
Engolasters See
Encamp
Der Engolasters See ist ein länglicher Gletschersee auf einer Höhe von 1.616 Metern in der Pfarrei Encamp in Andorra. Er entstand durch glaziale Aktivität und liegt eingebettet zwischen den Pyrenäen, mit atemberaubenden Ausblicken auf schneebedeckte Gipfel, grüne Wiesen und dichte Kiefernwälder. Der See wird von den Flüssen East Valira und Madriu gespeist und dient als Speicher für die Stromerzeugung aus Wasserkraft im nahegelegenen Tal von Encamp. Besucher können entlang der reizvollen Uferpromenade einen 3,2 km langen Rundweg genießen – ideal zum Wandern und zum Forellenangeln. In der Nähe liegt die Einsiedelei Sant Miquel d’Engolasters aus dem 12. Jahrhundert im romanischen Stil mit ihrem lombardischen Glockenturm, was dem Ort zusätzlich kulturelle und historische Bedeutung verleiht. Auch wenn die Seilbahn, die Encamp mit dem See verbindet, in den 1980er-Jahren ihren Betrieb einstellte, bleibt der See über Wanderwege erreichbar. Botanische Gärten entlang der Route zeigen verschiedene Lebensräume und machen das Naturerlebnis noch abwechslungsreicher. Der See bietet zudem Freizeitmöglichkeiten wie einen kleinen Zipline-Park – daher ist er ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Outdoor-Enthusiasten.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Engolasters Sees ist der Zeitraum vom späten Frühling bis zum frühen Herbst, wenn die Wanderwege und die Umgebung am besten zugänglich sind. Für den Spaziergang am Seeufer wird festes Schuhwerk empfohlen und man sollte wegen der Temperaturschwankungen die lokalen Wetterbedingungen prüfen. Obwohl die Seilbahn nicht mehr in Betrieb ist, erreicht man den See über einen einfachen Anstieg von Encamp. Für die Unterkunft sollte man sich frühzeitig organisieren, da zahlreiche Hotels in der Nähe liegen. Angelfreunde sollten die lokalen Vorschriften sowie verfügbare Erlaubnisse prüfen. Für das Wandern am Seeufer sind keine speziellen Tickets erforderlich, saisonal können jedoch geführte Touren angeboten werden.
Interessante Fakten
- •Das Wasser des Sees wird über ein Becken abgeleitet, das durch die Pyrenäen geformt wurde; als Quellflüsse dienen East Valira und Madriu.
- •Der Engolasters See war historisch ab 1929 mit der Stromerzeugung aus Wasserkraft verbunden.
- •Die Einsiedelei Sant Miquel d’Engolasters aus dem 12. Jahrhundert nahe dem See besitzt einen lombardischen Glockenturm und beherbergte einst romanische Gemälde, die heute in Barcelona ausgestellt sind.
- •Die Uferlinie bietet einen beliebten 3,2 km langen Wanderweg, umgeben von Kiefernwäldern und einer Berglandschaft.
- •Eine lokale Legende besagt, dass der See durch göttliche Strafe entstanden sei, nachdem eine Frau einem verhungernden Pilger das Brot verweigert habe – man glaubt, es sei Christus gewesen.
Geschichte
Der Engolasters See entstand in einer glazialen Senke und ist seit jeher eine wichtige Wasserquelle für die Region.
Seit 1929 wird das gespeicherte Wasser des Sees zur Stromerzeugung aus Wasserkraft genutzt – mit dem Bau eines Kraftwerks im Tal von Encamp, das über zwei Einheiten mit jeweils 7,2 MW Leistung verfügt.
Die nahegelegene Einsiedelei Sant Miquel d’Engolasters geht auf das 12.
Jahrhundert zurück und spiegelt die langanhaltende menschliche Präsenz in der Gegend wider.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Seegebiet zu einem beliebten Erholungs- und Ausflugsziel – unter anderem durch den Bau von Infrastruktur wie der (inzwischen stillgelegten) Seilbahn und Wanderwegen.
Ortsführer
Einsiedelei Sant Miquel d’Engolasters12. Jahrhundert
Eine romanische Kapelle aus dem 12. Jahrhundert nahe dem See. Besonders hervorzuheben sind der lombardische Glockenturm sowie die historischen romanischen Gemälde, die heute in Barcelona beherbergt werden.
Wanderweg am Seeufer
Ein malerischer 3,2 km langer Weg entlang der Uferlinie des Sees mit hervorragenden Ausblicken auf die Kiefernwälder und die umliegenden Pyrenäen – ideal zum Wandern und für Naturspaziergänge.
Botanische Gärten entlang der Straße nach Engolasters
Botanische Gärten mit 13 verschiedenen Lebensräumen liegen entlang der 3 km langen Strecke, die les Pardines mit dem Engolasters See verbindet. Sie zeigen heimische Pflanzen.
Wasserkraftwerk im Tal von Encamp1929
Dieses Kraftwerk wurde 1929 errichtet. Es nutzt das Wasser, das im Engolasters See gespeichert ist, um mit zwei Einheiten mit jeweils 7,2 MW Leistung Strom zu erzeugen.