Kloster Dhuvjan

Kloster Dhuvjan

Gjirokastër

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Das Kloster Dhuvjan, auch bekannt als Kloster der Heiligen Quiricus und Julietta, ist eine religiöse Stätte der Östlichen Orthodoxie im Dorf Dhuvjan im Süden Albaniens, im Kreis Gjirokastër. Das 1089 im Byzantinischen Reich gegründete Kloster ist der Jungfrau Maria gewidmet und liegt auf einem Hügel mit Blick auf die Straße zwischen Gjirokastër und Delvinë. Es spielte eine bedeutende Rolle im religiösen und Bildungsleben der Region: In den 18. und 19. Jahrhunderten beherbergte es griechische Schulen, die von orthodoxen Missionaren und ansässigen Mönchen gegründet wurden. Trotz Restaurierungen in den 1960er-Jahren und der Anerkennung als Kulturdenkmal ist ein Großteil der 3000 Quadratmeter großen Anlage in schlechtem Zustand, und Teile des Bauwerks drohen einzustürzen. Das Kloster hat mehrfach unter Diebstahl und Vandalismus gelitten, insbesondere 1997 und 2010, wodurch wertvolle Ikonen und andere Reliquien verloren gingen. Heute wird es freiwillig von einem pensionierten Lehrer aus dem Dorf betreut. Die Stätte ist bis heute ein Zeugnis des byzantinischen Erbes der Region und der Traditionen des orthodoxen Christentums.

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Tipp: Besuchen Sie den Frühling und den frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und weniger los ist. Aufgrund des empfindlichen Zustands des Klosters sollten Sie sich vor Ort nach den aktuellen Hinweisen erkundigen. Der Eintritt ist zwar frei, aber eine Unterstützung lokaler Erhaltungsmaßnahmen lohnt sich. Eine geführte Tour in Gjirokastër in der Nähe kann das Erlebnis durch historischen Kontext deutlich bereichern.

Interessante Fakten

  • Das Kloster war von 1777 bis 1913 der Standort griechischer Bildungseinrichtungen, darunter eine Mädchenschule sowie eine Schule für Stickerei.
  • Eine Plakette mit der Jahreszahl 1819 – mit den Namen und den angeblich vorhandenen Gebeinen von sechs Heiligen – wurde 2006 aus einem lokalen Garten ausgegraben.
  • Das Kloster überblickt die Straße zwischen Gjirokastër und Delvinë und liegt strategisch auf einem Hügel im Drino-Tal.
  • 1963 wurde es vom albanischen Staat zum Kulturdenkmal erhoben.
  • Das Kloster wurde mehrfach ausgeraubt, darunter größere Diebstähle in den Jahren 1997 und 2010, die zum Verlust wertvoller religiöser Reliquien führten.

Geschichte

Das Kloster Dhuvjan wird traditionell auf das 6.

1089

Jahrhundert datiert, doch Hinweise aus den Notizen eines Mönchs sprechen für seine Gründung im Jahr 1089 unter byzantinischer Herrschaft.

Im 18.

und 19.

Jahrhundert wurde es zu einem Zentrum der griechisch-orthodoxen Bildung und beherbergte Schulen, die von dem Missionar Kosmas von Aetolien sowie dem lokalen Mönch Gerasimos gegründet wurden.

1963

1963 wurde das Kloster von der albanischen Regierung als Kulturdenkmal ausgewiesen und in den 1960er-Jahren restauriert.

1997

Allerdings wurde es in den Jahren 1997 und 2010 durch Diebstähle beschädigt; heute verfällt ein großer Teil der Bausubstanz, sodass weitere Maßnahmen zur Erhaltung erforderlich sind.

Ortsführer

1
Haupthauptkirche1089

Das zentrale Bauwerk, das der Jungfrau Maria gewidmet ist, mit byzantinischen architektonischen Elementen und religiösen Fresken – viele Bereiche sind jedoch sanierungsbedürftig.

2
Klosterschulbereich1777-1913
Cosmas of Aetolia, Monk Gerasimos

Der Bereich, in dem von Ende des 18. Jahrhunderts bis in das frühe 20. Jahrhundert griechische Schulen betrieben wurden, darunter eine Mädchenschule und eine Stickereischule, die von lokalen Mönchen und Missionaren gegründet wurden.

3
Trapezaria (Speisesaal)

Der Speisesaal des Klosters, derzeit in schlechtem Zustand und einsturzgefährdet. Historisch wurde er für gemeinsame Mahlzeiten von Mönchen und Besuchern genutzt.