
Nationalmuseum für mittelalterliche Kunst
Korçë
Das Nationalmuseum für mittelalterliche Kunst in Korçë, Albanien, ist eine führende Einrichtung, die darauf spezialisiert ist, mittelalterliche und byzantinische Kunst zu bewahren und auszustellen. Das Museum wurde am 24. April 1980 gegründet und beherbergt eine umfangreiche Sammlung von über 7.000 Artefakten – darunter Ikonen sowie Arbeiten aus Stein, Holz, Metall und Textilien. Sie spiegeln die Entwicklung der albanischen Ikonografie über Jahrhunderte hinweg wider. Der Hauptsaal präsentiert Meisterwerke anonymer Künstler aus dem 13. bis 14. Jahrhundert ebenso wie Werke renommierter Maler wie Onufri, Onufër Qiprioti, Kostandini (Lehrer), Jeromak Shpataraku, David Selenica sowie die Brüder Zografi. Das Museumsgebäude wurde 2016 umfassend rekonstruiert: Moderne architektonische Gestaltung trifft hier auf die Stimmung und Magie byzantinischer Kunst – für ein besonders intensives Besuchererlebnis. Das Museum ist nicht nur eine Fundstätte religiöser Kunst, sondern bietet auch spannende Einblicke in Traditionen, Glaubensvorstellungen und den Alltag im mittelalterlichen Albanien. Die Lage in Korçë, einer Stadt mit tief verwurzelten kulturellen Wurzeln, unterstreicht zudem die Bedeutung als Kulturdenkmal. Während der COVID-19-Pandemie wurden 3D-virtuelle Rundgänge bereitgestellt, sodass ein breiterer Zugang zu den Schätzen möglich ist.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten vor allem im Frühling und im Herbst kommen – dann ist das Wetter angenehm und es sind weniger Leute vor Ort. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, besonders in den Zeiten mit hohem Besucheraufkommen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Ein Blick in den 3D-virtuellen Rundgang online kann eine tolle Vorbereitung für den Besuch vor Ort sein.
Interessante Fakten
- •Zur Sammlung gehören Werke der berühmten Ikonenmalerin bzw. des berühmten Ikonenmalers Onufri aus dem 16. Jahrhundert – bekannt für seine kräftigen Farben und seinen einzigartigen Stil.
- •Es beherbergt eine der reichsten Sammlungen byzantinischer und post-byzantinischer Kunst in Albanien – mit rund 8.000 Objekten.
- •In der kommunistischen Zeit wurden viele religiöse Kunstwerke vor der Zerstörung bewahrt, indem man sie in diesem Museum unterbrachte – so blieb Albaniens kulturelles Erbe erhalten.
- •Das Museum bietet 3D-virtuelle Rundgänge an und macht seine Sammlung während der COVID-19-Pandemie weltweit zugänglich.
Geschichte
Das Nationalmuseum für mittelalterliche Kunst wurde 1980 gegründet, um Albaniens mittelalterliches und byzantinisches künstlerisches Erbe zu bewahren.
Zunächst befand sich die Sammlung unter der Kuppel der Kirche „Life-Giving Spring“ in Korçë.
Symbolisch wurden so religiöse und kulturelle Artefakte in einer Zeit kommunistischer Unterdrückung geschützt.
Nach Jahrzehnten des behutsamen Bewahrens unschätzbarer Ikonen und Kunstwerke auch in schwierigen Zeiten wurde das Museum 2016 in eine moderne Einrichtung verlegt – konzipiert für optimale Konservierung und Ausstellung.
Dieser Schritt bedeutete ein wichtiges Meilenstein: Das Museum konnte seine reiche Sammlung noch besser präsentieren und damit das künstlerische Erbe Albaniens fortführen.
Ortsführer
Hauptsaal13. bis 16. Jahrhundert
Der wichtigste Ausstellungsraum mit einer breiten Auswahl mittelalterlicher Ikonen und Kunstwerke – darunter auch Meisterwerke von Onufri sowie weitere bedeutende albanische Maler aus dem 13. bis 16. Jahrhundert.
Modernes Ausstellungsgebäude2016
Das zeitgenössische Museumsgebäude, das 2016 rekonstruiert wurde, ist darauf ausgelegt, mittelalterliche Kunst mit moderner Architektur zu harmonisieren – und schafft damit ideale Bedingungen für Konservierung und Präsentation.
Kontakt
Telefon: 082 500 207