mutter Gottes). Diese Kirche, auch Burtelashen genannt – nach ihrem Mäzen, dem Prinzen Burtel Orbelian –, wurde 1339 vom berühmten Bildhauer und Miniaturisten Momik vollendet, der auch die kunstvollen Reliefskulpturen entwarf. Das Kloster diente als religiöses und kulturelles Zentrum, besonders im 13. und 14. Jahrhundert, und war Wohnsitz der Bischöfe von Syunik sowie der Prinzen der Orbelian. Zu seinem Ensemble gehören mehrere Kirchen, Kapellen, Khachkars sowie Reste ziviler Bauten – alles umgeben von Wehrmauern aus dem 17. bis 18. Jahrhundert. Die Kirche Surb Astvatsatsin ist wegen ihres besonderen Designs bemerkenswert: Im Erdgeschoss befindet sich eine Familiengrablege, darüber ein Gedenktempel. Beides ist über eine schmale Außentreppe aus Stein erreichbar, die aus der Fassade hervorsteht. Die detaillierten Steinreliefs zeigen biblische Gestalten und Ziermotive und veranschaulichen die hohen künstlerischen Leistungen der mittelalterlichen armenischen Architektur und Bildhauerei. Heute ist Noravank noch immer ein bedeutendes spirituelles und historisches Denkmal – und zieht Besucherinnen und Besucher an, die hier Natur, architektonische Innovation und kulturelles Erbe auf einzigartige Weise vereint sehen.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Kloster Noravank ist der Zeitraum vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst, wenn das Wetter mild ist und die umliegende Schlucht besonders lebendig wirkt. In der Hauptsaison wird Besuchern empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Erkunden Sie vor Ort unbedingt auch die obere Etage der Kirche Surb Astvatsatsin über die schmale Steintreppe – für einen ganz besonderen Blickwinkel. Gelegentlich gibt es bescheidene Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Aufgrund des unebenen Geländes rund um das Kloster werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Noravank liegt in einer Schlucht, die für ihre markanten ziegelroten Felswände bekannt ist und dem Kloster eine dramatische natürliche Kulisse bietet.
  • Die Kirche Surb Astvatsatsin besitzt ein einzigartiges zweistöckiges Design: unten befindet sich eine Familiengrablege, darüber ein Gedenktempel. Beides ist über eine Steintreppe erreichbar, die aus der Fassade hervortritt.
  • Das Kloster war Wohnsitz der Prinzen der Orbelian und zugleich ein bedeutendes religiöses und kulturelles Zentrum im mittelalterlichen Armenien.
  • Der Bildhauer und Miniaturist Momik, der Surb Astvatsatsin entwarf, wurde in der Nähe der Kirche beigesetzt – unter einem bescheiden verzierten Khachkar-Grabstein, datiert auf 1339.
  • Die Festungsmauern rund um das Kloster wurden im 17. bis 18. Jahrhundert erbaut – also lange nach den ursprünglichen Klosterbauten.
  • Die Reliefskulpturen am westlichen Portal von Surb Astvatsatsin zeigen detaillierte Darstellungen von Christus, flankiert von den Aposteln Petrus und Paulus, sowie symbolische Tauben und Sirenen mit gekrönten Köpfen von Frauen.

Geschichte

1105

Das Kloster Noravank wurde 1105 von Bischof Hovhannes gegründet und diente zunächst als religiöses Zentrum in Syunik.

Im 13.

und 14.

Jahrhundert wurde es zum Wohnsitz der Bischöfe von Syunik und der Prinzen der Orbelian und entwickelte sich zu einem bedeutenden kulturellen und religiösen Zentrum, das eng mit der Universität Gladzor verbunden war.

Die Festungsmauern des Klosters wurden später, im 17.

und 18.

Jahrhundert, errichtet, um den Komplex zu schützen.

1339

Die im Jahr 1339 vollendete Kirche Surb Astvatsatsin stellt das letzte große Meisterwerk des Architekten und Bildhauers Momik dar.

Über die Jahrhunderte hinweg erlebte Noravank sowohl Phasen des Aufschwungs als auch des Niedergangs – ist aber bis heute ein Symbol für das mittelalterliche armenische architektonische und spirituelle Erbe.

Ortsführer

1
Surb Astvatsatsin (Heilige Mutter Gottes) Kirche1339
Momik

Die bedeutendste Anlage des Ensembles, auch bekannt als Burtelashen, wurde 1339 von Momik fertiggestellt. Sie zeigt ein zweistöckiges Design: Im Erdgeschoss befindet sich eine Grablege und darüber ein Gedenktempel, der über eine schmale Steintreppe erreichbar ist. Die Kirche ist berühmt für ihre kunstvollen Reliefskulpturen mit Darstellungen biblischer Figuren und ornamentaler Motive.

2
Surb Karapet Kirche

Eine ältere Kirche innerhalb des Klosterensembles, gelegen nordwestlich von Surb Astvatsatsin. Sie diente als bedeutendes religiöses Gebäude, bevor die spätere Kirche errichtet wurde.

3
Festungsmauern17th–18. Jahrhundert

Diese Mauern wurden im 17. bis 18. Jahrhundert errichtet und umschließen den klösterlichen Komplex. Sie bieten Schutz und markieren die Grenzen des Ortes.