Stausee von Vau i Dejës

Stausee von Vau i Dejës

Lezhë

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Der Stausee von Vau i Dejës ist ein weitläufiger künstlicher See, der durch den Bau des Wasserkraftwerks und der Sperrmauer von Vau i Dejës am Fluss Drin entstanden ist. Der See liegt nahe der Ortschaft Vau i Dejës im nordwestlichen Albanien. Er umfasst eine Fläche von ungefähr 25 Quadratkilometern und fasst ein maximales Wasservolumen von rund 580 Millionen Kubikmetern. Er wurde als Teil eines Wasserkraftprojekts geschaffen, das Ende der 1960er-Jahre begonnen und Mitte der 1970er-Jahre abgeschlossen wurde. Dazu gehörten drei Hauptdämme: die Sperrmauer von Qyrsaqi, die Sperrmauer von Zadeja und die Sperrmauer von Rragami. Dieser Stausee ist der unterste in der Dammkette am Fluss Drin und ist nicht nur für die Stromerzeugung entscheidend, sondern auch für die Regulierung des Wasserflusses in den umliegenden Tiefebenen – und beeinflusst damit den Hochwasserschutz in den Regionen Lezhë und Shkodër. Der See erstreckt sich etwa 27 Kilometer flussaufwärts im Tal des Drin bis nahe an das Wasserkraftwerk von Koman. Die Umgebung ist geprägt von bergigem Waldgelände und trockenen Hügeln, bedingt durch die lokale Geologie. Der See- und Dammkomplex ist für die lokale Wirtschaft und Infrastruktur unverzichtbar: Er versorgt die Region mit Energie und formt zugleich das Landschaftsbild der Region Zadrima.

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Tipp: Die beste Zeit, um den Stausee von Vau i Dejës zu besuchen, sind die wärmeren Monate, wenn das Wetter für Aktivitäten im Freien angenehm ist. Wer das Wasserkraftwerk und die natürliche Umgebung erkunden möchte, sollte nach geführten Touren Ausschau halten, sofern diese angeboten werden. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten und die Verfügbarkeit von Touren im Voraus zu prüfen sowie nach etwaigen Besucherangeboten zu fragen. Für den See selbst gibt es zwar keine konkreten Ticketpreise, doch einige Bereiche der Damm-Infrastruktur könnten eine vorherige Reservierung oder Genehmigung zum Betreten erfordern. Besucher sollten mit eingeschränkten Annehmlichkeiten in unmittelbarer Nähe rechnen und entsprechend planen.

Interessante Fakten

  • Das Wasserkraftwerk und die Sperrmauer von Vau i Dejës war die erste errichtete Sperrmauer am Fluss Drin, dem längsten Fluss Albaniens.
  • Der durch die Sperrmauer entstandene See hat ein maximales Wasservolumen von ungefähr 580 Millionen Kubikmetern und bedeckt etwa 25 Quadratkilometer.
  • Der Dammkomplex umfasst drei Dämme: Qyrsaqi, Zadeja und Rragami – jeder mit eigenen, charakteristischen Konstruktionsmerkmalen.
  • Der Wasserabfluss des Sees beeinflusst die Hochwassermuster in den Tiefebenen von Lezhë und Shkodër deutlich.
  • Die Ortschaft Vau i Dejës wurde entwickelt, um Arbeiter und während sowie nach dem Bau der Sperrmauer vertriebene Familien unterzubringen.

Geschichte

Die Geschichte des Stausees von Vau i Dejës ist eng mit dem Bau des Wasserkraftwerks und der Sperrmauer von Vau i Dejës verbunden.

1967

Die Arbeiten begannen 1967, die Inbetriebnahme erfolgte zwischen 1970 und 1975.

Diese Sperrmauer war das erste Wasserkraftwerk, das am Fluss Drin errichtet wurde, und stellte einen bedeutenden Entwicklungsschritt in der Energieinfrastruktur Albaniens dar.

Durch die Anlage des Stausees mussten Familien weichen, die in die neu entstandene Ortschaft Vau i Dejës umgesiedelt wurden.

Diese wurde errichtet, um Arbeiter und Bewohner aufzunehmen, die von der Überschwemmung betroffen waren.

Der Dammkomplex, der aus drei getrennten Dämmen besteht, veränderte Landschaft und Wirtschaft der Region nachhaltig und spielte über Jahrzehnte hinweg eine wichtige Rolle beim Hochwasserschutz und bei der Stromerzeugung.

Ortsführer

1
Sperrmauer von Qyrsaqi1967-1975

Eine teilweise aus Beton ausgeführte Schwerkraft- und Dammkonstruktion mit Erdaufschüttung: Sie ist 46,4 Meter hoch und 440 Meter lang. Vorhanden sind vier Oberflächen-Überläufe mit radialen Schützen sowie Zu- und Ableitungsbauwerke, die das Wasser zu den Wasserkraftturbinen leiten.

2
Sperrmauer von Zadeja1967-1975

Ein Damm mit Erdaufschüttung, 60 Meter hoch und 390 Meter lang. Ausgestattet ist er mit einem Tunnel-Überlauf sowie Segmentwehren, die eine Entleerung von 3200 Kubikmetern pro Sekunde ermöglichen.

3
Sperrmauer von Rragami1967-1975

Ein Erddamm, 34 Meter hoch und 320 Meter lang. Er dient in erster Linie als Wasserbarriere – ohne Anlagen zur Stromerzeugung.