
Franziskanerkirche von Shkodër
Shkodër
Die Franziskanerkirche von Shkodër, im Stadtviertel Gjuhadol in Shkodër (Albanien) gelegen, ist ein bedeutendes religiöses und kulturelles Wahrzeichen. Sie wurde 1905 fertiggestellt. Ihre Anfänge reichen bis zur Versammlung von Gjuhadol zurück, die 1861 von Bischof Luigj Çiurçisë gegründet wurde. Der Bau begann 1875 unter Vater Tomë Markoci und wurde 1878 von Vater Gjan Pjer Ferrari geweiht. Die Kirche und die angrenzende Versammlung wurden ursprünglich von Bruder Anselm entworfen; seine Pläne wurden später im Jahr 1902 von dem französischen Ingenieur Agustin Briott weiterentwickelt, nachdem der osmanische Sultan Abdul Hamid II die Erlaubnis zum Bau gegeben hatte. Die Architektur der Kirche vereint franziskanische Schlichtheit mit Einflüssen französischer Ingenieurskunst. Historisch gesehen geriet die Kirche außerdem in politische Turbulenzen: 1947 lagerte die albanische Staatspolizei dort Waffen, was zur Verhaftung mehrerer Priester führte. Der Kirchturm und der hintere Flügel wurden 2007 restauriert. So blieb die historische Substanz erhalten, und die Kirche spielt weiterhin eine Rolle als spirituelles Zentrum in Shkodër.
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Tipp: Besucher sollten die Kirche tagsüber besichtigen, um die architektonischen Details in ihrer ganzen Wirkung zu erleben. Die beste Reisezeit ist im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter mild ist. Wer vorher eine geführte Tour bucht oder die örtlichen franziskanischen Stellen kontaktiert, kann die Erfahrung noch bereichern. Der Eintritt ist in der Regel frei; Spenden zur Unterstützung von Instandhaltung und Restaurierung sind jedoch willkommen. Die Kirche ist zu Fuß vom Zentrum von Shkodër aus erreichbar, und die Parkmöglichkeiten in der Nähe sind begrenzt.
Interessante Fakten
- •Der Bau der Kirche verzögerte sich jahrzehntelang wegen osmanischer Auflagen, bis 1902 ein Dekret des Sultans den Bau erlaubte.
- •Der französische Ingenieur Agustin Briott verbesserte nach 1902 die ursprünglichen Entwurfspläne und verband dabei franziskanische und französische architektonische Elemente.
- •1947 wurde die Kirche von der albanischen Staatspolizei genutzt, um Waffen zu lagern. Als diese entdeckt wurden, kam es zur Verhaftung mehrerer Priester.
- •Der Kirchturm und der hintere Flügel wurden 2007 restauriert, um den baulichen und historischen Bestand der Kirche zu erhalten.
Geschichte
Die Versammlung von Gjuhadol wurde 1861 von dem franziskanischen Bischof Luigj Çiurçisë als Teil der Römisch-Katholischen Erzdiözese Shkodër–Pult gegründet.
Der erste Bau an der Kirche begann 1875, doch das Vorankommen verzögerte sich wegen osmanischer Auflagen, bis ein Dekret von Sultan Abdul Hamid II im Jahr 1902 den Baubeginn wieder erlaubte.
Kirche und Versammlung wurden von Bruder Anselm entworfen; nach seinem Tod 1891 verfeinerte der französische Ingenieur Agustin Briott die Pläne.
Das Gebäude wurde 1905 fertiggestellt.
1947 geriet die Kirche in einen politischen Konflikt, als die von der albanischen Staatspolizei dort gelagerten Waffen entdeckt wurden, was zu Verhaftungen franziskanischer Priester führte.
Restaurierungsmaßnahmen, darunter am Kirchturm und am hinteren Flügel, wurden 2007 durchgeführt, um den Ort zu bewahren.